Pranks bei Twitter sind nicht lustig | Meldung vom 27.03.2019

Aktualisiert: 2019-06-24 (Veröffentlicht: von )

Sie sind nicht immer so harmlos wie sie scheinen. Pranks bei Twitter können leichtgläubige Nutzer vor ein großes Problem stellen.

Pranks bei Twitter – nicht immer zum Lachen

Was sind Pranks (Practical jokes)? Eigentlich nur harmlose Scherze oder Streiche. Zunächst einmal sollen sie einfach nur lustig sein. Indem sie das Opfer in Verlegenheit bringen, verwirren oder Unbehagen auslösen bei ihm auslösen, werden Täter und Dritte zum Lachen gebracht. Normalerweise steht das Opfer anschließend nur dumm da, ohne dass ihm ein echter Schaden entsteht.
Allerdings ist heute die Grenze zum Mobbing fließend, da die Scherze in der Anonymität des Internets häufig immer derber werden.

Unterschiedliche Formen von Pranks

Bereits in der Vor-Internet-Zeit, gab es Pranks. Nur hießen sie damals Lausbubenstreiche. Sehr beliebt unter Kindern war z. B. das Klingelmännchen (an fremden Haustüren klingeln und aus sicherem Versteck die Reaktion der Bewohner beobachten). Auch nach zunehmender Technisierung wurde immer noch gerne geklingelt. Dann aber via Telefon, indem die Täter wahllos irgendwelche Nummern aus dem Telefonbuch anriefen und auflegten, sobald jemand den Hörer abhob.

Wie in vielen anderen Bereichen auch, schuf das Internet ganz neue Möglichkeiten. Insbesondere mittels der sozialen Netzwerke vergrößerte sich die Zahl potentieller Opfer erheblich. Gleichzeitig sank die Gefahr erwischt bzw. erkannt zu werden. So sind derartige Scherze inzwischen in allen sozialen Netzwerken keine unbekannte Erscheinung. Jedoch tauchen in letzter Zeit vermehrt Pranks bei Twitter auf, die kaum noch als harmlose Streiche durchgehen.

Problematische Pranks

Die Urheber veröffentlichen Tweets, in denen sie erklären, wie du das Farbschema des Twitter-Clients verändern kannst. Angeblich musst du dazu nur dein Geburtsjahr auf 2007 zurückstellen. Was sich harmlos liest, hat jedoch gravierende Folgen. Und das liegt an den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Twitter.

Sie können die Dienste nur dann nutzen, wenn Sie zustimmen, einen verbindlichen Vertrag mit Twitter abzuschließen und Sie nicht eine Person sind, die vom Erhalt der Dienste gemäß den Gesetzen der zuständigen Gerichtsbarkeit ausgeschlossen ist. Um diese Dienste nutzen zu dürfen, müssen Sie in jedem Fall mindestens 13 Jahre alt sein …

Quelle: TWITTER

Wenn du der Anweisung folgst und dein Geburtsjahr zurückstellst, rutschst du automatisch unter die Altersgrenze. Was wiederum Twitter dazu berechtigt, dein Konto zu sperren. Um es anschließend zu reaktivieren, wird Twitter i. d. R. eine Bestätigung deines tatsächlichen Alters verlangen, was relativ umständlich ist.

Falle also nicht auf jeden dummen Scherz herein, sondern schalte auch beim Lesen von Tweets den klugen Menschenverstand ein. In diesem speziellen Fall gilt: Rechnen hilft!


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