WhatsApp Weiterleitungen und Änderungen | Meldung 2019

Aktualisiert: 2019-06-24 (Veröffentlicht: von )

Die Facebook-Tochter WhatsApp begrenzt Weiterleitungen auf 5 Kontakte, erhöht den Datenschutz bei Gruppen und verbietet den Massenversand von Nachrichten.

WhatsApp Weiterleitungen limitiert

Nachdem im Juli 2018 die Kennzeichnung von geteilten Nachrichten im WhatsApp Messenger eingeführt wurde, gehen die Entwickler jetzt noch einen Schritt weiter. In Zukunft darfst du eine Nachricht nur noch an maximal fünf Kontakte in einem Vorgang weiterleiten. Wenn du mehr als fünf Kontakte auswählst, erscheint eine Warnung. Die Einblendung weist dich darauf hin, dass du nur 5 Chats teilen kannst.

Natürlich könntest du diese Sperre umgehen, indem du eine Nachricht auf deinem Gerät speicherst und anschließend an alle Kontakte als neue Nachricht versendest. Aber Vorsicht! Da in den AGB von WhatsApp klar die Verbreitung von Spam-Nachrichten untersagt ist, riskierst du u. U. einen Rausschmiss.

Der Hintergrund dieser neuen Maßnahme ist die zunehmende Flut von Spams, Fake-Nachrichten, Kettenbriefen und betrügerischen Videos. Die beiden letzteren enthalten meistens ein Gewinnversprechen, um dich zum Anklicken zu verführen. Anschließend landest du wie bei Phishing-E-Mails auf einer Webseite, deren alleiniger Zweck es ist, deine Daten abzufragen.

In seinem Blog begründet WhatsApp diese (und weitere geplante) Änderungen so:

Wir entwickelten WhatsApp als eine App für private Nachrichten – eine einfache, sichere und zuverlässige Art mit Freunden und der Familie zu kommunizieren. Und auch bei den neu hinzugefügten Funktionen, haben wir darauf geachtet, das Gefühl von Intimität, das die Leute lieben, zu wahren.

Quelle: WHATSAPP BLOG (aus dem Englischen)

Neue Datenschutzeinstellungen für Gruppen – 03.04.2019

In Zukunft kannst du bestimmen, wer dich Gruppen hinzufügen darf. Hierfür hat WhatsApp eine Änderung in den Datenschutz-Einstellungen vorgenommen:

  • Einstellungen der App
  • Account
  • Datenschutz
  • Gruppen
  • Niemand / Meine Kontakte / Jeder

Abhängig von der gewählten Option „Niemand“ oder „Meine Kontakte“, musst du bei jeder Einladung zu Gruppen bzw. nur bei Einladungen von jemandem, der nicht zu deinen Kontakten gehört, zustimmen. Wenn dich jemand zu einer Gruppe einladen will, wird er dazu aufgefordert dir eine Einladung per persönlicher Nachricht zu senden. Anschließend hast du drei Tage Zeit, die Einladung anzunehmen. Nachdem die Zeit ohne eine Reaktion deinerseits verstrichen ist, verfällt die Einladung.

Weitere Änderungen bei WhatsApp – Juni 2019

Facebook setzt den Umbau des Messengers fort. Zwar handelt es sich dieses Mal in erster Linie um eine Einschränkung für Unternehmen. Jedoch werden auch einige private Nutzer wenig erfreut sein. Wie Mitte des Monats bekannt wurde, wird es spätestens ab dem 7. Dezember 2019 keine Newsletter in WhatsApp mehr geben.

So ermöglichten es u. a. Online-Magazine ihren Lesern, einen Newsletter über WhatsApp zu abonnieren. Der Versand erfolgte dann automatisiert per Push-Benachrichtigung. Obwohl der Massenversand von Nachrichten wohl schon bisher nicht erlaubt war, hat Facebook ihn anscheinend geduldet. Jetzt möchte das Unternehmen dem endgültig einen Riegel vorschieben:

WhatsApp ist eine private Messaging-Plattform, die ursprünglich entwickelt wurde, um Menschen bei der Kommunikation mit Freunden und Familie zu helfen. […] Unsere Produkte sind nicht für den Massenversand oder den automatisierten Nachrichtenaustausch bestimmt. Beides verstößt seit jeher gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir setzen uns dafür ein, den privaten Charakter unserer Plattform zu stärken und unsere Benutzer vor Missbrauch zu schützen.

Quelle: FAQ WHATSAPP

Konsequenzen

Mit welchen Mitteln will Facebook die unerlaubte Nutzung und wie bei den WhatsApp Weiterleitungen Spams / Fake-News verhindern?

Mithilfe der in WhatsApp verfügbaren Plattform-Informationen haben wir Millionen von missbräuchlichen Accounts gefunden und verhindert, dass sie für unseren Service verwendet werden.
Dies ist eine Herausforderung, die einen ganzheitlichen Ansatz erfordert, und WhatsApp ist entschlossen, die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen – einschließlich rechtlicher Schritte – zu nutzen, um Missbrauch zu verhindern, der gegen unsere Nutzungsbedingungen verstößt. […] Darüber hinaus wird WhatsApp ab dem 7. Dezember 2019 rechtliche Schritte gegen diejenigen einleiten, bei denen wir feststellen, dass sie beispielsweise mit automatisierten Nachrichten, Massennachrichten oder einer nicht personenbezogenen Verwendung gegen unsere Nutzungsbedingungen verstoßen oder andere Personen bei diesem Missbrauch unterstützen.

Quelle: s. o.

Einerseits wäre eine Durchsetzung des Verbots eines automatisierten Nachrichtenaustauschs u. U. eine geeignete Maßnahme gegen schwarze Schafe. Andererseits nimmt sie den Unternehmen die Möglichkeit eine „persönlichere“ Beziehung mit ihren Kunden aufzubauen. Diesbezüglich verweist Facebook zwar auf die WhatsApp Business App und die WhatsApp Business API. Aber im Gegensatz zum „privaten“ Messenger, sind dort Push-Benachrichtigungen nicht möglich. Außerdem müssen interessierte Nutzer / Kunden von sich aus mit den Unternehmen in Kontakt treten. Darüber hinaus dürfen nur von Facebook bzw. WhatsApp als vertrauenswürdig angesehene Unternehmen die API nutzen.

Ob diese Maßnahme den Messenger wirklich privater macht oder ob sie nur der Förderung der Business App dient, ist fraglich. Da Facebook das Private an seinem Nachrichtendienst so in den Vordergrund stellt, frage ich mich auch, wie das mit den (geplanten) Werbeeinblendungen im Messenger zusammenpasst. Aber wer versteht schon die Aktionen von Facebook? Falls du nicht auf Direktinfos oder Newsletter verzichten möchtest, bleibt im Moment nur der Wechsel zu Telegram.


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