To Do von Microsoft| Kann es Wunderlist ersetzen?

To Do

Zwei fast identische To Do Listen von Microsoft. Wunderlist war eine der beliebtesten. Doch wird To Do sie endgültig ersetzen können?

Inhaltsverzeichnis

To Do Listen

Anfangs waren To Do Listen einfach nur virtuelle Merkzettel. Sie haben Stichworte eingetragen und sie abgespeichert. Sobald einzelne Punkte erledigt waren, haben Sie sie abgehakt.

Inzwischen gibt es in den App Stores und im Netz die unterschiedlichsten Varianten. Von immer noch sehr einfachen Merklisten bis hin zu Projekt- und Team-Managern.

Zwei Aufgabenplaner von Microsoft

Eine der ersten „Multi-Tasking-Listen“ war Wunderlist. Entwickelt wurde der Online-Dienst Wunderlist 2010 von 6Wunderkinder (Berlin). Am Ende war die Anwendung in über 20 Sprachen verfügbar und hatte ca. 13 Millionen Nutzer. Neben einer stetigen Weiterentwicklung der Funktionen setzten die Entwickler auch schon früh auf eine 256-bit-SSL Verschlüsselung der Daten.

Obwohl Microsoft bereits an einer eigenen Anwendung arbeitete, kaufte es 2015 Wunderlist. Somit hatte das Unternehmen bis Mai 2020 sozusagen drei Aufgabenplaner im Angebot.

Einerseits sollte To Do wohl das etwas in die Jahre gekommene OneNote zumindest ergänzen. Andererseits ähnelten sich Wunderlist und To Do hinsichtlich Funktionen und Zielgruppe doch sehr. Demzufolge stellte sich die Frage, ob Microsoft tatsächlich zwei fast identische Produkte weiterführen würde oder ob der Kauf nicht eher einer „Marktbereinigung“ – sprich dem Ausschalten eines Konkurrenten – galt.

Im April 2017 war es dann soweit.

Aus für Wunderlist

Nachdem Microsoft lange Zeit mit dem endgültigen Ende von Wunderlist hinter dem Berg gehalten hatte, kündigte das Unternehmen Ende 2019 das Aus für den 6. Mai 2020 an. Bereits einige Monate zuvor verteilte Microsoft schon keine größeren Updates mehr und fügte keine neuen Funktionen mehr hinzu. Da die Technologie stetig voranschreitet, konnte laut Microsoft nicht mehr garantiert werden, dass Wunderlist so funktioniere, wie es sollte. Wie auch, wenn die Anwendung keinen Support mehr erhält …

Mit all unseren neusten Updates sind wir überzeugt, dass To Do nun die beste Alternative zu Wunderlist ist und so glauben wir, dass es die richtige Zeit ist, den nächsten Schritt zu tun. […] Natürlich möchten wir gerne, dass Sie Ihre Reise mit Microsoft To Do fortsetzen. […] Nach dem 6. Mai werden Ihre To Do Listen nicht mehr synchronisieren. Eine Zeit lang haben Sie noch die Möglichkeit, Ihre Listen in To Do zu importieren. Ab dem 9. Dezember 2019 werden wir keine neuen Registrierungen mehr akzeptieren.

Quelle: WUNDERLIST (aus dem Englischen)

Neuauflage von Wunderlist?

Christian Reiber, der Entwickler von Wunderlist, scheint seinen Deal mit Microsoft bereuen. So hatte er 2015 Wunderlist für mehrere Millionen verkauft. Zwar hatte er sich noch im September 2019 bemüht, sein Programm zurückzukaufen, war jedoch bei Microsoft auf taube Ohren gestoßen.

Nun trägt er sich mit dem Gedanken, eine neue „Wunderlist“ zu entwickeln / entwickeln zu lassen.

Ich habe wirklich versucht, es nicht zu tun, aber die Qualität bestehender To-Do-Apps ist nicht ausreichend […] Deshalb habe ich die vergangenen Wochen daran gearbeitet, ein neues Team zusammenzustellen, um einen Wunderlist-Nachfolger zu entwickeln.

Quelle: GRÜNDERSZENE

Wann die neue App – Projektname: Superlist – auf den Markt kommen wird, ist noch offen, aber wohl frühesten 2022.

Microsoft To Do

Der neue Planer von Microsoft entspricht in seinen Funktionen weitestgehend Wunderlist. Jedoch sind einige Features dazu gekommen. So haben Sie nicht nur die Übersicht über Ihre Ordner mit den jeweiligen Listen, sondern zusätzlich eine Mein Tag genannte Funktion. Dahinter verbergen sich alle Aufgaben des aktuellen Tages mit Angabe des Ursprungs-Projekts oder -Ordners sowie den Termin- und Erinnerungs-Einstellungen.

To Do von Microsoft
Microsoft To Do

Weitere Funktionen von To Do

Neben einer intelligenten Tagesplanung mit personalisierten Vorschlägen sind dies

  • das Unterteilen von Aufgaben in einzelne Schritte,
  • einfaches Teilen mit Familienmitgliedern, Kollegen etc.,
  • Arbeiten an gemeinsame Listen sowie
  • gemeinsame Aufgabenverwaltung von To Do und Outlook-Aufgaben.

Darüber hinaus synchronisiert der Planer Aufgaben mit Windows 10, dem Web, iOS und Android (nicht in allen Regionen/Ländern verfügbar).

Für wen ist der Aufgabenplaner geeignet?

Wenn Sie

  • mehr als nur Einkaufslisten erstellen,
  • Aufgaben planen und organisieren wollen,
  • Ihnen andere Anwendungen zu überladen, zu kompliziert und zu teuer sind,
  • Sie mit anderen zusammenarbeiten möchten,
  • sowieso mit Windows 10 und Microsoft 365 arbeiten und
  • Ihnen der Datenschutz nicht so wichtig ist

sollten Sie sich den Aufgabenplaner von Microsoft einmal anschauen.

Außerdem funktionierten Synchronisation und Benachrichtigungen problemlos und zuverlässig. Vor allem die Kompatibilität mit den verbreitesten Geräten und Systemen war einer der größten Vorteile von Wunderlist.

To Do: Fazit

To Do

Beim Vergleich der beiden Aufgaben-Listen lag Wunderlist vorne.So war alles in Wunderlist übersichtlich dargestellt und Aufgaben ließen sich schnell und intuitiv erstellen und bearbeiten.

Was die system-übergreifende Nutzung betrifft, hinkt To Do etwas hinterher. Der Fokus liegt klar auf Geräten mit Windows-Betriebssystem. Darüber hinaus gibt es nur noch die mobilen Apps für Android und iOS. Jedoch bemängeln viele Nutzer, dass die Synchronisation zumindest bei iOS nicht optimal funktioniert, was z. T. auch bei anderen Microsoft Anwendungen, die auf Apple Geräten genutzt werden, ein Problem ist.

Unter anderem deshalb fallen wohl auch die Bewertungen der mobilen Apps schlechter aus als die von Wunderlist, denn vor allem die Kompatibilität mit den verbreitesten Geräten und Systemen war einer der größten Vorteile von Wunderlist.

Links zur Website der erwähnten Anbieter (keine Affiliate-/Partner-Links):

To Do von Microsoft ist als Einzel-Anwendung / App kostenlos.

Design-Vorlage für das Beitragsbild / Screenshot: Microsoft Corporation – Design-Vorlage für „Zenkit“: Logo Axonic Informationssysteme GmbH

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