luckycloud

luckycloud – Was für den deutschen
Cloudspeicher spricht

Aktualisiert am 28-11-2019

luckycloud bietet u.a. einen Cloudspeicher für Unternehmen und für Privatnutzer an. Der bestmögliche Datenschutz hat dabei oberste Priorität.

luckycloud – Cloudspeicher aus Deutschland

Noch vertrauen viele Cloud-Nutzer ihre Daten den großen Diensten wie Dropbox, OneDrive, Google Drive oder iCloud an. Deren Richtlinien und Praktiken folgen jedoch nicht immer den Vorgaben der europäischen bzw. deutschen Gesetzgeber.

Nicht nur aufgrund einiger Datenskandale steigt zunehmend die Nachfrage nach Cloud-Lösungen deutscher Dienstleister. Abgesehen vom Server-Standort Deutschland sind die AGB dieser Anbieter meistens transparenter und dem Datenschutz wird mehr Bedeutung zugemessen.

Das noch relativ junge Unternehmen luckycloud hat sich aus einer Online-Plattform für Studierende an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin entwickelt. Auslöser war der Wunsch, nicht länger abhängig von Microsoft, Apple und Co. zu sein und zu wissen, was wo mit den eigenen Daten passiert. Luc Mader (Geschäftsführer von luckycloud) beschreibt die Zielsetzung so:

Wir setzen alles daran, durch Verwendung ausschließlich transparenter Software (open source) und starker Kryptographie, einen Beitrag für ein überwachungsfreies Internet zu leisten.

Dementsprechend legt der Anbieter sowohl bei seinem Cloudspeicher als auch beim E-Mail-Service Wert auf zeitgemäßen Datenschutz. Deine Daten sind auch für die Administratoren nicht einsehbar. Somit kann luckycloud sie auch nicht auslesen und verwerten.

Zusammengefasst bedeutet Datenschutz bei luckycloud:

  • Schutz vor Hackerangriffen, Diebstahl und unbefugten Zugriffen (Ende-zuEnde-Verschlüsselung
  • Administratorfunktionen des Nutzers (Bestimmen von Nutzungsrechten, Datenfreigaben …)
  • Eigene Server sowie Erstellen, Betreuen und Warten der Infrastruktur ausschließlich durch luckycloud (kein Zugriff durch Dritt-Unternehmen)
  • Individueller Auftragsdatenverarbeitungsvertrag, Maßnahmen zur Datensicherung sowie ein Verarbeitungsverzeichnis
  • Wahrung der Betroffenenrechte und transparente Kommunikation

Das Datenschutzkonzept von luckycloud

Alle Daten sind in einer verschlüsselten Bibliothek gespeichert und natürlich Passwort-geschützt. Dabei erfolgt die Verschlüsselung direkt auf deinem Computer, sofern du den Desktop-Client oder eine App nutzt.

Zunächst wird eine 32 Byte lange Zahl erzeugt. Anschließend erfolgt die Verschlüsselung mit deinem eigenen Passwort. Falls du über den Browser gehst, erfolgt die Verschlüsselung auf dem Server.

Um den Schutz der Nutzerdaten über bestehende Datenschutzverordnungen hinaus gewährleisten zu können, bietet das Daten-Cloud-System von luckycloud für die Nutzer optional eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Daten über den Synchronisations-Client mit Schlüsselhoheit beim einzelnen Nutzer. Dadurch kann ein plausibler Schutz der privaten Daten sowie der Unternehmensdaten vor einer internen und externen Überwachung gewährleistet werden.

Das Logout erfolgt automatisch nach einem von dir festgelegten Zeitraum. Da luckycloud dein Passwort nicht speichert, solltest du es dir auf jeden Fall merken. Für Vergessliche bietet sich ein Passwort-Safe an. Ohne Passwort verlierst du den Zugriff auf deine Daten, denn eine Wiederherstellung ist ausgeschlossen.

Cloudspeicher (luckycloud Storage)

Neben einem direkten Zugriff auf die Cloud via Browser hast du die Möglichkeit, deine Dateien über eine virtuelle Festplatte (Seafile) zu erreichen. Das heißt, dass sich deinen Dateien sozusagen in einem normalen Desktop-Ordner befinden. Du kannst also damit so arbeiten, wie du es auch mit lokal gespeicherten Dateien tust. Lohnend ist diese Variante vor allem bei größeren Datenmenge.

Download – Seafile

* Link zur US-Version der App für Android **Linux, Mac OS, Windows

Datei-Versionen

Darüber hinaus ermöglicht es die vollständige Dateiversionierung bei luckycloud, Änderungen nachzuvollziehen und gelöschte Dateien wieder herzustellen. Wie lange die alten Versionen gespeichert bleiben, stellst du individuell ein. Natürlich ist auch eine Zusammenarbeit im Team möglich, wobei du Benutzerrollen, Berechtigungen für einzelne Mitglieder sowie Mitarbeiterstrukturen selbst bestimmst.

Dateifreigaben

Möchtest du Dateien freigeben, kannst du dies zum einen über den üblichen Download-Link tun. Optional legst du für einzelne Ordner oder Dateien ein Passwort fest, stellst ein Link-Ablaufdatum ein und/oder gibst Dateien nur zum Ansehen frei.

Falls deine Mitarbeiter oder Familienmitglieder die Möglichkeit erhalten sollen, eigene Dateien in deine Cloud hochzuladen, richtest du einen eigenen Upload-Ordner ein. Dessen Link teilst du dann mit den jeweiligen Personen. Natürlich kannst du auch diesen Ordner wie oben erwähnt schützen. Zu guter Letzt hast du jederzeit die Kontrolle, ob und wie oft auf deine Freigaben zugegriffen wird.

Funktionalität

Abgesehen von dem (manchmal auch) undurchsichtigen Umgang mit Daten, war einer meiner Kritikpunkte bei deutschen Anbietern die oft mangelnde Nutzerfreundlichkeit. Zum einen bezog sich das auf die recht langsame Up- und Download-Geschwindigkeit. Zum anderen war das Hochladen von Ordnern, Verschieben von Dateien und die Synchronisation auf allen Geräten (ohne Browser-Nutzung) schwierig bis unmöglich.

luckycloud
luckycloud Storage: eb

Nicht so bei luckycloud. Das Layout ist modern und übersichtlich, die Funktionen stehen zum Beispiel Google Drive in nichts nach. So erfolgt auch der automatische Upload von Fotos reibungslos. Und sollten einmal Probleme auftreten, gibt es seit November 2018 einen Live-Chat. Wobei auch zuvor schon der Support per E-Mail einwandfrei funktioniert hat.

Arbeiten im Team

Mit luckycloud Team stellt das Unternehmen eine Plattform für sichere Teamarbeit zur Verfügung. Sie ermöglicht einfaches Management von Benutzern, deren Rollen und Berechtigungen sowie Zusammenarbeit an Office-Dokumenten über einen Online-Editor. Selbstverständlich gibt es auch hier verschlüsselte Freigaben und Diwn-/Upload-Links. Wie auch beim Cloud-Speicher sind Anzahl der Benutzer und Größe des Speichers individell anpassbar (s. Kosten).

Der luckycloud Data Room

Darunter ist sozusagen eine Verbindung von Storage und Team zu verstehen. Wobei die Möglichkeit einer öffentlichen, Hybrid- oder privaten Lösung mit eigenem Branding angeboten wird.

  • Webbasiertes Admin-Panel
  • Mehrere Arbeitsbereiche für einzelne Projekte / Abteilungen möglich
  • File Aktualisierungs- und Zugriffs-Logs
  • Aktivitäts-, Freigabe- und Zugriffsprotokolle

E-Mail (luckyMail)

Je nach deinem individuell anpassbaren Paket (s. Kosten) erstellst du eine oder mehrere E-Mail-Adresse/n. Außerdem ist es möglich, deine eigene Domain oder Konten anderer Anbieter einzubinden. Dies erfolgt über einen IMAP-Server. Anschließend kannst du deine E-Mails auch über andere Mail-Clients abrufen. Neben Weiterleitungs-Einstellungen, unbegrenzten Mailboxen, Spam-Filtern und einer Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet luckycloud Mail alles, was du von einem modernen E-Mail-Service erwarten kannst.

luckycloud Office

Diese Verknüpfung von E-Mail-, Kontakte- und Kalenderverwaltung befindet sich noch in der beta-Phase. Hierbei werden DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance), DANE (DNS-based Authentication of Named Entities) und DNSSEC (Domain Name System Security Extensions) eingesetzt, um Phishing verstärkt entgegenzuwirken.

  • Kalender- und Kontakte-Synchronisation mittels CalDAV bzw. CardDAV
  • Teilen von Kontakten, Kalender und Postfächern mit anderen Benutzern möglich
  • Aufgaben- und Terminverwaltung auf anwenderfreundlicher Web-Oberfläche

Office ist / wäre mit allen üblichen Mail Clients und mobilen Geräten nutzbar.

Kosten bei luckycloud

Nicht zuletzt gilt die oben beschriebene Datensicherheit und Ende-zu-Ende Verschlüsselung auch für deine E-Mails. Wenn du noch mehr Sicherheit wünschst, kannst du auch eine PGP-(Pretty Good Privacy)Verschlüsselung einrichten. Hierbei haben beide Partner einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel. Mit dem öffentlichen Schlüssel kodierst du deinen Text. Um ihn lesen zu können, muss der Empfänger den passenden privaten Schlüssel besitzen.

Grundsätzlich arbeiten die unterschiedlichen Cloud-Anbieter mit äußerst unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Einige Services sind anscheinend sogar kostenlos. Doch letztendlich wollen alle Geld verdienen und sei es mit deinen Daten.

Im Rahmen eines Interviews bei Berlin.de – Projekt Zukunft erklärte Luc Mader dazu:

Abgesehen von der kostenlosen Probezeit, in welcher unsere Kunden luckycloud ausgiebig testen können, bieten wir unsere Cloud-Dienste ausschließlich gegen Bezahlung an, da wir die Daten unserer Kunden nicht gewinnbringend an andere verkaufen. Die Infrastruktur von luckycloud wächst harmonisch mit der Größe unseres Kundenstamms. Dadurch konnten wir bereits nach knapp sechs Monaten Betrieb wirtschaftlich arbeiten.

luckycloud bietet folgende Pakete an (Stand September 2019):

Mini mit 3 GB Speicher für 1,00 Euro / Monat (0,33 Euro / GB)
Starter mit 10 GB für 2,00 Euro / Monat (0,20 Euro / GB)
Premium mit 25 GB für 4,00 Euro / Monat (0,16 Euro / GB)
Maximum mit 10 000 GB für 400,00 Euro / Monat (0,04 Euro / GB)
E-Mail für 1,00 Euro / Monat je E-Mail-Adresse

Individuelle Anpassung der Pakete

Zunächst entscheidest du dich vielleicht für ein (kleines) Paket eines Anbieters. Wenn du mehr Speicher benötigst, stockst du das Paket auf. Meistens erfolgt die Anpassung in vorgebenen Schritten. Beispielsweise beginnst du mit 5 GB und hast dann die Möglichkeit auf 50 GB, 200 GB, 1 TB oder mehr zu erhöhen.

Anders bei luckycloud. Mittels eines Schiebereglers kannst du deinen Speicher in 1 GB – Schritten erweitern oder verringern. Dasselbe gilt für die Anzahl deiner E-Mail-Adressen. Dabei sind beliebige Kombinationen möglich. Und du zahlst monatlich nur für die Kombination, die du aktuell gewählt hast.
Somit kannst du jederzeit flexibel auf sich verändernde Bedürfnisse reagieren:

Möchte man z.B. weniger Cloud Speicher oder Team-Benutzer, bekommt man extra Tarif-Laufzeit gut geschrieben. Möchte man weitere Funktionen muss man nicht gleich neu bezahlen, sondern kann den fehlenden Betrag ganz einfach mit der vorhandenen Restlaufzeit verrechnen. Genauso kann man ab jetzt die Mail-Funktion deaktivieren oder weitere Mail-Adressen hinzu buchen.

Sobald du dich eingeloggt hast, hast du Zugriff auf dein Dashboard. Dort kannst du dich auch als Team-Manager freischalten und/oder deine eigene Domain verwenden. Unterhalb jeder einzelnen Einstellung findest du den entsprechenden Preis und unterhalb der Liste die Gesamtkosten für dein Paket.

Krisen-Management von luckycloud

Häufig zeigt sich erst in Krisensituationen die wahre Größe eines Dienstleisters. Unglücklicherweise war auch luckycloud eines der Unternehmen, die von Meltdown / Spectre besonders betroffen waren.

Am Freitag den 12.01.2018 gegen 15:00 Uhr hat sich nach einem Update, welches im Zusammenhang mit den Sicherheits-Lücken bei Intel-Prozessoren steht, ein Zwischenfall an unserer primären und secundären Infrastruktur ergeben. Der Ausfall ist auf einen Hardware-Defekt in mehreren primären und sekundären Speicherpools zurückzuführen.

So ärgerlich der Vorfall für alle Beteiligten war, luckycloud hat seine Kunden mit den daraus resultierenden Problemen nicht alleine gelassen. In regelmäßigen Abständen informierte das Unternehmen sowohl auf der Webseite als auch per E-Mail über den aktuellen Stand. Ein Beispiel:

18.01.2018

MILESTONE |18.01.2018 10:00|
Start der Neu-Synchronisation/Abgleich der Daten über den Sync-Client …
UPDATE: | 19.01.2018 04:30|
Rebuild-Prozess Storagepools zu 100% beendet
UPDATE: | 19.01.2018 18:15|
luckycloud Storage-Cluster wieder erreichbar. NOCH KEIN LOGIN MÖGLICH –> Nach vollständigerSystemprüfung/Datenkonsistenzprüfung
INFO
Wann kann ich wieder regulär auf meine Daten zugreifen?
Vorausichtlich kann am 22.01.2018 gegen 11 Uhr der regulären Betrieb wieder aufgenommen werden
Warum dauert das so lange?
Damit keine Daten verloren gehen, muss erst der gesamte Datenbestand der luckycloud auf die neue Hardware verschoben werden.
Sind meine Daten jetzt alle weg?
Durch unsere verteilte Datenstruktur ist es sehr unwahrscheinlich, dass Daten beschädigt wurden.Wir rechnen mit einem konsistenten Datenbestand vom 12.01.2018
Warum kann ich mich bei Storage nicht einloggen?
Der Login ist erst wieder möglich, wenn alle Daten in das System überspielt wurden und die Systemprüfung die Daten als Konsistent frei gegeben hat.

Darüber hinaus wurde eine persönliche Hilfe bei individuellen Problemen nicht nur angeboten, sondern auch umgehend geleistet.

Dieses Vorgehen empfinde ich als vorbildlich und ich habe ähnliches bei anderen Anbietern noch nicht erlebt. Selbst bei gravierenderen Problemen konnten Kunden Informationen darüber höchstens der Presse entnehmen, direkte Anfragen verliefen meistens jedoch im Sande. Deshalb auch an dieser Stelle vielen Dank für den weit überdurchschnittlichen Support von luckycloud.

Fazit

Nachdem ich mich eingehender mit luckycloud beschäftigt hatte, musste ich meine bisherige Meinung zumindest über einen deutschen Anbieter revidieren. Dieser Cloudspeicher-Dienst bietet all die Funktionen, die ich erwarte. Und das sowohl auf dem Desktop als auch auf mobilen Geräten. Hinzu kommt das überzeugende Datenschutzkonzept, dass ich bei anderen vermisst habe. Endlich musste ich mich nicht mehr mit einem Kompromiss zwischen Datensicherheit und Anwenderfreundlichkeit zufrieden geben.

Der Umzug meiner Dateien und E-Mails von meinen bisherigen Anbietern zu luckycloud verlief problemlos. Die Informationen zur Einrichtung des Clients sind gut verständlich und alle notwendigen Daten zur Anmeldung einfach zu finden.

Wenn du eine kurze Zusammenfassung der Dienste von luckycloud in bewegten Bildern ansehen möchtest, gibt es nun bei YouTube ein gut gemachtes Video. Darüber hinaus findest du im Hilfe Center von luckycloud ausführliche Antworten auf zahlreiche Fragen.

Vor- und Nachteile:

  • Datenschutz und-sicherheit
  • 100 % Ökostrom
  • Unkomplizierte Einrichtung
  • Anwenderfreundlich
  • Auf allen Geräten nutzbar
  • Kosten auch für Privatpersonen und kleine Unternehmen angemessen
  • Sehr guter Support
  • Live-Chat
  • Bisher keine

Zusammenfassend kann ich luckycloud klar empfehlen, egal ob du deine privaten oder Unternehmensdaten in die Cloud schicken möchtest. Wenn du eine eigene Webseite betreibst oder dies planst, sieh dir auch einmal das Web-Hosting Angebot (luckyWeb) desselben Unternehmens an.

Ich bedanke mich bei Luc Mader von luckycloud für das Überlassen detaillierter Unternehmens-Infos.

Von Ellena © Grafiken: eb (Logo: luckycloud)

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