Sichere Messenger

Sichere Messenger | 5 Messenger im direkten Vergleich

Sichere Messenger – Teil 2

Inhaltsverzeichnis

Sichere Messenger – Funktionsumfang

Einerseits können alle Messenger Text-, Sprach- und Video-Nachrichten sowie Dateien versenden und empfangen. Andererseits unterscheiden sich sichere Messenger doch schon bei einigen Grundfunktionen.

Chats

Welche Möglichkeiten haben Sie zur Verwaltung Ihrer Chats und von wem können Sie Nachrichten erhalten:

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Medien und Dateien

Neben dem reinen Austausch von Nachrichten gewinnt auch das Teilen von Fotos, Videos, Audio-Dateien und Links zunehmend an Bedeutung. Und hier unterscheiden sich die Messenger deutlich voneinander.

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Spezielle Funktionen

Darüber hinaus legen Sie vielleicht auch Wert auf nette kleine Spielereien wie Sticker oder die Anpassung des Designs. Insbesondere was den Wechsel zwischen einer hellen und dunklen Oberfläche betrifft, haben fast alle inzwischen den Wunsch ihrer Nutzer umgesetzt.

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Sichere Messenger – Sonstiges

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass moderne Messenger heute noch weit mehr können, als nur private Nachrichten übermitteln. Auch sichere MEssenger entwickeln sich langsam quasi zum Allrounder.

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Die Angaben zu den Kosten beziehen sich auf die private Nutzung. Keiner der Messenger ist bislang werbefinanziert. Wobei Sie für Threema grundsätzlich bezahlen müssen und Wire sowie in Zukunft wohl auch Telegram u. a. Geld mit den kostenpflichtigen Pro- bzw. Business-Versionen verdienen.

Auch bei WhatsApp wird es wohl nicht beim kostenlosen und werbefreien Modell bleiben. Denn erste Ansätze in Richtung Finanzierung durch Werbung deuten sich schon an. Einerseits gibt es bereits sogenannte Unternehmenskonten, für die diese bezahlen müssen. Andererseits ist schon seit längerem die Einblendung von Werbung im Gespräch bzw. sollte eigentlich schon Anfang 2019 umgesetzt sein. Auch sind Gerüchte im Umlauf, dass der Messenger (wieder) kostenpflichtig werden soll.

Änderungen bei WhatsApp

Anfang Februar wurde wieder ein neues „Finanzierungsmodell“ bekannt. Zu diesem Zweck ändert Facebook seine Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen. So erklärt Facebook in Bezug auf WhatsApp folgendes:

Als Teil der Facebook-Unternehmen erhält WhatsApp Informationen von anderen Facebook-Unternehmen und teilt auch Informationen mit anderen Facebook-Unternehmen, um die Sicherheit und Integrität aller Produkte von Facebook-Unternehmen zu fördern; z. B. geht WhatsApp gegen Spam, Drohungen, Missbrauch oder Rechteverletzungen vor. WhatsApp arbeitet auch mit den anderen Facebook-Unternehmen zusammen und teilt Informationen mit diesen, damit sie uns dabei helfen können, unsere Dienste zu betreiben, bereitzustellen, zu verbessern, zu verstehen, anzupassen, zu unterstützen und zu vermarkten.

Nachdem Facebook darauf hingewiesen wurde, dass sich das Unternehmen an die EU-DSGVO halten müsse, ruderte es scheinbar zurück und verschob den Einführungstermin von Anfang Februar auf Mitte Mai. Darüber hinaus betont das Unternehmen, das der sichere Messenger WhatsApp ja Ende-zu-Ende verschlüsselt sei. Mit der von der EU bemängelten Datenschutz-Problematik hat das jedoch nichts zu tun. So hat Facebook nur die Formulierung seines Hinweis-Banners geändert. Demzufolge benötige WhatsApp nur eine eingeschränkte Menge an Daten, ohne bekannt zu geben, welche das tatsächlich sind. Sichere Messenger sollten da definitv transparenter sein.

Wie dem auch sei, momentan hält Facebook daran fest, dass alle Nutzer bis zum 15. Mai 2021 den neuen Bedingungen zustimmen müssen, wenn sie den Messenger weiternutzen wollen. Falls sie dies nicht tun, werden sie zunächst noch Benachrichtigungen und Anrufe empfangen, aber keine Nachrichten mehr schreiben und lesen können, bevor ihr WhatsApp-Konto komplett gesperrt wird.

Sichere Messenger

Sichere Messenger: Fazit

Soviel vorweg: Perfekte sichere Messenger gibt es nicht. Alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Zwar gibt es noch eine Reihe anderer Messenger, die in Deutschland jedoch nicht allzu verbreitet sind. Vielleicht mit Ausnahme des Facebook Messengers. Da dieser aber eigentlich nur in Verbindung mit Facebook genutzt wird, sehe ich ihn nicht als eigenständig an. Deshalb habe ich ihn auch nicht berücksichtigt. Darüber hinaus treffen die bei WhatsApp geäußerten Bedenken in noch größerem Maße auf den Facebook Messenger zu.

Zunächst die zwei bekanntesten Messenger

Wenn Sie die einzelnen Faktoren miteinander vergleichen, schneidet WhatsApp insgesamt gesehen am schlechtesten ab. Auch wenn Facebook in den letzten Monaten einige neue Funktionen eingebaut hat. Deshalb ist eigentlich das Einzige was für WhatsApp spricht die nach wie vor große Verbreitung. Zwar gibt es inzwischen eine spezielle Datenschutzerklärung für die EU. Aber das ändert wenig an der undurchsichtigen Datenspeicherung und vor allem dem problematischen Datenabgleich mit Facebook (auch wenn dieser seitens Facebook nach wie vor vehement bestritten wird).

Darüber hinaus ist eine parallele Nutzung auf mehreren Geräten (abgesehen vom Browser-Zugriff) nur eingeschränkt möglich. Nicht zuletzt aufgrund des Server-Standorts USA und der angekündigten Werbung ist von diesem Messenger auch aus Datenschutz-Gründen abzuraten. Meiner Meinung nach fällt er nicht in die Kategorie sichere Messenger.

Hinsichtlich Funktionsumfang, geräteübergreifender Nutzung und Information der Nutzer spricht dagegen alles für Telegram. Jedoch müssen Sie auch bei diesem Messenger Abstriche beim Datenschutz machen. So hält sich Telegram bzgl. der Server-Standorte sehr bedeckt. Außerdem veröffentlicht der Betreiber nur einen Teil seines Quell-Codes und wechselt den Firmensitz von Zeit zu Zeit.

Einerseits verschlüsselt Telegram Ihre Telefonnummer und Dateien vor der Speicherung und hat lange Zeit die Herausgabe von Daten verweigert. Andererseits hat das Unternehmen seine Datenschutzerklärung am 14. August 2018 wie folgt ergänzt:

Telegram gibt deine IP-Adresse und Telefonnummer an Behörden weiter, sofern du unter Terrorismus-Verdacht stehst. Hierzu bedarf es jedoch einer gerichtlichen Bestätigung des Verdachts.

Trotzdem fällt er für mich noch in die Kategorie sichere Messenger.

Weniger verbreitetete sichere Messenger

Signal speichert die Telefonnummer, mit der Sie sich anmelden auf US-Servern, mit den daraus resultierenden Problemen für EU-Bürger. Darüber hinaus sind die Entwickler in einigen Punkten wenig auskunftsfreudig. Obwohl der Messenger über weniger Funktionen als die Konkurrenten verfügt, ist er zumindest in punkto Sicherheit noch als gut zu bewerten.

Falls für Sie der Datenschutz am wichtigsten ist und andere Faktoren nur eine untergeordnete Rolle spielen, sollten Sie sich Threema ansehen. Der Messenger erfüllt die Anforderungen der DSGVO. Außerdem können Sie ihn vollkommen anonym nutzen. Alle Daten befinden sich lediglich auf Ihrem Gerät und liegen auf keinem Server.

Ähnlich sicher jedoch komfortabler in der Nutzung ist Wire. Auf der Homepage finden Sie sehr ausführliche Angaben zu den AGB und zum Datenschutz, die den Vorgaben der DSGVO entsprechen. Abgesehen von Ihren verschlüsselten Anmeldedaten speichert Wire nichts. Denn Ihre Chat-Inhalte werden erst auf Ihrem Gerät entschlüsselt. Deshalb kann der Anbieter nicht darauf zugreifen. Des weiteren können Sie auch den Zugriff auf Ihre Kontakte und die Erfassung einiger technischer Daten in den Einstellungen untersagen.

Sichere Messenger – Meine persönliche Empfehlung

Da das Argument „Alle meine Kontakte nutzen den … Messenger“ für mich nicht zählt, bleiben nur noch die Sicherheit und eventuell der Funktionsumfang und Bedienungskomfort als Kriterien übrig. Demzufolge kann ich als vertrauenswürdige Messenger eigentlich nur Threema oder Wire wirklich empfehlen.

Ich selbst habe mich zumindest für meine private Kommunikation für Wire entschieden. Er bringt nicht nur alle wichtigen Funktionen mit. Außerdem ist er auch zuverlässig und sicher. Jedoch sind geschäftlich Kompromisse leider manchmal nicht zu vermeiden. Deshalb nutze ich dafür Telegram.

Links zur Website der erwähnten Anbieter:

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Wire / Telegram: Logos Wire Swiss GmbH / Telegram

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