Neue Website planen

Neue Website planen | Mit 15 Tipps erfolgreich starten

Sie planen eine neue Website zu erstellen und sind sich nicht sicher, wie und wo Sie starten sollen? Lesen Sie, was Sie bereits im Vorfeld bedenken sollten.

Inhaltsverzeichnis

Warum überhaupt eine neue Website?

Natürlich gibt es auch heute noch einiges, was vollkommen ohne Internet funktioniert. Möchten Sie jedoch viele, auch Ihnen unbekannte Menschen erreichen, ist das Internet der einfachste und schnellste Weg. Neben den sozialen Medien mit all Ihren Vor- und Nachteilen bietet sich da ein eigener Internetauftritt an.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie nur Ihre privaten Erlebnisse und Erfahrungen Ihren Verwandten und Freunden zugänglich machen, eine kleine lokale Dienstleistung anbieten oder Ihr Unternehmen und Ihre Produkte überregional bekannt machen wollen. Spätestens dann, wenn Sie Wert auf eine gewisse Individualität und Unabhängigkeit legen, kommen Sie kaum um eine eigene Website herum. Doch ganz so einfach, wie manchmal behauptet, ist es dann doch nicht.

Bevor Sie eine neue Website starten, sollten Sie sich auf jeden Fall über einige, auch über den späteren Erfolg entscheidende, Punkte Gedanken machen. Glauben Sie nicht blind den Werbeaussagen, sondern nutzen Sie diesen Leitfaden, um die richtigen Fragen zu stellen und die beste Entscheidung zu treffen.

Neue Website – Begriffserklärungen

Zunächst eine kurze Erläuterung der Begriffe, die im Zusammenhang mit einem Internetauftritt immer wieder auftauchen und manchmal falsch verstanden oder verwendet werden:

Internetauftritt: Er bezeichnet eine Webanwendung, die über einen Browser aufgerufen wird und ist mit dem Begriff Website gleichzusetzen.

Website: Hierbei handelt es sich um einen kompletten Internetauftritt, der wiederum mehrere Webseiten umfasst.

Webseite: Oft wird der Begriff im Deutschen aufgrund des ähnlichen Klangs mit dem englischen Website gleichgesetzt, was aber falsch ist. Webseiten sind die einzelnen Seiten (engl. pages) mit unterschiedlichen Inhalten und Funktionen, die zusammen die Website bilden. Jede Webseite hat eine eigene URL, die sich aus der Domain und dem Titel der Seite oder einer anderen einmaligen Identifizierung zusammensetzt (z. B. https://name.de/kontakt/).

Homepage: Eigentlich ist es nur die Startseite des Internetauftritts, die sich normalerweise nach Eingabe der Domain ohne Zusätze (https://name.de) öffnet. Umgangssprachlich verwenden aber viele den Begriff Homepage auch, wenn Sie die Website als Ganzes meinen. Die Homepage gibt es nur ein Mal und sie hat die Aufgabe, die Besucher kurz und ansprechend über den Inhalt der Website / das Angebot eines Unternehmens zu informieren. Mittels Links oder Buttons werden sie animiert, von dort aus weitere Seiten mit zusätzlichen Informationen, Kauf-, Buchungsmöglichkeiten, usw. zu besuchen. Die Homepage bildet somit das Aushängeschild, das Interessenten „in den Laden“ locken soll.

Landing Page: Auch dieser Begriff wird oft falsch verwendet. So kann eine Homepage / Startseite u. U. auch eine Landing Page sein, ist es aber i. d. R. nicht. Landing Page bezeichnet jede beliebige Seite, die (reinen) Marketing-Zwecken dient. Sie soll möglichst ohne Umwege die Website-Besucher dazu bringen, Kunde zu werden, ein Produkt zu kaufen oder eine Dienstleistung zu buchen. Innerhalb eines Internetauftritts könnte es auch mehrere Landing Pages für unterschiedliche Zielgruppen geben.

Blog: Der oder das Blog ist im ursprünglichen Sinne ein Online-Tagebuch. Er besteht aus einzelnen Seiten zu bestimmten Themen – Beiträge (engl. posts) oder Artikel genannt – hat also einen überwiegend informativen Charakter. In vielen Fällen ist der gesamte Internetauftritt ein Blog, zunehmend häufiger aber nur ein Teilbereich einer Website die bestimmte Dienstleistungen / Produkte anbietet. Mittels eines Blogs vermittelt der Inhaber dem Besucher dann tiefergehende Zusatzinformationen oder Nachrichten aus dem Unternehmen.

Während eine „reine“ Website überwiegend statische Inhalte hat, ist ein Blog immer dynamisch. Das bedeutet, dass regelmäßig neue Beiträge dazukommen. Diese sind chronologisch in einem oder mehreren speziellen Blog-Verzeichnissen / Archiven aufgelistet. Auch Nachrichten-Websites sind eigentlich eine Art Blog, wobei dort das Blog-Verzeichnis gleichzeitig die Startseite/ Homepage ist.

Welches ist die richtige Domain?

Um im Internet präsent zu sein und gefunden zu werden, benötigt Ihre neue Website zunächst eine Internet-Adresse (= URL, Domain). Am professionellsten ist eine Second-Level-Domain, die sich nur aus einem Namen und einer First-Level-Domain wie .de, .org etc. zusammensetzt. Diese können Sie bei Domain-Händlern wie checkdomain oder United Domains „kaufen“. Oder, was meistens sinnvoller ist, Sie lassen sie bei dem Unternehmen registrieren, bei dem Sie Ihre neue Website auch hosten (s. u.) möchten.

Die Kosten für eine Domain können recht unterschiedlich sein. Einerseits kommt es darauf an, wie hoch die Domain bewertete ist bzw. welche First-Level-Domain Sie wählen. In Deutschland sind .de-Domains oft günstiger als internationale Varianten. Andererseits ist der Preis auch abhängig davon, wo Sie sie registrieren lassen. Bei manchen Hosting-Anbietern ist die Domain im Hosting-Paket enthalten, wird quasi als kostenlose Zugabe vermarktet.

Mehr Informationen zum Thema Domain, die unterschiedlichen Varianten und deren Vor- und Nachteile finden Sie im eb Webdesign Hilfecenter unter dem Stichwort Domain.

Aufgrund der Menge an bereits existierenden Websites kann es passieren, dass Ihre Wunsch-Domain nicht frei ist. Versuchen Sie es dann zunächst mit einer anderen Endung (statt .de vielleicht .com o. ä.) oder (bei Namen) Schreibweisen mit und ohne Bindestrich, bevor Sie eine vollkommenen andere (Fantasie-) Bezeichnung in Erwägung ziehen.

Ohne Hosting keine neue Website

Nachdem Sie sich nun Gedanken über die Internetadresse gemacht haben, benötigen Sie ein Hosting für Ihre neue Website. Hosting bzw. Webhosting bedeutet, dass Sie einen Online-Speicherplatz (engl. Webspace) auf einem Server mieten, damit Ihre neue Website weltweit von jedem jederzeit und mit jedem Browser aufgerufen werden kann.

Hierzu legen Ihr Hosting-Anbieter, Ihr Webdesigner oder Sie selbst eine oder mehrere Datenbank/en an. In einer Datenbank werden alle Bestandteile und Inhalte Ihrer Website systematisch und dauerhaft gespeichert. Es ist also eine Sammlung von Dateien, zu denen auch Ihr Redaktionssystem (CMS = Content Management System) gehört. Dieses ist zumindest für Sie selbst der wichtigste Teil, da Sie darüber Ihre neue Website gestalten, mit Inhalt füllen und pflegen.

Hinsichtlich des Webhostings gibt unterschiedliche Varianten. Einerseits hat die Art und Qualität des Hostings und des Servers Auswirkungen auf die Performance (Leistung) und somit auf die Ladezeit Ihrer Website. Andererseits beeinflusst sie auch die Möglichkeiten, die Sie später bezüglich des Zugriffs auf die Datenbank und die gesamte Website-Gestaltung haben.

Außerdem gibt es normalerweise Grenzen hinsichtlich des Umfangs (maximale Datenmenge) Ihrer Website und des Datenverkehrs, also der maximalen Anzahl an Zugriffen (engl. Traffic), die der Server zu einem bestimmten Zeitpunkt verarbeiten kann. Darüber hinaus sollte der Hosting-Anbieter auch das Mail-Hosting für eine oder mehrere professionelle E-Mail-Adressen für Ihre neue Website übernehmen können.

Nicht zuletzt gehört die Verschlüsselung (SSL-Zertifikat) zu einem guten Hosting dazu. Viele Browser blockieren schon heute unsichere Websites oder versehen sie mit einem Warnhinweis. Auch ist das Ranking unverschlüsselter Websites i. d. R. schlechter. Leider ist ein SSL-Zertifikat bei einigen Anbietern immer noch eine Sonderleistung, die diese je nach Qualität des Zertifikats oft teurer als das eigentliche Hosting-Paket verkaufen.

Erkundigen Sie sich vorher, ob Sie den Webspace auf dem Server alleine nutzen oder mit wie vielen anderen Websites Sie ihn teilen müssen (Shared Hosting). Für einen wirklich professionellen Internetauftritt und erst recht für eine Unternehmens-Website sind die Shared-Hosting-Angebote generell nicht zu empfehlen. Falls Sie Ihre neue Website eventuell später ausbauen und Kunden von Ihrem Angebot überzeugen wollen, ist ein gutes Hosting umso wichtiger.

Welcher Hoster ist der Richtige?

Nicht nur bei der Art der Server-Nutzung gibt es Unterschiede, sondern auch beim Geschäftsmodell der Anbieter. Einerseits finden Sie Hoster, die eigene Server betreiben und andererseits Reseller, die Speicherplatz bei einem Server-Betreiber anmieten und diesen dann (häppchenweise) weitervermieten.

Um welche Geschäftsform es sich handelt, ist manchmal nur schwer zu ermitteln. Viele Reseller treten nicht offen als solche auf, haben die Information über den eigentlichen Server-Betreiber und -Standort auf ihrer Website gut versteckt oder geben diesbezüglich gar keine Auskunft. Grob können die Geschäftsmodelle in sechs Gruppen unterteilt werden, wobei die Übergänge fließend sind.

1. Originäre Hoster

Zur dieser Gruppe gehören beispielsweise Hetzner, webgo oder das noch relativ junge Unternehmen luckycloud. Hierbei handelt es sich um Anbieter, deren Schwerpunkt auf cloud-basierten Business-Lösungen liegt, zu denen u. a. auch das professionelle Hosting von Websites gehört.

In der Regeln bieten diese, auf Unternehmen ausrichteten Hoster kein Shared-Hosting und keine vorgefertigten Homepages an. Zwar bezahlen Sie für die hohe Hosting-Qualität den entsprechenden Preis, hinsichtlich der Gestaltung und dem Betrieb Ihrer Website gibt es jedoch so gut wie keine Einschränkungen.

2. Allrounder

Eigentlich gehören sie noch zur ersten Gruppe, wenn auch mit gewissen Einschränkungen. Da bei Anbietern wie Strato, Telekom oder 1&1 IONOS das Webhosting nur ein Nebenprodukt ihrer breitgefächerten Produktpalette ist, führe ich sie dennoch separat auf.

Bei ihnen können Sie sowohl Shared-Hosting als auch Business-Hosting-Verträge abschließen, wobei die Kosten für hochwertiges Webhosting etwa auf dem Niveau der originären Hoster liegt.

3. Spezialisten

Hierzu zähle ich Anbieter wie all-inkl.com oder Mittwald, die sich mehr oder weniger auf das Hosting von Websites spezialisiert haben. Letzterer richtet sein Angebot jedoch eher an Gewerbetreibende und Agenturen und weniger an Kunden, die eine kleinere neue Website planen.

Die meisten Unternehmen dieser Kategorie bieten recht preisgünstige Lösungen an, bei denen es sich jedoch i. d. R. um Shared-Hosting handelt, das wenig Individualität zulässt. Das Preisniveau für ein wirklich professionelles Hosting unterscheidet sich auch bei dieser Gruppe kaum von dem der zuvor genannten.

4. Paketanbieter

Viele, insbesondere „kleinere“ deutsche Websites sind aus Kostengründen bei Unternehmen gehostet, die nicht nur pures Webhosting (mit einem CMS) anbieten, sondern gleich fertige Pakete verkaufen. Relativ beliebt ist beispielsweise one.com aus Schweden, deren Server in Dänemark stehen. Die Qualität des Hostings lässt jedoch häufig zu wünschen übrig.

Wie der von mir gewählte Name Paketanbieter schon vermuten lässt, bekommen Sie bei diesen Unternehmen nicht nur einen Webspace mit einem, u. U. anbietereigenen CMS. Im Paket enthalten ist auch eine Auswahl an vorgefertigten Homepages oder ein Homepage-Baukasten, so dass Sie nur wenige Möglichkeiten zur wirklich individuellen Gestaltung haben. Dafür finden Sie hier eben sehr kostengünstigste Lösungen.

5. Rund-um-sorglos Anbieter

Zuletzt wären da noch Anbieter wie wix.com, wordpress.com oder weebly zu nennen. Zu deren primärer Zielgruppe gehören überwiegend Kunden mit wenigen bis keinen Vorkenntnissen, die relativ unkompliziert eine neue Website erstellen möchten. Technische und rechtliche Schwachstellen interessieren diesen Kundenkreis dabei (leider) nicht – Hauptsache die neue Website ist schnell im Netz.

Obwohl die Rund-um-sorglos Angebote, zumindest auf den ersten Blick, ausgesprochen günstig sind, sind sie für professionelle Internetauftritte nicht geeignet. Denn die Preisstruktur ist nur möglich, weil sie mit Shared-Hosting, Werbebannern und/oder Sub-Domains sowie einer vorgegebenen, begrenzten Anzahl an Vorlagen arbeiten. Deshalb wird Ihre neue Website niemals Ihren eigenen Stil zeigen, sondern so wie dutzende anderer aussehen, nur eben mit Ihren Texten und Bildern.

6. Webdesigner / Agenturen

Unabhängig davon, ob es sich um eine Agentur mit mehreren Mitarbeitern oder um eigenständige Webdesigner handelt, fungieren sie häufig auch als Reseller. Sie entwickeln und gestalten nicht nur Ihren Internetauftritt, sondern sie bieten zusätzlich ein Webhosting bei einem bestimmten (Partner-)Unternehmen an.

Da das Kerngeschäft der Agenturen das Entwickeln von Websites ist, richten sich die Preise in erster Linie nach dem Programmier-Aufwand. Darüber hinaus haben Sie keinen Einfluss das Hosting, sondern müssen sich auf die Aussagen der Agentur verlassen. Gerade in dieser Branche gibt es jedoch große Qualitätsunterschiede (s. u.).

Obwohl viele Anbieter der zweiten bis vierten und sechsten Gruppe mit einem Hosting auf (eigenen) deutschen Servern werben, nutzen sie u. U. auch Server von AWS (Amazon Web Services) und/oder Dienste von Google. Dies ist datenschutzrechtlich umstritten. Zwar stehen deren Server u. a. auch in Deutschland, als US-Unternehmen unterliegen sie jedoch trotzdem der US-Gesetzgebung. Die Anbieter der 5. Gruppe fallen für deutsche Websites hinsichtlich der Einhaltung der Vorschriften der DSGVO komplett durch.

Achten Sie darauf, dass es sich um ein deutsches Unternehmen mit Server-Standorten in Deutschland (und/oder evtl. in der EU) handelt, die keine Verbindung zu US-Servern aufbauen oder Dienste von US-Anbietern nutzen, damit Sie später auf Ihrer Website keine Probleme mit dem Datenschutz (Datentransfer in Drittländer) bekommen.

Verwaltung und Redaktion der Website

Die neue Website bei einem guten Anbieter und auf einem guten Server zu hosten, ist nur der erste Schritt zum Erfolg. Nicht weniger wichtig ist die Wahl des richtigen Redaktionssystems (engl. CMS = Content Management System). Denn damit müssen sowohl Sie selbst als auch ein eventuell beauftragter Webdesigner zurecht kommen.

Das CMS bildet die Basis, auf der eine neue Website überhaupt erst entstehen kann. Es gibt viele unterschiedliche Systeme (eine Übersicht der Marktanteile finden Sie in meinem Beitrag über schlecht gemachte Webseiten). Manche Hoster bieten mehrere Systeme zur Auswahl an, wobei die Preise je nach CMS variieren können. Bei anderen gibt es nur ein Standard-Angebot. Entweder Sie akzeptieren das oder Sie suchen sich einen anderen Hoster.

Alle (Redaktions-)Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. In Deutschland am weitesten verbreitet sind Joomla, TYPO3, WordPress und Shopify. Während Sie mit den drei Erstgenannten prinzipiell alle Arten von Websites erstellen können, ist Shopify (wie der Name schon andeutet) speziell für reine Online-Shops konzipiert. Deshalb gehe ich im Folgenden nicht näher darauf ein.

Fragen Sie nach den Zugriffsmöglichkeiten, über die Sie Ihre neue Website verwalten können. Nur über die Website des Hosting-Anbieters oder direkt auf ein „eigenes“ CMS? Wie können Sie oder Ihr Webdesigner auf die Datenbank zugreifen: Gar nicht, über die Website des Anbieters, per (S)FTP oder über eine andere Verwaltungsplattform?

Joomla

Das Open Source CMS Joomla wirbt mit besonderer Anwenderfreundlichkeit sowohl für Laien als auch für Entwickler, da es sich aus Komponenten, Modulen und Plugins zusammensetzt. Es erinnert somit ein bisschen an die modernen Baukastensysteme, bei denen sowohl die neue Website als Ganzes als auch einzelne Webseiten per Drag & Drop gestaltet werden. Was sich recht einfach anhört, hat aber mehrere Nachteile. Entwickler kommen bei der Erstellung wirklich individueller Websites relativ schnell an Ihre Grenzen, zumal sie nur wenige Basis-Themes zur Auswahl haben und die einzelnen Komponenten in den Details nur eingeschränkt anpassbar sind.

Auch der Editor (die Oberfläche zur Eingabe von Inhalten der einzelnen Webseiten) ist bei Joomla etwas in die Jahre gekommen. So sind Einzelfall-Änderungen des Layouts z. B. für einzelne Textabschnitte vor allem ohne HTML-Kenntnisse relativ kompliziert. Insofern ist das System insbesondere für Nicht-Fachleute nicht sehr geeignet. Eine wirklich professionelle, genau auf Ihre Bedürfnisse und Anforderungen abgestimmte neue Website zu erstellen, die nicht nur gut aussieht, sondern auch technisch und rechtlich einwandfrei ist, ist selbst mit Programmierkenntnissen relativ aufwendig.

TYPO3

Ebenfalls Open Source ist TYPO3. Obwohl der Marktanteil dieses CMS kontinuierlich zurückgeht, gibt es immer noch nicht wenige Webdesigner, die darauf schwören und es als die einzig wahre Grundlage zur Programmierung von Websites ansehen. Einerseits mag das aus der Sicht passionierter Programmierer, die jedes bisschen Code selbst „erfinden“ und damit ihr Können unter Beweis stellen wollen, auch stimmen. Andererseits ist genau das „selbst programmieren müssen“ auch der Nachteil dieses Systems.

Zwar lassen sich mit TYPO3 alle erdenklichen individuellen Projekte umsetzen, für den Endkunden, der i. d. R. kein Profi-Entwickler ist, ist das System jedoch nicht ideal. Eine spätere Bearbeitung der Inhalte oder kleinerer Änderung am Layout sind sehr umständlich. Es bedarf einer längeren Einarbeitungszeit, um ein halbwegs akzeptables Resultat zu erzielen. Infolgedessen werden Sie, sofern Sie Ihre neue Website auf Dauer aktuell halten möchten, selbst bei kleinen Anpassungen immer wieder auf eine Überarbeitung durch den Entwickler angewiesen sein.

Da dies wiederum neue Kosten verursacht, die vor allem kleinere Unternehmen und Privatkunden scheuen, altern diese Websites meistens so langsam vor sich hin. Ohne nennenswerte technische, inhaltliche und optische Aktualisierungen werden sie auf Dauer immer unattraktiver, was sich wiederum negativ auf das Gewinnen neuer Kunden auswirken kann.

WordPress

Obwohl einige Webdesigner das freie Open Source CMS von WordPress.org immer noch abschätzig belächeln, sollte sie nicht nur dessen alle anderen weit hinter sich lassender Marktanteil zum Umdenken anregen. Mit WordPress werden heute nicht mehr nur kleine Hobby-Projekte realisiert, sondern auch große Unternehmen entwickeln ihre Internetauftritte mit WordPress. Denn das System bietet nicht nur alles, was ein professioneller Entwickler benötigt, auch Nicht-Fachleute können hiermit Ihre neue Website vergleichsweise problemlos pflegen.

Vorausgesetzt das Hosting stimmt, haben Webdesigner oder Sie selbst mit WordPress alle Freiheiten und Möglichkeiten, sogar sehr komplexe Projekte umzusetzen. Hierfür stehen Ihnen über 8.000 Themes – vom One-Pager über einfache kostenlose Themes bis hin zu hochwertigen Premium-Versionen – zur Verfügung. Darüber hinaus bietet WordPress über 58.000 Plugins an, so dass für jede Funktion ein entsprechendes Plugin existiert. Selbstverständlich können auch eigene Codes geschrieben, eingefügt oder existierende verändert werden. Insofern steht WordPress TYPO3 in nichts mehr nach.

Zu den wirklich unbegrenzten Gestaltungsmöglichkeiten bei WordPress kommt noch ein weiterer Plus-Punkt – der Editor. Zwar ist das Nutzen der klassischen Variante möglich, aber mit dem Gutenberg-Editor hat das System noch einmal an Qualität gewonnen. So können sie mit wenigen Klicks viele kleinere Anpassungen seiten-spezifisch vornehmen, ohne in die übergeordnete Programmierung eingreifen zu müssen. Nicht zuletzt erleichtert das den späteren Umgang mit den Inhalten ihrer Webseiten und Sie sind eher motiviert, Ihre neue Website auch zukünftig zu pflegen.

Auch wenn Sie Ihre Website komplett selbst erstellen wollen und nicht über nennenswerte Programmierkenntnisse verfügen, treffen Sie mit WordPress die richtige Wahl. Nach einer kurzen Orientierungsphase können Sie dank des

  • übersichtlichen Dashboards,
  • der komfortablen Installations- und Upload-Möglichkeiten,
  • des Customizers (zur Anpassung des Layouts der Website)
  • und des „you-get-what-you-see“ (Sie bekommen, was Sie sehen)-Editors

selbst mit einem kostenlosen Theme immer noch ein insgesamt besseres Resultat erzielen, als mit den „fertigen“ Paketen der Hosting-Anbieter.

Vertrauen Sie nicht blind den Werbeaussagen und den Wow-Effekten auf den Beispielseiten der Anbieter. Dabei speilt es keine Rolle, wie groß Ihre neue Website sein wird und wer sie erstellt, das Redaktionssystem von WordPress ist aktuell die erste Wahl für einen professionellen Internetauftritt.

Basis-Design für die neue Website

Unabhängig davon, ob Sie Ihre neue Website selbst erstellen oder einen Profi damit beauftragen wollen, stellt sich die Frage nach dem Layout. Wie soll Ihre neue Website und besonders deren Startseite gestaltet und gegliedert sein und welche einzelnen Elemente und Funktionen soll sie enthalten?

Natürlich können Sie Ihre neue Website von Grund auf selbst programmieren, d. h. jede einzelne Code-Zeile schreiben (lassen). Bei den meisten Websites würde der Aufwand jedoch in keinem Verhältnis zum Ergebnis stehen. Deshalb basieren moderne Websites heute i. d. R. auf Themes.

Bei einem Theme handelt es sich um eine Zusammenstellung von grafischen Elementen, die das Aussehen von Benutzeroberflächen von Betriebssystemen, Computerprogrammen und Webseiten bestimmen. Innerhalb eines Systems bildet ein Theme eine in sich geschlossene Einheit, die ausgelagert ist und einzeln geladen wird. Dieser Ansatz erlaubt es, das Theme mit geringem Aufwand auszutauschen, ohne dabei andere Funktionseinheiten des Systems zu beeinflussen.

Quelle: arocom.

Vor allem die meisten Premium-Themes sind heute so gut programmiert und so flexibel, dass für eine professionelle neue Website „das Rad nicht neu erfunden werden muss“. Neben Premium-Themes gibt es in diesen Zusammenhang noch drei weitere Optionen.

Kostenlose Themes

Innerhalb des WordPress-CMS können Sie beispielsweise selbst einfach ein kostenloses Theme, das Ihnen gefällt, hochladen. Falls Sie ein komplettes Hosting-Paket gebucht haben, ist meistens bereits eine bestimmte Anzahl Themes zur Auswahl enthalten. Sie brauchen für Ihre neue Website nur noch das passende aktivieren. Sollte es Ihnen dann doch nicht gefallen, können Sie es ohne finanzielle Verluste durch ein anderes ersetzen.

Abgesehen von der Kostenersparnis sind die Vorteile, dass Sie relativ schnell ein ansehnliches Resultat erzielen und die notwendigen Grundeinstellungen sehr überschaubar sind. Letzteres ist aber auch gleichzeitig der Nachteil. Denn die Möglichkeiten, das Gesamt-Layout, Farben, Schriften, Abstände, etc. zu ändern ist recht begrenzt. Darüber hinaus lässt sich auch der Werbe-Hinweis auf den Entwickler bzw. Anbieter im Footer (Powered by …) i. d. R. weder ausblenden noch an eine andere Stelle verschieben.

Falls Sie nur eine kleinere, mehr oder weniger private Website planen oder erstmal klein anfangen wollen, wäre ein kostenloses WordPress-Theme den beiden folgenden Varianten vorzuziehen. Mit einem kostenlosen WP-Theme bekommen Sie eine relativ individuelle neue Website mit einem kleinen „Werbe-Makel“ im Footer.

Page Builder

Um den Funktionsumfang insbesondere von kostenlosen Themes zu erweitern, wird häufig die zusätzlich Installation eines Page Builders (Seitenbaukastens) angeboten oder sogar empfohlen. Häufig ist in den fertigen Paketen ein Page Builder bereits vorinstalliert. Laut Werbeaussage vereinfacht es sehr die Gestaltung der Website. Abhängig davon, ob Sie die kostenlose oder die Pro-Version eines Page Builders verwenden, erhalten Sie eine großen Auswahl an Gestaltungselementen und Bausteinen, die Sie per Drag & Drop an die von Ihnen gewünschte Stelle der Seite ziehen. Zwar können viele der einzelnen Elemente zusätzlich noch angepasst werden, tatsächlich geschieht dies jedoch selten. Denn die Möglichkeit zur Detailanpassung ist wiederum weniger intuitiv gelöst.

Neue Website - Vergleich Baukasten Gutenberg
Vergleich Page Builder – Gutenberg Editor [Screenshots: eb] (+)

Um diesen großen Funktionsumfang überhaupt verwenden zu können, sind zusätzlich installierte Plugins Voraussetzung. Ohne diese funktioniert auch der Page Builder nur sehr eingeschränkt oder gar nicht. Daraus ergeben sich zwei große Nachteile für Ihre neue Website:

Alle Page Builder wirken sich negativ auf die Ladezeit aus, da auch Elemente und Plugins, die Sie gar nicht einsetzen, immer im Hintergrund mit geladen werden. Außerdem sind alle Page Builder von Haus aus nicht DSGVO-konform. Sie nutzen Google Schriften und bieten Funktionen an, die ohne selbst vorzunehmende einschränkende Maßnahmen in der EU nicht zulässig sind. Darüber hinaus verführt das große Angebot und das einfache Einfügen dazu, die neue Website mit Spielereien zu überladen und Funktionen einzubauen, die nicht notwendig sind und eher von den, vom Besucher gewünschten, Informationen ablenken als sie hervorzuheben.

Insbesondere wenn Sie mit WordPress und dem Gutenberg-Editor arbeiten, ist ein Page Builder überflüssig. Alle Standard-Elemente sind dort bereits enthalten und lassen sich per Klick einfach einfügen. Und für außergewöhnlichere Funktionen ist die Nutzung eines speziellen Plugins besser als die Vorab-Installation vieler Plugins für alle Eventualitäten.

Fertige Homepages

Unter fertigen Homepages verstehe ich die in Hosting-Paketen oder bei den Rund-um-sorglos Anbietern (s. o.) enthaltenen Vorlagen. In der Regel handelt es sich um eine Auswahl mehrerer Themes für unterschiedliche Zwecke plus Page Builder und Plugins, die der Anbieter bereits entsprechend angepasst hat. Sie als Kunde brauchen sich um gar nichts mehr zu kümmern, sondern ersetzen einfach nur die vorhandenen Platzhalter durch Ihre eigenen Texte. Da bei diesen Homepages oft auch schon eine Reihe von Bildern, Piktogrammen und Icons enthalten sind, brauchen Sie noch nicht einmal Ihre eigenen Bilder hochzuladen.

Was sich so super komfortabel anhört, hat gleich mehrere große Nachteile für Ihre neue Website. Bei jedem Aufrufen wird das gesamte Paket (s. auch Page Builder) geladen, unabhängig davon, welche Funktionen tatsächlich in Verwendung sind (= Bloatware). Darüber hinaus sind auch diese fertigen Homepages normalerweise nicht DSGVO-konform.

Fertige Homepages sind ein Produkt von der Stange – mehr Schein als Sein. Teilweise enthalten Sie zwar mehr Spielereien als die meisten frei programmierten Seiten, dem Gesamtaufbau fehlt jedoch jegliche Individualität und der Mehrwert für die Besucher ist sehr fraglich.

Premium-Themes

Einerseits können Sie die meisten kostenlosen Themes upgraden. Andererseits gibt es aber auch einige Theme-Entwickler, die nur Premium-Themes anbieten. In jedem Fall benötigen Sie eine Lizenz, um sie verwenden zu können, wobei die Preise und die Verkaufsart variieren. Manche Entwickler bieten ein Abo-Modell an, das Sie jedes Jahr erneuern müssen. Falls es sich um ein Upgrade eines kostenlosen Themes handelt, können Sie es jedoch auch weiter nutzen, wenn Sie die Lizenz verfallen lassen. Allerdings erhalten Sie dann keinen Premium-Support und keine Premium-Aktualisierungen mehr.

Bei anderen Entwicklern können Sie eine lebenslange Lizenz erwerben. Da diese teuerer ist, zahlt es sich erst aus, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie das Theme über mehrere Jahre nutzen werden. Sofern Sie es mit einem seriösen Entwickler zu tun haben, brauchen Sie jedoch anschließend nicht zu befürchten, keine Updates mehr zu bekommen – vorausgesetzt, der Entwickler stellt nicht seine Arbeit ein.

Neue Website - Vergleich Kostenlose vs Premium-Theme1
Vergleich: Kostenloses vs Premium-Theme 1 (+)
Neue Website - Vergleich kostenloses vs Premium-Theme 2
Vergleich: Kostenloses vs Premium-Theme 2 (+)
Neue Website - Vergleich kostenloses vs Premium-Theme 3
Vergleich: Kostenloses vs Premium-Theme 3 (+)
Neue Website - Vergleich kostenloses vs Premium-Theme 4
Vergleich: Kostenloses vs Premium-Theme 4 (+)

Der einzige Nachteil, der Preis, steht zahlreichen Vorteilen gegenüber. So erhalten Sie ein hochwertiges Theme und können Ihre neue Website wirklich individuell gestalten. Einerseits liefern viele Entwickler ebenfalls Homepage-Vorlagen mit, die aber i. d. R. sauberer programmiert sind als die „fertigen Homepages“. Auch haben Sie selbst bei vorgefertigten Vorlagen die Möglichkeit, nicht benötigte Funktionen zu entfernen und/oder sie gemäß den Anforderungen der DSGVO anzupassen.

Andererseits können Sie für Ihre neue Website auch nur die Basis-Funktionen verwenden und alles drum herum neu und individuell aufbauen. Dementsprechend installieren Sie nur die Plugins, die Sie tatsächlich brauchen. Des Weiteren haben Sie mit einem Child-Theme die Möglichkeit, das Aussehen und die Funktionen beliebig mit eigenen Codes anzupassen, zu erweitern oder zu verändern. Viele Entwickler stellen auf Ihren Websites auch eine Dokumentation zur Verfügung, in der Sie viele nützliche Tipps und Anregungen finden.

Auch wenn Sie Ihre neue Website selbst erstellen wollen, zahlt sich die Investition in ein Premium-Theme in jedem Fall aus. Falls Sie die Kosten scheuen, wäre die Verwendung eines kostenlosen Themes ohne Page Builder die zweitbeste Lösung. Die beiden anderen Optionen scheinen zwar für Laien komfortabler zu sein, um sie korrekt zu verwenden, ist trotzdem einiges an Hintergrundwissen erforderlich. Schon allein aufgrund der Bloatware und der DSGVO-Problematik rate ich davon ab.

Wer entwickelt eine neue Website?

Wenn Sie eine neue Website planen, stellt sich die Frage, ob Sie diese selbst erstellen oder einen Profi beauftragen. Nicht unwesentlich für diese Entscheidung ist, welchen Umfang und welche Funktionen Ihre neue Website haben soll und welche Zielgruppe Sie damit ansprechen wollen. Einerseits empfiehlt es sich immer, jemanden an der Seite zu haben, der sich zumindest ein bisschen auf diesem Gebiet auskennt. Andererseits stoßen Sie spätestens bei Geschäfts- und Unternehmensseiten relativ schnell an Ihre Grenzen, weshalb es sinnvoll ist, von Anfang an einen Profi einzuschalten.

Um eine neue Website erfolgreich zu erstellen und zu betreiben, sind zumindest Basis-Kenntnisse der einschlägigen Gesetze und Design-Standards notwendig. Außerdem sollten Sie sich über die Anforderungen hinsichtlich Fotobearbeitung, Textgestaltung, Benutzerfreundlichkeit und SEO informieren.

Im Internet werden Ihnen bei der Suche nach Fachleuten für die Erstellung von Websites mehrere (Berufs-)Bezeichnungen begegnen. Worin unterscheiden sie sich oder sind es nur mehrere Namen für ein und dasselbe Tätigkeitsfeld?

Web-Entwickler

Web-Entwickler (Web-Developer) sind Programmierer, die mittels web-spezifischer Programmier- und Skript-Sprachen Software für Webanwendungen und Apps entwickeln. Hierfür müssen sie u a. HTML, HTML5, XHTML; CSS, CSS3; XML und XSLT; JSON; JavaScript/AJAX; PHP5 und PHP7 sowie die Prinzipien der objekt-orientierten Programmierung (OOP) beherrschen.

Bezogen auf einen Internetauftritt sind Web-Entwickler diejenigen, die für das Grundgerüst und die Grundfunktion einer Website sorgen. Zwar ermöglichen ihre Leistungen und Produkte (z. B. CMS, Theme, Plugins, etc.) überhaupt erst den Betrieb einer Website, Sie als Website-Inhaber/in werden aber kaum je in direkten Kontakt mit den Web-Entwicklern kommen.

Website-Entwickler

Manche Webdesigner bezeichnen sich als Website-Entwickler, um sich von Designern/Grafikern abzugrenzen und zu betonen, dass Sie nicht nur Gestalter, sondern auch Programmierer sind. Zwar gibt es den Begriff Website-Entwicklung für einen Teilbereich des Webdesigns, den Beruf eines Website-Entwicklers gibt es jedoch nicht.

Webdesigner

Allgemein gesagt sind Webdesigner diejenigen, die einen Internetauftritt erstellen und ihn im Netz auffindbar machen. Folglich sind sie die Ansprechpartner, wenn es um eine neue Website oder das Überarbeiten bestehender Websites geht.

Da Webdesigner keine geschützte Berufsbezeichnung ist und es keine festgelegte Ausbildung dafür gibt, kann sich im Prinzip jeder so nennen. Dementsprechend reicht die Palette von Freizeit-Webdesignern, die damit etwas dazu verdienen wollen, über Grafik-Designer mit Zusatzkenntnissen und Marketing-Spezialisten bis hin zu studierten Informatikern. Daraus erklären sich auch die riesigen Qualitätsunterschiede in dieser Branche. Dasselbe trifft auch auf Webdesign-Agenturen zu, die zwar professioneller klingen, deren Arbeit aber nicht zwangsläufig auch qualitativ hochwertiger ist.

Backend- / Frontend-Entwickler

Backend-Entwickler (Backend-Developer) kümmern sich um die serverseitige Programmierung von Websites. Sie entwickeln und warten die Datenbanken einschließlich der dort installierten Software und sorgen dafür, dass Ihre neue Website reibungslos funktioniert. Sie wirken also nur im Hintergrund. Als Benutzer oder Inhaber einer Website haben Sie mit ihrer Programmier- und Wartungstätigkeit nichts zu tun, denn Sie sehen nur, ob Ihre Website optimal läuft oder ob es irgendwo hakt, aber nicht woran es liegt.

Anders sieht es bei Frontend-Entwicklern (Frontend-Developern) aus. Deren Tätigkeitsfeld überschneidet sich mit dem qualifizierter Webdesigner.

Leistungen von Webdesignern / Webdesign-Agenturen

Zu den Aufgaben von Webdesignern gehört im Wesentlichen alles, was Sie und die Besucher einer Website tatsächlich sehen. Da in dem Begriff Webdesign nicht nur Design, sondern auch Web steckt, überschneiden sich die Aufgaben teilweise mit denen von Web-Entwicklern / Backend-Entwicklern.

Selbstverständlich ist die Fähigkeit, eine neue Website optisch gestalten zu können, die Minimalanforderung an einen Webdesigner. Während die Kenntnisse insbesondere bei „Hobby-Webdesignern“ oft nicht wesentlich darüber hinaus gehen, beherrschen die Profis zusätzliche Teilbereiche rund um Ihre neue Website: Technik, Recht, Grafik-Design, SEO und Marketing. Die Übergänge vom Laien mit Grundkenntnissen zum Top-Experten sind fließend.

Je nach Größe beschäftigen Webdesign-Agenturen nicht nur (mehrere) Webdesigner, sondern auch Web-Entwickler, Grafiker, Texter und/oder Marketing-Fachleute. So arbeitet an einem Projekt mitunter ein ganzes Team, dessen Mitglieder jeweils ihren, für das Gesamt-Projekt erforderlichen, Teilbereich betreuen.

In den folgenden Ausführungen schließt die Bezeichnung Webdesigner sowohl Selbstständige als auch Webdesign-Agenturen ein.

Basis-Gestaltung

Was bereits über die Kompetenzen von Webdesignern im Allgemeinen gesagt wurde, gilt auch für die Vorgehensweise bei der Gestaltung. Dementsprechend verstehe ich unter Basis-Gestaltung all die Anpassungen, die sich ausschließlich auf die Optik und das Einfügen von Inhalt beziehen. Die hierzu notwendigen Minimalanforderungen an Webdesigner für eine neue Website, für die bereits ein Webhosting existiert, sind

  • Installieren / Aktivieren eines Basis- oder fertigen Themes
  • Anpassen der Farben für Hintergrund, Schrift(en), Links, Buttons (mittels vom Theme vorgegebener Farbtöne)
  • Auswählen der Schrift(en) aus einem vorhandenen Angebot
  • Ersetzen der Platzhalter auf der Startseite durch Ihre Bilder und Texte
  • Erstellen der Pflichtseiten (Impressum und Datenschutz nach Vorlage) sowie weiterer gewünschter Seiten
  • Einfügen des/der Menü/s sowie bereits vorinstallierter Sonderfunktionen (z. B. Kontaktformular)

Manche Webdesigner beschränken sich auf die oben genannten Leistungen und bieten nur wenige fertige Themes, oft in Verbindung mit Page-Buildern, an. So gesehen könnten Sie Ihre neue Website eigentlich auch gleich selbst zusammensetzen.

Nehmen Sie Abstand von solchen, meistens recht günstigen Angeboten. Ihr einziger Vorteil ist, dass Sie Zeit sparen, wenn es ein anderer tut. Hinsichtlich der Qualität des Internetauftritts gibt es jedoch kaum bis keine Unterschiede zu einer von Laien erstellten Website.

Individuelles Webdesign

Webdesigner, die wirklich etwas von ihrem Job verstehen, haben wesentlich mehr zu bieten. Das fängt bei einer wirklich professionellen Gestaltung an:

  • Erarbeiten eines Gesamt-Konzepts für die neue Website
  • Aufbauen / Programmieren einer individuellen Startseite ohne fertiges Theme-Layout und/oder Page-Builder
  • Hinzufügen von Layout-Elementen, auch mittels eigener/bearbeiteter Codes
  • Installieren und Anpassen von Plugins (Sicherheit, Datenschutz, spezielle Funktionen)
  • Frei wählbare Farbgebung für Hintergrund, Schrift(en), Links, Buttons, etc.
  • Installieren und Einbinden von Schrift(en)
  • Anpassen der Schriftgröße für Titel, Überschriften und Text
  • Gestalten eines individuellen Layouts für einzelne Seiten, Beiträge, Archive
  • Erstellen der Pflichtseiten (Impressum und individuelle Datenschutzerklärung) sowie weiterer gewünschter Seiten
  • Einfügen von Inhalten jeglicher Art
  • Erstellen und Einfügen eines oder mehrerer Menüs
  • Einhalten der gesetzlichen Vorschriften (DSGVO, Urheberrecht)

Darüber hinaus können Sie bei professionellen Webdesignern noch einige der folgenden Zusatzleistungen erhalten:

  • DESIGN:
  • Unterstützung der Identität eines Unternehmens durch Corporate Design
  • Erstellen von Logo, Web Icon, Piktogrammen und sonstigen Grafiken
  • Bildbearbeitung
  • Größenanpassung und Komprimieren von Abbildungen
  • INHALTE:
  • Alle Aspekte der Suchmaschinenoptimierung
  • Gliedern und Anpassen von Inhalten (Online-Lesbarkeit, Barrierefreiheit)
  • Optimieren von Titeln und Überschriften
  • Überprüfen von Rechtschreibung und Grammatik
  • Entwerfen und Schreiben von Texten
  • TECHNIK:
  • Unterstützung bei Fragen rund um die Website (Support)
  • Überwachung der Funktion der Website
  • Software-Aktualisierung und Fehlerbehebung über das CMS
  • serverseitige Verwaltung und Wartung
  • Hosting

Außerdem sind vor allem bei größeren Agenturen häufig auch Marketing-Experten (z. B. für die Social Media Präsenz) und Fotografen beschäftigt oder sie arbeiten mit entsprechenden Partnern zusammen, deren Service Sie zusätzlich buchen können.

Prüfen Sie die Leistungsverzeichnisse hinsichtlich des Umfangs der Serviceleistungen und fragen Sie nach, ob es einen (dauerhaften) persönlichen Support gibt, welche Leistungen er umfasst und wie viel dafür berechnet wird.

Welche Kosten sind zu erwarten?

Hinsichtlich der Preisgestaltung gibt es nach oben so gut wie keine Grenzen. Dabei spielt nicht nur der Umfang und der Arbeitsaufwand eine Rolle. So kann Sie eine neue Website sowohl bei Webdesignern als auch bei Agenturen wenige Hundert Euro, aber auch mehrere Tausend Euro kosten. Manche Webdesigner machen in ihrem Leistungsverzeichnis gar keine Preisangaben, andere geben Ihnen anhand der angegebenen Basis-Kosten zumindest einen Anhaltspunkt und manche bieten preisgebundene Komplett-Pakete an.

Ein hoher Preis ist nicht unbedingt ein Garant für Qualität. Überlegen Sie sich vorher, welche Leistungen Sie benötigen und holen Sie diesbezüglich mehrere Angebote ein.

Warum nicht die neue Website selbst erstellen?

Falls es sich nur um eine kleine, mehr oder weniger private Website handelt, könnten Sie es auch selbst versuchen. Aber selbst wenn Sie sich für eine „vorgefertigte“ oder ein „Rund-um-sorglos“- Website entscheiden, können Sie nicht davon ausgehen, dass sie auch wirklich professionell programmiert und in der EU zulässig ist.

  1. Informieren Sie sich über die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen (DSGVO, Urheberrecht, Impressumspflicht)
  2. Überprüfen Sie, ob auf Ihrer Website Verknüpfungen mit Google-Diensten (Fonts, Analytics, Maps, Videos, etc.) bereits vorinstalliert sind
  3. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Hoster, ob es Verbindungen zu externen Servern (z. B. Cloudflare CDN, AWS) gibt

Einfügen von Inhalten

Unabhängig davon, ob Sie Ihre neue Website selbst gestalten oder später Änderungen am Layout oder Inhalt vornehmen wollen, nehmen Sie sich Zeit, sich in das Redaktionssystem einzuarbeiten. Obwohl die modernen Redaktionssysteme sehr an Microsoft Word oder Apple Pages erinnern, gibt es doch einen gewaltigen Unterschied. So weicht die Textgestaltung für Webseiten relativ stark von der für Print-Medien oder sonstige Dokumente ab. Kurz gesagt, Sie schreiben nicht auf Papier und müssen deshalb auch keinen Platz sparen.

Die Struktur der Texte auf Websites wird durch HTML (Hypertext Markup Language) definiert. Wenn Sie die Texte aus Word/Pages in das CMS kopieren, werden die Anweisungen (Fett, Schriftgröße, Farben, Absätze, etc.) von Microsoft/Apple zwar mit übertragen, stellen aber nur unnötigen Ballast dar. Denn die Auszeichnungssprache der normalen Dokumente kann von Browsern nicht interpretiert und angezeigt werden.

Falls Sie Ihre Texte nicht direkt eingeben wollen, sondern Sie auf dem PC vorschreiben, nutzen Sie dafür einen Reintext-Editor. Anschließend führen Sie das Styling im Editor Ihres CMS aus. Sollte Sie zumindest über Grundkenntnisse in HTML verfügen, können Sie auch einen Code-Editor verwenden, in dem Sie die wichtigsten Anweisungen bereits miteinfügen.

Verwenden Sie möglichst für Schriften, Links und Buttons keine blassen Farben auf hellem Hintergrund. Insbesondere von Sehbehinderten, auf kleinen Bildschirmen oder bei sehr heller Umgebungsbeleuchtung sind sie sonst schlecht erkennbar / lesbar. Dasselbe gilt natürlich auch für dunkle Farben auf dunklem Hintergrund. Der Kontrast sollte immer ausreichend groß sein.

Neue Website planen

Neue Website: Fazit

Ohne jegliche Vorkenntnisse eine neue Website zu starten, führt selten zu einem wirklich professionellen Ergebnis.

Wenn Sie eine neue Website planen, überstürzen Sie nichts. Überlegen Sie zuerst, welche Zielgruppe Sie ansprechen möchten sowie welchem Zweck die neue Website dienen und welchen Umfang sie haben soll. Nachdem Sie sich darüber soweit im Klaren sind, prüfen Sie die Hosting-Angebote mehrerer Unternehmen.

Schauen Sie dabei nicht nur auf den Preis. Die wirklich billigen / nahezu kostenlosen Angebote sind nur durch starke Einschränkungen bei der Individualität und persönlichen Unterstützung (auch nach der Fertigstellung) möglich. Darüber hinaus sind die fertigen Pakete was Datenschutz und Sicherheit betrifft fast immer bedenklich bis mangelhaft. Wenn es dumm läuft, wandert das eingesparte Geld irgendwann als Bußgeld in die Staatskasse.

Dasselbe gilt auch für das Redaktionssystem. Bausteine sind zwar ganz praktisch, haben aber mit einem auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmten und fachgerecht umgesetzten Webdesign wenig zu tun. Zwar können Sie Ihre neue Website später ändern und/oder auf einen anderen Server/zu einem anderen Anbieter umziehen, aber das verursacht in jedem Fall zusätzliche Kosten. Gerade bei „Billiganbietern“ erstellte Websites lassen sich i. d. R. auch nicht einfach herunter- und woanders wieder hochladen. Infolgedessen müssten Sie am Ende doch eine vollkommen neue Website einrichten.

Wenn Ihre neue Website geschäftlichen Zwecken dienen und potentielle Kunden oder Besucher außerhalb Ihres Bekanntenkreises ansprechen soll, ist das Beauftragen eines professionellen Webdesigners immer zu empfehlen. Wie auch beim Hosting sollte auch hier der Preis nicht der allein ausschlaggebende Faktor sein. Denn ein hoher Preis bürgt nicht unbedingt für Qualität und ein Webdesigner im mittleren Preissegment kann durchaus qualitativ hochwertige Arbeit leisten.

Vergleichen Sie das Preis-Leistungsverhältnis mehrerer Anbieter und sehen Sie sich die Referenz-Websites kritisch an. Sehen sie alle irgendwie gleich aus, haben sie einen ihrem Zweck entsprechenden individuellen Charakter und passt der Gesamt-Eindruck zu dem jeweiligen Unternehmen / Produkt.

Vereinfacht gesagt, je professioneller die neue Website und je seriöser deren Wirkung sein soll, desto besser sollten das Webhosting und das Webdesign sein. Planen Sie so, dass Sie jederzeit die Möglichkeit haben, Ihre Website zu aktualisieren, zu erweitern und das Design zu überarbeiten oder zu ändern, ohne den Vertrag oder den Anbieter wechseln zu müssen.

Bitten Sie nach Möglichkeit um ein persönliches (kostenloses) Beratungsgespräch, in dem Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen darlegen. Achten Sie darauf, wie Ihr Gesprächspartner darauf eingeht, ob er nur seine „fertigen Produkte“ verkaufen möchte , ob er Ihnen zu mehr rät, als tatsächlich notwendig wäre und ob er Sie ggfs. auch über die Vor- und Nachteile einzelner Optionen informiert. Vor allem erkundigen Sie sich nach dem Service „rundherum“. Viele Webdesigner / Webdesign-Agenturen erstellen zwar Ihre neue Website, kümmern sich aber anschließend nicht mehr darum. Auch bei Nachfragen zur Pflege des Inhalts oder zu Updates werden Sie häufig allein gelassen.

Links zur Website der erwähnten Anbieter:

Keine Affiliate Links. Ich erhalte von diesen Unternehmen keine Provision.

Abbildungen: 1. Bild links Elementor / 2.-5. Bild = Beispiel von Themegrill

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