Share Buttons | Rechtssicheres Teilen mit Shariff

. Veröffentlicht: • Aktualisiert: 2018-12-14

Die gängigen Share Buttons sind nicht EU-DSGVO-konform. Deshalb dürfen sie eigentlich in deutsche und europäische Webseiten nicht mehr eingebaut werden. Die beste Alternative ist der Shariff Wrapper.

Share Buttons

Durch den Einbau von Share Buttons in deine Webseite erleichterst du das Verbreiten deiner Beiträge über soziale Medien.

Share Buttons
Illustration: eb / ebblogs

Ein schnelles und einfaches Teilen deiner Beiträge hat zwei Vorteile. Einerseits müssen Besucher, die andere über einen deiner Beiträge informieren wollen, nicht erst den Link kopieren. Andererseits erreichst du so auch Leser, die vielleicht sonst deine Webseite nie besucht hätten.

Zwar stellen Facebook, Twitter und Co. eigene Codes zur Verfügung, die du dann in deine Webseite integrieren kannst. Aber die Funktionsweise dieser Share Buttons entspricht nicht den Vorschriften der EU-DSGVO.

» Shariff Wrapper Beschreibung
» Alternative

Funktionsweise von Share Buttons

Wenn ein Besucher auf einen der Share Buttons auf deiner Webseite klickt, verbindet sich der Browser mit dem Server des entsprechenden Netzwerks. Nachdem du identifiziert bist, werden deine personenbezogenen Daten automatisch an die Netzwerke weitergeleitet.

Bei den „normalen“ Teilen-Schaltflächen geschieht das, ohne dass du der Weitergabe und Verarbeitung deiner Daten explizit zustimmen musst. Bisher wurde sozusagen angenommen, dass du dein Einverständnis automatisch mit der Nutzung dieser Share Buttons erklärt hast. Dieses Verfahren ist jedoch nicht mehr zulässig.

Denn es bleibt völlig unklar, welche Daten ein Netzwerk von dir sammelt und zu welchem Zweck. Beispielsweise könnte es Profile erstellen und diese zu Werbezwecken nutzen. Und das betrifft auch Besucher deiner Webseite, die gar nicht bei dem jeweiligen Netzwerk angemeldet sind. Wenn deine Webseite z. B. mit den originalen Facebook-Share/Like Schaltflächen arbeitet, trackt Facebook deine Besucher. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese den Button überhaupt nutzen.

Datenschutz-Hinweis

Unabhängig von der Art der Share Buttons, die du verwendest, musst du darüber in deiner Datenschutzerklärung informieren. Jedoch reicht das alleine nicht mehr aus.

Der Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenenbezogener Daten ist ein Grundrecht. Gemäß … hat jede Person das Recht auf Schutz der sie betreffenden personenbezogenen Daten. …
Die Einwilligung sollte durch eine eindeutige bestätigende Handlung erfolgen, mit der freiwillig, für den konkreten Fall, in informierter Weise und unmissverständlich bekundet wird, dass die betroffene Person mit der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten einverstanden ist.

Quelle: EU-DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG 2016

Deshalb ist sowohl die Einbindung der Original-Teilen-Buttons als auch die Nutzung der meisten Social Share Buttons Plugins nicht mehr rechtskonform.

Die 2-Klick-Lösung

Eine Möglichkeit das Datenschutzproblem bei Share Buttons in den Griff zu bekommen, ist die 2-Klick-Lösung. Denn in diesem Fall befindet sich auf der Webseite nur eine funktionslose Grafik. Erst nachdem du auf die Schaltfläche geklickt hast, öffnet sich das Login-Fenster des sozialen Netzwerks.

Wenn du in diesem Netzwerk angemeldet bist, loggst du dich ein. Anschließend kannst du den Beitrag teilen. Falls du bisher nicht bei dem Netzwerk angemeldet bist, kannst du den Beitrag nicht direkt teilen. Erst nach der Anmeldung stimmst du mit dem zweiten Klick der Datenübertragung zu und teilst den Beitrag.

Shariff Wrapper

Um das Einfügen von Share Buttons auf deiner Webseite zu vereinfachen, bietet sich die Installation eines Plugins an. Bei WP gibt es die unterschiedlichsten Varianten. Unter Berücksichtigung der Anforderungen an den Datenschutz bietet sich der Shariff Wrapper für deutsche / europäische Webseiten an.

Optisch und in der Handhabung unterscheiden sich die Shariff Share Buttons nicht von den Schaltflächen anderer Anbieter. Da der Zugriff auf das Netzwerk jedoch auch erst nach dem „zweiten Klick“ möglich ist, ist ihre Nutzung DSGVO-konform.

Einerseits kannst du die statischen Shariff Share Buttons automatisch oberhalb und/oder unterhalb eines Beitrags einfügen (lassen). Andererseits hast du auch die Möglichkeit, den Shariff Code sowohl an beliebiger Stelle einer Seite als auch in einem Widget einzusetzen.

Installation bei WordPress

Wie andere WordPress Plugins auch installierst du den Shariff Wrapper direkt im WP Backend.

Schritt 1:

+ WP-Dashboard
++ Plugins
+++ Installieren
++++ Shariff Wrapper in die Suchleiste eingeben
+++++ Shariff Wrapper installieren

Schritt 2:

+ Plugin aktivieren
++ WP-Dashboard
+++ Einstellungen
++++ Shariff

Im Shariff-Fenster kannst du nun verschiedene Voreinstellungen vornehmen.

Netzwerke

Zuerst entscheidest du dich, mit welchen Netzwerken deine Beiträge geteilt werden sollen. Zur Auswahl stehen

  • addthis | flipboard | pocket | reddit | stumbleupon
  • diaspora | facebook | googleplus | twitter
  • linkedin | xing | pinterest | tumblr | vk
  • sms | telegram | threema | whatsapp
  • mastodon | odnoklassniki | patreon
  • qzone | tencentweibo | wallabag.

Außerdem die Bezahldienste

  • paypal | paypalme | bitcoin | flattr

sowie die Sonderfunktionen

  • rss | mailto | info

Position

Wie bereits erwähnt, kannst du festlegen, wo die Share Buttons automatisch erscheinen sollen. Diese Angaben gelten dann für alle Seiten, Beiträge etc. Das hat den Vorteil, dass du nicht bei jedem neuen Beitrag an den Einbau der Buttons denken musst. Allerdings hast du auch die Möglichkeit, diese Voreinstellung in den Beiträgen selbst zu deaktivieren.

Wenn du die Haken weglässt, hast du zwei Optionen. Entweder du fügst den Code für die Share Buttons manuell dort ein, wo du sie haben möchtest. Oder du setzt einen Haken im Widget in der Seitenleiste des Text-Editors.

  • Shariff für diesen Inhalt deaktivieren = keine Buttons
  • (zusätzliche) Buttons vor / nach dem Inhalt einfügen
  • ein bevorzugtes Bild für Pinterest auswählen
  • einen neuen Code eingeben. ! Vorsicht: Das überschreibt alle globalen Einstellungen
  • Widgets von den Änderungen ausschließen.

Design

Natürlich kannst die Standard-Formen und -Farben wie voreingestellt übernehmen. Aber du hast auch die Möglichkeit, Form und Farbe(n) an das Aussehen deiner Webseite bzw. deiner anderen Buttons anzupassen. Darüber hinaus gibt es die Option, eine durchgehend gleichbleibende Überschrift wie „Bitte teilen“ oder „Bereits … Mal geteilt“ anzuzeigen.

Diese individuelle Gestaltung wirkt sich auf alle Seiten und Beiträge aus, nicht aber auf die Share Buttons in Widgets!

Codes

Möglicherweise möchtest du auf bestimmten Seiten oder im Widget nicht alle ausgewählten, zusätzliche oder andere Netzwerke anbieten. Um dies zu erreichen, musst du dir einen entsprechenden Code zusammenstellen. Dieser beginnt immer mit shariff services= in eckigen Klammern. Nach dem Gleichzeichen fügst du dann die Elemente ein, die du gerne verwenden möchtest.

In den Plugin-Einstellungen findest du unter Hilfe Beispiele für die unterschiedlichsten Code-Elemente. Anschließend fügst du den kompletten Code im visuellen Teil des Seiten-/Beitrags-Editors an der Stelle ein, an der die Share Buttons erscheinen sollen.

Widgets

Je nach dem welches Theme du für deine Webseite verwendest oder wie deine Webseite programmiert wurde, kannst du Widgets im Header, in der/den Seitenleiste/n und im Footer verwenden. Hierfür bringt der Shariff Wrapper ein eigenes Widget mit.

+ WP-Dashboard
++ Design
+++ Widgets
++++ Shariff = Buttons gemäß deiner Standard-Design-Vorgaben

Oder du verwendest das WP-Text-Widget, trägst deinen individuellen Code ein und speicherst es.

Erweitert

Auf dieser Einstellungs-Seite gibst du u. a.

  • einen Link- und ALT-Text für den Info-Button,
  • deinen Twitter Benutzernamen für via,
  • deine PayPal.Me-ID,
  • die URL für deinen RSS-Feed sowie
  • ein Standardbild für Pinterest ein.

Darüber hinaus deaktivierst du hier die Metabox.

Statistik

Unter Statistik bestimmst du, wie Shariff mit Teilen-Zählern umgeht und wie lange die Daten im Cache gespeichert bleiben. Das spielt für die Suchmaschinen-Optimierung eine Rolle.

Außerdem kannst du Dienste von der statistischen Auswertung ausschließen. Bei Twitter ist das ratsam, da das Netzwerk diesbezüglich wenig kooperativ ist und es zu Fehlfunktionen kommen kann. Des weiteren fehlt der Zähler für Google+, da Google die entsprechende API gelöscht hat.

Status und Ranking

Der Status zeigt dir, wie oft deine Webseite bzw. deren Inhalte in den einzelnen Netzwerken geteilt wurden und ob Fehler aufgetreten sind.

Hinsichtlich des Status stimmen die Zahlen bei einigen Netzwerken nicht immer. Dort steht eine 0, obwohl tatsächlich einige Beiträge z. T. mehrfach geteilt wurden. Das Ranking gibt da etwas genauere Auskunft.

» ABBILDUNGEN

Fazit

Da Share Buttons das Teilen in Netzwerken sehr vereinfachen, sind sie in die meisten Webseiten integriert. Jedoch darf dabei der Datenschutz nicht außer Acht gelassen werden. Denn die „normalen“ Buttons übertragen persönliche Daten, die Drittanbietern wiederum sammeln und weiterverarbeiten können.

Deshalb ist die Verwendung der populärsten Share Buttons Plugins seit Inkrafttreten der EU-DSGVO nicht mehr zulässig. Obwohl sich eigentlich alle Webseiten-Betreiber nach den strengeren Vorgaben richten müssten, werden das wohl viele außereuropäische Anbieter nicht so bald (wenn überhaupt) umsetzen.

Als Betreiber/in einer deutschen / europäischen Webseite solltest du jedoch datenschutzkonform arbeiten. Shariff Share Buttons sind da eine gute Lösung. Einerseits stehen sie hinsichtlich des Komforts den bekannten Schaltflächen in nichts nach. Andererseits gerätst du nicht in Konflikt mit dem Datenschutz.

Der einzige Nachteil des kostenlosen (Spenden sind natürlich willkommen) Shariff Wrapper Plugins ist vielleicht das Fehlen einer Floating-, Sticky- oder Pop up-Funktion. Ich habe sie aber noch nicht wirklich vermisst.

Alternativen?

Die einzige, halbwegs akzeptable Alternative wäre das Plugin von Mashshare.

Allerdings bietet dieses Plugin in der kostenlosen Variante nur wenige Netzwerke und sehr eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten an. Um das Plugin in vollem Umfang nutzen zu können, müsstest du eine der folgenden Lizenzen erwerben:

  • 39 Euro pro Jahr (1 Webseite mit 8 Add-Ons, ohne Video Add-On),
  • 119 Euro pro Jahr (5 Webseiten mit allen Add-Ons + Video-Add-On),
  • 199 Euro pro Jahr (beliebig viele Webseiten, alle Add-Ons + Video-Add-On) – jeweils mit Updates und Support für ein Jahr.
  • 399 Euro einmalig (beliebig viele Lizenzen und lebenslange Updates und Support).

Da gerade kleinere Webseiten oder Blogs oft finanziell nicht allzu gut dastehen, ist die Frage, ob sie bereit und in der Lage sind, diese Preise für ein simples Plugin zu zahlen.


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