WordPress Plugins installieren | Tutorial Teil 4

Aktualisiert: 2019-07-14 (Veröffentlicht: von )

Im 4. Teil meines Tutorials (für EU-Blogger und Anfänger) geht es um WordPress Plugins, deren Installation, Einstellungen und Verwendung.

Teil 4

Tutorial Teil 4 – WordPress Plugins

Die Bezeichnung Plugin oder auch Plug-in leitet sich vom englischen Verb einstecken ab. Es handelt sich um ein Einsteckelement oder Zusatzmodul – in diesem Fall also um eine Software-Erweiterung. Bekannt sind Plugins u.a. bei Browsern.

Das Plugin wird dabei in den bestehenden Kern des Programms eingefügt und bietet danach weitere Funktionen. […] Datenbankprogramme werden … mit Plugins ausgestattet, denn so lassen sich zusätzliche Erweiterungen schaffen, die nicht nur die Benutzerfreundlichkeit erhöhen, sondern auch Funktionen bieten, die im Standardprogramm nicht enthalten sind.

Quelle: SEO-Analyse

Dementsprechend ermöglichen es WordPress Plugins Funktionen zu nutzen, die im Standard-Programm fehlen. Oder sie bieten eine Erweiterung zu bereits vorhandenen. Momentan gibt es bei WordPress.org fast 1000 Plugins, die die unterschiedlichsten Aufgaben erfüllen. Unter anderem

  • Sicherheit und Spam-Schutz
  • Caching
  • Analyse und Statistik
  • Formulare und Sharing
  • Marketing und E-Commerce
  • Bild- und Textoptimierung
  • Webseiten- sowie Textgestaltung

Im Grunde findest du für jeden Zweck mindestens ein Plugin.

Allgemeine Vorbemerkungen

Bevor du an die Installation gehst, solltest du dir zunächst überlegen, welche Plugins du überhaupt benötigst. Manche sind durchaus notwendig, andere können ganz nützlich sein und wieder andere sind überflüssig. Denn eine zu große Anzahl an Plugins kann sich eventuell negativ auf die Ladegeschwindigkeit deiner Webseite auswirken. Und das gilt nicht nur für aktive, sondern auch für deaktivierte. Deshalb ist hier weniger mehr. Eine kleine Auswahl an empfehlenswerten WordPress Plugins findest du am Ende dieses Beitrags.

Außerdem ist zu bedenken, ob du eines mit unzähligen Funktionen installierst, von denen du nur ein oder zwei verwenden möchtest. Oder ob du nicht lieber dafür zwei kleinere, auf die jeweils gewünschte Funktion spezialisierte, nutzt. Darüber hinaus spielt gerade für EU-Webseiten auch die Vereinbarkeit mit der DSGVO eine Rolle. Viele Plugins, insbesondere Schutz-, Analytik-, Formular-, Sharing- und Marketing-Plugins sind nicht datenschutzkonform.

Einerseits verbinden sie sich mit Servern außerhalb der EU und speichern dort Daten deiner Webseitenbesucher. Somit müsstest du mit diesen Diensten einen Auftragsdatenverarbeitsvertrag abschließen, was nicht immer ganz einfach ist. Andererseits fehlen z. B. bei Formularen oder Popups häufig die Opt-out-Schaltflächen, die in der EU vorgeschrieben sind.

Plugin-Suche

Um ein WordPress Plugin zu installieren, bewegst du den Cursor auf der Seitenleiste des WP-Dashboards über Plugins und klickst auf Installieren (Abb. 17). Einerseits hast du die Möglichkeit, dir eine Übersicht

  • Vorgestellt
  • Populär
  • Empfohlen
  • Favoriten

anzeigen zu lassen. Andererseits kannst du aber auch direkt einen Suchbegriff (z. B. Cookies) oder den Namen des Plugins in das Suchfeld eingeben. Anschließend öffnet sich eine Liste mit Vorschlägen, die zu deinem Suchbegriff passen. Oder es erscheint „dein gesuchtes Plugin“ zusammen mit einigen vergleichbaren Produkten.

Auf dieser Seite findest du oben neben „Plugins hinzufügen“ eine Schaltfläche Plugin hochladen. Falls du ein (mit WordPress kompatibles) Plugin aus einer anderen Quelle nutzen möchtest, speicherst du dieses zunächst auf deinem PC. Anschließend klickst du auf diese Schaltfläche und lädst die .zip-Datei von deinem Computer in WordPress hoch.

Auswahl eines WordPress Plugins

Bevor du ein Plugin installierst, ist es sinnvoll, sich über seine Qualität, Aktualität und Kompatibilität zu informieren. Hierzu siehst du dir die „Produktkarte“ (Abb. 17) an. Einerseits gibt dir die Anzahl der Sterne und der aktiven Installationen schon einen gewissen Anhaltspunkt. Andererseits ist es durchaus hilfreich, auch die Bewertungen durchzulesen und auf den Link zur jeweiligen WordPress.org Plugin-Seite zu klicken. Denn dort siehst du z. B. wie gut/schnell der Support ist und welche Probleme aufgetreten sind.

Als nächstes findest du rechts neben der Bewertung die Angabe, wann das Plugin zuletzt aktualisiert wurde. Falls das letzte Update ein Jahr oder noch länger zurückliegt, spricht das eher dagegen. Da WordPress (und wahrscheinlich auch der Entwickler deines Themes) seine Software regelmäßig aktualisiert, steigt die Wahrscheinlichkeit von Konflikten mit dem Alter des Plugins.

Anschließend siehst du darunter noch einen Hinweis, ob das WordPress Plugin überhaupt mit deiner aktuellen WordPress-Version kompatibel ist. Falls nicht, solltest du es nicht installieren. Wenn es noch nicht mit deiner Version getestet wurde, könnte es trotzdem funktionieren. Eine Garantie gibt es jedoch nicht.

Dasselbe trifft auch auf das Zusammenspiel mit deinem Theme zu. Manchmal findest du entsprechende Hinweise auf der Seite des Plugin-Entwicklers. Aber nicht immer. Dann bleibt nur ausprobieren, nach einem anderen vergleichbaren Plugin suchen oder ganz auf die Funktion verzichten.

3 Abbildungen

Detaillierte Beschreibung

Nachdem du die Grundvoraussetzungen überprüft hast, klickst du am besten auf Weitere Details. Daraufhin öffnet sich ein Overlay, in dessen Seitenleiste du folgende Angaben findest

  • Version
  • Autor
  • Zuletzt aktualisiert
  • Erforderliche WordPress-Version
  • Kompatibel bis zu
  • Erforderliche PHP-Version
  • Aktive Installationen
  • Link zur WordPress.org Plugin-Seite
  • Link zur Plugin-Homepage
  • Durchschnittliche Bewertung
  • Bewertungen
  • Mitwirkende

Darüber hinaus kannst du dir die Beschreibung durchlesen und erhältst über die Tabs weitere Informationen. Wobei sich deren Umfang von Plugin zu Plugin unterscheidet.

  • Installation
  • FAQ
  • das Änderungsprotokoll
  • Screenshots
  • Bewertungen

Installation

Falls das Plugin nun deinen Vorstellungen entspricht, geht es ans Installieren.

  • auf Jetzt installieren klicken,
  • dann auf Aktivieren

Anschließend findest du dein Plugin in einer eigenen Liste (s. Abb. 18).

  • Plugins
  • Installierte Plugins

Falls du WordPress neu installiert hast, sind in dieser Liste bereits einige WordPress Plugins vorhanden. Am besten löschst du diese (s. u.). Einerseits ist z. B. Aksimet Anti-Spam für EU-Webseiten keine gute Wahl (DSGVO). Andererseits brauchst du auch die anderen i. d. R. nicht.

Plugin Verzeichnis

Oberhalb der eigentlichen Liste siehst du folgende Angaben:

  • Alle (installierten Plugins)
  • (davon) Aktiviert
  • bzw. Inaktiv sowie
  • Aktualisierung verfügbar (Anzahl)

Des weiteren zeigt die Liste den Namen und eine kurze Beschreibung des Plugins. Unterhalb des Namens befinden sich zwei Schaltflächen für Deaktivieren und Einstellungen. Falls du ein Plugin deaktiviert hast, wechseln diese Links zu Aktivieren und Löschen. Außerdem befindet sich unterhalb der Beschreibung ein Link zu den Detail-Informationen.

Einstellungen

Einerseits erreichst du die Einstellungen des Plugins über den Link in dieser Liste. Andererseits findest du sie aber auch in der Seitenleiste des Dashboards. Entweder unter

  • Werkzeuge bzw.
  • Einstellungen
  • oder gesondert am Ende der Seitenleiste.

Welche und wie viele Einstellungsmöglichkeiten du hast, hängt natürlich von der Art des WordPress Plugins ab. Normalerweise ist einiges bereits voreingestellt. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, alle Möglichkeiten anzusehen. Anschließend entscheidest du, ob überhaupt und was du ändern möchtest. Außerdem erhältst du hier auch Informationen zur Verwendung, ggfs. Shortcodes, die du in Texte einfügen musst, etc.

Verwendung von WordPress Plugins

Auch hier kommt es auf die Art des Plugins an. Einige laufen einfach im Hintergrund und du musst gar nichts tun. Andere fügen der Dashboard-Taskleiste eigene Schaltflächen hinzu. Beispielsweise ermöglichen dir Caching-Plugins dort direkt den Cache zu löschen. Oder du rufst die Einstellungen auf, um bestimmte Aktionen auszuführen.

Wenn es sich um ein Plugin handelt, dass Zusatzfunktionen für das Layout eines Textes bereitstellt, erreichst du die Optionen direkt im Editor. Ähnliches gilt für Medien.

WordPress Plugins bearbeiten

Der letzte Punkt im Plugins-Menü ist der Editor. Hierüber könntest du die Programmierung der Plugins ändern (s. Abb. 19). Falls du mehrere installiert hast, wählst du rechts oben im Auswahlfenster das gewünschten Plugin aus. Anschließend öffnet sich dessen PHP-Datei. Darunter erscheint die Warnung: „Das Ändern aktiver Plugins wird nicht empfohlen.“ Normalerweise ist es nicht notwendig, überhaupt etwas zu ändern, unabhängig davon, ob das Plugin aktiv oder inaktiv ist. Wenn doch, solltest du dir schon recht sicher sein, dass du weisst, was du tust. Und natürlich über Programmierkenntnisse verfügen.

Deaktivieren und Löschen

Dafür ein Plugin zu deaktivieren oder löschen zu wollen / müssen, kann es verschiedene Gründe geben. Einerseits weil es nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert oder veraltet ist. Andererseits weil du es durch ein neues, besseres ersetzen möchtest oder es gar nicht mehr benötigst. Dazu gehst du wie folgt vor:

  • Plugins
  • Installierte Plugins
  • zum Plugin scrollen
  • Deaktivieren

Anschließend klickst du oberhalb dieser Liste auf Inaktiv. Dann bei diesem Plugin auf Löschen. Falls es, was äußerst selten vorkommt, nicht klappen sollte, müsstest du es via FTP-Client direkt vom Server löschen.

Nützliche WordPress Plugins

Da jede Webseite anders ist und unterschiedlichen Ansprüchen genügen soll, müssen nicht immer die gleichen Plugins sinnvoll oder notwendig sein. Deshalb möchte ich nur einige wenige Basics erwähnen.

Weitere Beiträge aus meiner WordPress Tutorial Reihe:

» Login und erste Einstellungen
» Benutzer und Kommentatoren
» Werkzeuge und Vorlage Datenschutz
» Themes und Templates
» Design, Widgets, Menüs

In Teil 5 erfährst du alles zu WordPress Themes.


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