Ranking von Websites | Informationen und 3 Testmethoden

Welche Faktoren spielen für das Ranking eine Rolle? Tipps, wie Sie Ihre Website testen und ggfs. die Voraussetzungen für ein besseres Ranking schaffen können.

Ranking von Websites - Informationen und 3 Testmethoden
Grafik: eb / Logo: Google LLC

Wie wichtig ist das Ranking?

Nachdem du eine neue Website online gestellt hast, werden zunächst nur die Menschen diese besuchen, die den Titel deiner Website kennen. Da du mit deinem Internetauftritt jedoch vor allem neue Besucher / Kunden erreichen willst, musst du dafür sorgen, dass deine Website auch ohne Kenntnis des Namens bzw. eines Links gefunden werden kann.

Wenn sich jemand für ein Thema / eine Dienstleistung aus deinem Bereich oder ein Unternehmen aus deiner Branche interessiert, wird er/sie einen oder mehrere entsprechende Suchbegriffe in die Suchleiste eines Browsers eingeben. Anschließend erscheint eine Liste der Websites / Beiträge, die zu dem eingegeben Begriff passen (könnten). Je nach Popularität des Begriffs kann die Liste mehrere Seiten lang sein.

Theoretisch wäre das kein Problem, wenn da nicht die Bequemlichkeit oder Ungeduld der Suchenden wäre. Je weiter oben in der Liste eine Website / ein Beitrag erscheint, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Suchende darauf klicken. Denn nur ca. 25 % aller sehen sich auch die zweite oder gar eine der darauffolgenden Seiten mit Suchergebnissen an, obwohl auf der zweiten oder dritten Seite vielleicht ein wesentlich besser passendes Ergebnis zu finden wäre.

Auswirkung des Rankings

Um zu verdeutlichen, welchen Einfluss das Ranking auf den Besucherverkehr einer Website hat, noch ein paar Zahlen. Ausgehend von einer rein organischen Suche (keine Links von anderen Websites) sieht die › Klickwahrscheinlichkeit bezogen auf den 1. bis 10. Listenplatz wie folgt aus:

  1. 34,20%
  2. 17,10%
  3. 11,40%
  4. 8,10%
  5. 7,40%
  1. 5,10%
  2. 4,10%
  3. 3,30%
  4. 2,90%
  5. 2,60%

Zwar variieren die Werte abhängig vom genutzten Gerät (Mobil, Desktop) und der Art der Darstellung des Links (z. B. mit Sitelinks, als Featured Snippet, etc.), geben aber zumindest einen Anhaltspunkt.

Unter Ranking ist also der Rang zu verstehen, den deine Website gegenüber anderen einnimmt. Je weiter oben deine Website auf der Liste der Suchergebnisse erscheint, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie besucht wird. Doch wer bestimmt überhaupt, welchen Rang deine Website einnimmt?

Suchmaschinen und Ranking

Bei › über 1.83 Milliarden Websites im Internet (Stand Januar 2021) ist klar, dass „nicht jeder neben dem Fahrer sitzen kann“ bzw. unter den ersten Suchergebnissen angezeigt wird. Infolgedessen müssen die infrage kommenden Suchergebnisse irgendwie sortiert werden, wobei die Qualität des Inhalts zwar wichtig, aber nur ein Kriterium von vielen ist.

Kurz gesagt sind die Suchmaschinen für das Ranking verantwortlich. Zunächst wären da die drei › meistgenutzten Suchmaschinen zu nennen, deren prozentuale Marktanteile weltweit sich auf den Stand Januar 2021 beziehen:

  • Google (USA, seit 1997): über 85 %
  • Bing von Microsoft (USA, seit 2009): knapp 7 %
  • Yahoo! (USA, seit 1995): knapp 3 %; verwendet heute die Suchergebnisse von Bing

Außerdem sind noch weitere allgemeine Suchmaschinen erwähnenswert, die sich durch weniger Werbeeinblendungen und verbesserten Datenschutz von den oben genannten unterscheiden. Inzwischen ebenfalls relativ bekannt sind:

  • DuckDuckGo (USA; seit 2008): knapp 1%; weniger Werbung, die Suche wird nicht personalisiert
  • Qwant (Frankreich, seit 2013); › keine gezielten Werbeanzeigen und personalisierten Suchergebnisse, jedoch eine Partnerschaft mit Microsoft
  • Ecosia (Deutschland, seit 2009); CO2-neutral, achtet die Privatsphäre, „pflanzt Bäume“, Suchergebnisse von Bing
  • Startpage (Niederlande, seit 2006); kein Tracking und Protokollieren der Nutzer, Suchergebnisse von Google
  • Swisscows (Schweiz, seit 2014); vollständig verschlüsselte Suche und keine Datenspeicherung

Darüber hinaus gibt es Suchmaschinen z. B. aus Russland oder China, die aber in Deutschland kaum genutzt werden. Abschließend wären da noch besondere Suchmaschinen wie Ask, Facebook, etc., Meta-, Peer-to-Peer- und Tor-Suchmaschinen sowie solche speziell für Kinder zu nennen. Diese spielen jedoch für das Ranking im Sinne dieses Beitrags nur eine untergeordnete Rolle.

Indexierung von Websites und deren Inhalten

Voraussetzung für die Auffindbarkeit deiner Website ist die Indexierung. Du musst sozusagen den Bots der Suchmaschinen erlauben, deine Website und deren Inhalte besuchen zu dürfen. Sobald du diese Erlaubnis erteilt hast, kann deine Website in den Index der Suchmaschinen aufgenommen werden.

Um einen Index überhaupt erstellen zu können, müssen die Suchmaschinen das Netz regelmäßig scannen. Da es für einen Menschen unmöglich ist, diese Masse an Websites, Beiträgen und Bildern ständig im Auge zu behalten, gibt es hierfür spezielle Programme – die Webcrawler, auch Searchbots oder Spiders genannt.

Bei Webcrwlern handelt es sich um Computerprogramme, die das Internet gezielt und automatisch nach bestimmten Informationen absuchen. Sie durchforsten alle Informationen und sammeln dabei verschiedene Arten von Daten. Diese Daten können sie im Anschluss speichern, sortieren und auswerten. Die wohl bekannteste Funktion von Crawlern ist die Indexierung von Websites für Suchmaschinen.
Quelle: HUBSPOT

Jedoch „beschäftigt“ nicht jede der oben genannten Suchmaschinen eigene Bots. Mit Ausnahme von DuckDuckGo (DuckDuckGo-Bot) nutzen die meisten die Dienste der Google- oder Bingbots. Diese besuchen die Websites nicht nur ein Mal, sondern kontrollieren auch in regelmäßigen Abständen, ob sich etwas verändert hat.

Google Algorithmus

Da Google aufgrund seiner Verbreitung die wichtigste Suchmaschine ist, beziehen sich alle folgenden Erläuterungen auf das Ranking bei Google. Insgesamt berücksichtigt der Algorithmus, der das Ranking bestimmt, etwa 200 Faktoren.

Einerseits verrät Google unter anderem aus Gründen des Schutzes vor Manipulationen die meisten Ranking Faktoren nicht. Andererseits unterliegen die Kriterien, die das Ranking bestimmen, auch einem stetigen Wandel. So ändert Google die Gewichtung von Jahr zu Jahr. Manche Faktoren fallen weg oder neue kommen dazu. Die letzte größere Veränderung war die Bewertung der Barrierefreiheit und stärkere Gewichtung der Anpassung von Websites an die Nutzung auf mobilen Geräten. Bisher hat Google diesbezüglich AMP (Accelerated Mobile Pages) bevorzugt behandelt. Im Mai 2021 gab Google bekannt, dass dies in Zukunft nicht mehr der Fall sein wird, sondern andere Methoden wie Responsive Design zum Erreichen der Mobilfreundlichkeit gleichwertig behandelt werden.

Schwerpunkte beim Ranking

Ausgehend von den bekannten Ranking Faktoren, können grob vier Bereiche unterschieden werden:

  • Rein technische Kriterien, auf die der Inhaber der Website nur begrenzt einwirken kann;
  • externe Faktoren, die ebenfalls nur eingeschränkt steuerbar sind;
  • gestalterische Kriterien, die bei der Erstellung der Website berücksichtigt werden sollten sowie
  • inhaltliche Kriterien, auf die sowohl der Webdesigner / Web-Entwickler als auch der Betreiber / Redakteur maßgeblich Einfluss nehmen kann.

Unabhängig von der Beeinflussbarkeit durch den Website-Betreiber spielen aktuell zehn Faktoren für das Ranking bei Google wohl die größte Rolle:

  1. Mobile First
  2. Suchintension
  3. Sprach-Suche
  4. Snippet-Optimierung
  5. Strukturierte Daten
  1. Benutzererlebnis
  2. Ladegeschwindigkeit
  3. Seitenstruktur
  4. interne Verlinkungen
  5. Back-Links

Im Folgenden ordne ich diese einem der vier oben genannten Bereich zu und erläutere sie zusammen mit weiteren, das Ranking beeinflussenden Kriterien näher. Dabei sagt die Auswahl und Reihenfolge nichts über die Gewichtung durch Google aus.

Technische Kriterien

Unter den technischen Kriterien fasse ich die Faktoren zusammen, die sich hauptsächlich auf das Hosting bzw. auf den Server beziehen. Dazu gehören u. a.:

  • Server-Leistung
  • Ausfallsicherheit
  • Server-Standort
  • Verschlüsselung (SSL)
  • Alter der Domain
  • Aktualität / Alter der Website

Um möglichst gute Werte bei den serverseitigen Faktoren zu erreichen, solltest du dich von vornherein für ein möglichst sicheres und zuverlässiges Hosting entscheiden. Der Preis sollte nicht das wichtigste Kriterium sein. Denn was nützt es, Kosten zu sparen, wenn das Ranking deiner Website darunter leidet, sie nicht gefunden wird und du somit weniger potentielle Interessenten erreichst. Außerdem ist eine SSL-Verschlüsselung der Website inzwischen eigentlich selbstverständlich.

Da es in der Natur der Sache liegt, dass deine Domain zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung deiner Website neu ist, kannst du diesbezüglich das Ranking nicht aktiv beeinflussen. Sofern es sich um eine First-Level-Domain handelt, zeigt sich der erste Erfolg beim Ranking frühestens nach einem Jahr, meistens aber auch erst nach drei oder mehr Jahren. Subdomains haben es meistens schwerer. Hingegen kann eine regelmäßige Aktualisierung der Inhalte das Ranking fördern.

Faktor Hosting

Falls du im Nachhinein feststellst, dass das Hosting deiner Website das Ranking negativ beeinflusst, wende dich an deinen Hosting-Anbieter. Sollte er nicht willens oder in der Lage sein, die Technik „zu aktualisieren“, wechsle zum nächstmöglichen Zeitpunkt den Anbieter. Nicht nur aus Gründen des Datenschutzes empfiehlt sich für deutsche Website-Betreiber / Unternehmen immer ein Hosting auf Servern mit Standort in Deutschland.

Externe Ranking Faktoren

Je gefragter das Angebot oder je größer das Interesses an dem jeweiligen Thema ist, desto schneller wird sich das Ranking verbessern. Darüber hinaus spielt auch die Anzahl der Websites mit ähnlichen Inhalten eine Rolle. Je mehr (schon etablierte) Websites deine Themen / dein Angebot bereits abdecken, desto schwieriger wird der Aufstieg.

Von dir nur wenig oder indirekt beeinflussbar sind somit die Kriterien, die sich auf Aktionen der Nutzer beziehen. Einerseits sind dies die organische Klick-Rate sowie der Direktzugriff, andererseits die Anzahl der wiederkehrenden Besucher und die Absprungrate.

Die Klickrate- (Click-Through-Rate, CTR) bezeichnet das Verhältnis zwischen der Anzahl der Einblendungen und der Klicks auf den Eintrag in den Google-Ergebnissen.
Quelle: CLICKWORKER

Ein Direktzugriff (direkter Traffic) auf eine Website bedeutet, dass ein Besucher auf direktem Weg zu einer Website navigiert, ohne dass er auf einen Link auf einer anderen Website geklickt hat. Direkter Traffic kann von verschiedenen Quellen kommen:
1. Wenn ein Besucher Ihre URL kennt und sie direkt in die Adresszeile des Browsers eingibt
2. Wenn ein Besucher auf einen Link klickt, der in einer E-Mail enthalten ist (die URL wurde von einer dritten Person weitergeleitet)
Quelle: AT INTERNET

Da du die Suchenden nicht zwingen kannst, in den Suchergebnissen immer auf deine Website zu klicken, kannst du sowohl die Klick-Rate als auch die Anzahl der Direktzugriffe nur dadurch steigern, dass du versuchst, andere Ranking Faktoren so zu optimieren, so dass dir dadurch der Aufstieg beim Ranking schneller gelingt.

Wiederkehrende Besucher und Absprungrate

Des Weiteren fallen in diese Kategorie auch noch die Anzahl der wiederkehrenden Besucher und die Absprungrate. Letztere zeigt an, wie viele Besucher deine Website bereits nach dem Aufrufen einer Seite wieder verlassen bzw. auf wie viele andere Seiten innerhalb deiner Website sie anschließend noch klicken. Grundsätzlich gilt, je mehr weitere Seiten ein Besucher aufruft, desto besser. Anders gesagt, deutet eine hohe Absprungrate bei einer umfangreich(er)en Website darauf hin, dass deren Inhalt nicht wirklich das Interesse der Besucher geweckt hat.

Allerdings ist das relativ und hängt auch vom Umfang deiner Website ab. Während bei einer reinen Homepage ohne weitere Beiträge die Absprungrate natürlich mangels Inhalts nicht verringert werden kann, sollte Besucher bei einer Landing Page schon länger auf der Website gehalten werden. Außerdem versteht es sich von selbst, dass eine Website, deren Informationen die Besucher nicht zufrieden stellen, auch nicht mit deren Wiederkehr rechnen kann. Hierbei hilft nur eine Verbesserung der Inhalte bzw. des Angebots.

Nicht zuletzt zähle ich zu den externen Ranking Faktoren auch die Aktivitäten in sozialen Netzwerken. Es kann durchaus einen positiven Effekt für das Ranking haben, wenn du in einem oder mehreren sozialen Netzwerken vertreten bist. Das muss nicht (nur) eine Facebook-Seite oder ein X- / Instagram-Profil sein. Je nach Branche können auch Xing oder LinkedIn durchaus nützlich sein.

Einerseits werden hierdurch mehr potentielle Kunden, die „von selbst“ nicht nach deiner Website gesucht hätten, auf diese und dein Angebot aufmerksam und deine Marke wird bekannter. Andererseits tauchst du dadurch auch in den Suchergebnissen mehrfach auf, was wiederum die Chance neue Leser / Kunden zu erreichen steigert. Allerdings müssen auch hierbei die Besucher zunächst nach deinem Profil / deiner Fan-Page suchen und somit schon mal von dir „gehört“ haben. Zufalls-Follower sind eher selten.

Gestalterische Ranking Kriterien

Hierunter ist sowohl die Programmierung der Website als auch die Optik und Benutzerfreundlichkeit zu verstehen. Erstere sollte möglichst „schlank“ sein. Dies ist häufig bei vorgefertigten Themes und/oder Baukasten-Systemen ohne nachträgliche Optimierung nicht der Fall. Sie bieten Funktionen für jede Eventualität an, von denen eine Website u. U. nur einen kleinen Teil wirklich benötigt, deren Code aber trotzdem geladen wird.

Beispielsweise haben zwar Animationen einen gewissen „Wow-Effekt“ und sind, solange es sich um einige wenige handelt, auch in Ordnung. Aber sie bieten keinen tatsächlichen Mehrwert oder Nutzen für deine Besucher / Kunden und lenken, wenn im Übermaß verwendet, sogar von deinem eigentlichen Angebot ab. Das gleiche gilt für eingebundene Videos, Töne, Popups und zu viele Werbeanzeigen.

Faktor Programmierung

Der Code sollte nur die Elemente enthalten, die für deine Website auch tatsächlich notwendig sind. Denn jede (unnötige) Code-Zeile wirkt sich (negativ) auf die Ladegeschwindigkeit und so auch auf das Ranking aus. Darüber hinaus sollte die Programmierung so wenige Fehler wie möglich enthalten.

Hinsichtlich der Optik und Benutzerfreundlichkeit möchte ich an dieser Stelle zunächst nur einige Stichworte nennen:

  • Klare Strukturierung der Seiten;
  • Marke(nname) als Anker, der die gesamte Gestaltung bestimmt;
  • konsequentes Farbschema (Corporate Design);
  • deutlicher Kontrast zwischen Schrift- und Hintergrundfarbe;
  • ausreichend große Schrift und Schaltflächen (Buttons, Links), auch auf mobilen Geräten;
  • übersichtliches (nicht überladenes) Haupt-Menü, das von überall auf der Website erreichbar ist.

Inhaltliche Ranking Faktoren

Nicht nur die Gestaltung, sondern vor allem auch der Inhalt ist für ein besseres Ranking von Bedeutung. So solltest du bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) vor allem folgende Punkte beachten:

  • Eindeutiges Schlüsselwort / Keyphrase im Titel und mehrfach im Text, in der Einleitung und der Meta-Beschreibung sowie in mindestens einer weiteren Überschrift sowie im Alternativtext der Abbildungen jeder Seite / jedes Beitrags.
  • Texte (mit möglichst wenigen Rechtschreib- und Grammatikfehler), die nicht zu kurz und gut strukturiert sind, einen Mehrwert bieten / neue Informationen enthalten und aktuell gehalten werden.
  • Ausgehende Links zu relevanten Websites sowie interne Verlinkungen; möglichst keine leeren oder zerbrochenen/toten Links.
  • Optimierte Bilder mit einem Alternativtext (einer kurzen Beschreibung dessen, was auf dem Bild zu sehen ist), da Bots Texte lesen, aber keine Abbildungen ansehen können.

Details zu weiteren gestalterischen und inhaltlichen Ranking Faktoren sowie Tipps zur Umsetzung findest du in weiteren Beiträgen auf dieser Website.

Testwerkzeuge

Wie bereits oben erwähnt, wirst du mit einer neuen Website nicht so schnell einen Fortschritt beim Ranking in den Suchmaschinen feststellen können. So ist es durchaus sinnvoll, für deine Website eine der beschriebenen Testmöglichkeiten zu nutzen. Anhand der Testergebnisse kannst du dann einschätzen, ob und welche Voraussetzungen für ein gutes Ranking deine Website erfüllt und wo eventuell noch nachgebessert werden könnte.

Vor allem zum Erkennen schwerwiegender technischer oder grober SEO-Fehler sind diese Tests recht hilfreich. Dennoch solltest du nicht versuchen, „um jeden Preis“ überall 100% zu erreichen. Einerseits gibt es Faktoren, wie z. B. Netzqualität, Server-Überlastung, Gerät, die zu einem schlechteren Ergebnis führen, die du jedoch nicht direkt beeinflussen kannst. Andererseits liegen die Werte für Mobilgeräte normalerweise immer niedriger als die für Desktops.

Als Beispiel habe ich vier bekannte Websites getestet. Da es hier nicht darum geht, jemanden an den Pranger zu stellen, nenne ich nur das Genre und das Testergebnis von PageSpeed Insights für mobile Geräte / Desktops:

Nachrichtenmagazin 26 / 81 – IT-Magazin 33 / 76 – Blog 15 / 50 – Webdesign-Agentur 72 / 93.

Obwohl zumindest drei der Websites auch auf Desktops nur mittelmäßige Werte aufweisen, gleichen sie dieses mit der Qualität der Inhalte aus. Aufgrund dessen haben sie viele Besucher und nehmen trotz mäßiger Testergebnisse Spitzenplätze beim Ranking ein.

Ladezeit – Core Web Vitals

Um die Geschwindigkeit, mit der deine Website lädt, zu testen, gibst du PageSpeed Insights in das Suchfeld deines Browsers ein. Nachdem du auf den Link von Google Developers geklickt hast, öffnet sich ein Fenster mit einem Eingabefeld für die URL. Dort hinein kopierst / tippst du die vollständige URL deiner Website oder einer einzelnen Seite / eines Beitrags, z. B. https://meine-seite.de/ bzw. https:// meine-seite.de/wanderungen/alpen/ und klickst auf Analysieren. Nach kurzer Zeit erscheint ein neues Fenster mit deinen Testergebnissen.

› Pagespeed Web Dev

Unterhalb deiner URL befinden sich zwei Tabs, mit denen sich die Ergebnisse für mobile Geräte und für Desktops anzeigen lassen. Darunter siehst du Kreis-Diagramme mit dem Gesamt-Ergebnissen der Messung. Bei einem Wert von 0 bis 49 (rot) sollte auf jeden Fall etwas unternommen werden, 50 bis 89 (gelb) weist auf eine mittelmäßige Leistung hin und ein Wert zwischen 90 und 100 (grün) wäre gut bis perfekt.

Ranking - Pagespeed Insights Leistung mobil
Leistung für die Mobil-Version (Screenshot: Google/eb)
  • First Contentful Paint (FCP) : Dauer in Sekunden bis ein Besucher das erste Bild oder den ersten Text auf der Seite sieht. Einen Eindruck vermittelt Ihnen hierfür auch die „Kästchen-Grafik“ unter der Tabelle. Je mehr Kästchen leer bleiben oder ein unvollständiges Bild zeigen, desto schlechter.
  • Largest Contentful Paint (LCP) : Dauer in Sekunden bis das größte Bild / der längste Text auf dieser Seite geladen ist.
  • Total Blocking Time (TBT): Summe aller Zeiträume zwischen FCP und TTI (Time to Interactive: Dauer in Sekunden bis die Seite vollständig nutzbar ist), wenn sie 50 Millisekunden überschreitet.
  • Cumulative Layout Shift (CLS): Dieser Wert gibt Auskunft über die visuelle Stabilität der Seite bzw. ob sich Inhalte während des Ladevorgangs unerwartet verändern oder verschieben. Je niedriger der Wert ist, desto besser.
  • Speed Index: Geschwindigkeit des Ladefortschritts beim Aufbau der Seite in Sekunden.
Ranking - Pagespeed Insights Leistung Desktop
Leistung für die Desktop-Version (Screenshot: Google/eb)

Weiterlesen – Prüfkriterien und negative Einflüsse

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