Windows Update

Windows Update
Schluss mit Windows 7

Aktualisiert am 14-12-2019

Kein Windows Update mehr für Windows 7. Aber ob mit Windows 10 auch die regelmäßig wiederkehrenden Fehlermeldungen nach den monatlichen Updates aufhören?

Windows Update

Microsoft wäre nicht Microsoft, wenn die monatlichen Updates reibungslos verliefen. So klagen sowohl Windows 7 als auch Windows 10 Nutzer nach der Installation über immer wieder über Probleme. Manchmal betrifft es nur einzelne Programme. Häufig schließt ein Windows Update aber auch Sicherheitslücken, um dafür neue einzubauen.

Natürlich verspricht Microsoft wie immer, eine Lösung zu finden und die Probleme mit einem zukünftigen Update zu beheben. Wobei die Betonung auf „einem zukünftigen“ liegt, was bei Microsoft das folgende, aber auch eines in den nächsten Jahren heißen kann. So gibt es Programmierungsfehler, die Microsoft schon seit 10 Jahren bekannt sind, aber bis heute nicht behoben wurden.

Das Ende von Windows 7 wird eingeläutet

Der standardisierte Secure Hash Algorithm (Sicherer Hash-Algorithmus) dient als Grundlage digitaler Signaturen. Mit seiner Hilfe ist es möglich, die Vertrauenswürdigkeit von SSL- und Code-Signing-Zertifikaten zu überprüfen. Außerdem lässt sich so feststellen, ob Daten während der Übermittlung manipuliert wurden.

Bisher lieferte Microsoft SHA-1 signierte Aktualisierungen für Windows-Betriebssysteme aus. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass diese Art der Verschlüsselung relativ leicht geknackt werden kann. Deshalb wechselt Microsoft auf das als sicherer geltende SHA-2.

Due to weaknesses in the SHA-1 algorithm and to align to industry standards Microsoft will only sign Windows updates using the more secure SHA-2 algorithm exclusively.

Quelle: MICROSOFT

Übersetzung: Aufgrund von Schwachstellen im SHA-1 Algorithmus und um sich an die Industrie-Standards anzupassen wird Microsoft für Windows-Updates ausschließlich den sichereren SHA-2 Algorithmus verwenden.

Während die Betriebssysteme Windows 8, 8.1 und 10 bereits beide SHA-Varianten unterstützen, ist das bei Windows 7 noch nicht der Fall. Da Microsoft ab Juli 2019 nur noch SHA-2-signierte Updates ausliefert, verteilt das Unternehmen im nächsten Monat ein wichtiges Update für Windows 7 Versionen. Auch wenn du vielleicht Windows-Updates aufgrund ihrer Fehleranfälligkeit kritisch gegenüber stehst, solltest du es diesmal unbedingt installieren.

Da der offizielle Support von Windows 7 erst am 14. Januar 2020 endet, wird das Betriebssystem bis dahin auch noch weiter mit Sicherheits-Updates versorgt. Sofern du die Sonderaktualisierung vornimmst. Wenn nicht, wirst du bereits ab Juli 2019 keine Windows Updates mehr erhalten.

Windows Update Zeitplan von Microsoft

Voraussichtlich werden in den nächsten Monaten folgende Updates verteilt:

  • 12. März: SHA-2 Update – Windows 7 SP1, Windows Server 2008 R2 SP1 sowie WSUS 3.0 SP2.
  • 09. April: SHA-2 Update – Windows Server 2008 SP2.
  • 18. Juni: Wechsel von SHA-1/SHA-2 zu nur SHA-2 – Windows 10 1709, Windows 10 1803, Windows 10 1809, Windows Server 2019. – WSUS 3.0 SP2 muss aktualisiert sein.
  • 16. Juli: Windows 7 SP1, Windows Server 2008 R2 SP1 und Windows Server 2008 SP2 müssen aktualisiert sein.

Folgende Aktualisierung erfordern keine Aktionen der Nutzer:

  • 16. Juli: Die Signatur wechselt von SHA-1/SHA-2 zu SHA-2 – Windows 10 1507, Windows 10 1607 und Windows 10 1703
  • 13. August: Der Inhalt von Updates für die veralteten Versionen Windows 7 SP1, Windows Server 2008 R2 SP1 sowie Windows Server 2008 SP2 wird SHA-2 signiert.
  • 16. September: Veraltete Windows-Signaturen wechseln zu SHA-2 – Windows 7 SP1, Windows Server 2008 R2 SP1, Windows Server 2008 SP2, Windows Server 2012, Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 .

Quelle: WINDOWS SUPPORT

Das endgültige Aus für Windows 7

Genau in einem Monat, am 14. Januar 2020, heißt es „Windows 7 war einmal“. Denn an diesem Tag beendet Microsoft die Unterstützung dieses 10 Jahre alten Betriebssystems. Zwar ist dieser Termin schon seit längerem bekannt. Dennoch arbeiteten im November 2019 immer noch ca. 30% aller Geräte mit Windows 7.

Einerseits räumt Microsoft Besitzern von Windows Professional bzw. Enterprise Lizenzen eine zusätzliche Gnadenfrist ein. Während dieser erhalten sie noch Sicherheitsupdates, aber nur noch für maximal 3 Jahre. Andererseits lässt sich Microsoft diesen Spezial-Service auch teuer bezahlen. Beginnend mit $ 50 pro Intervall soll der Preis kontinuierlich ansteigen. Außerdem gelten diese Sonder-Updates nicht für Office 10. Folglich kommen Nutzer, die Microsoft treu bleiben wollen nicht um einen Umstieg auf Windows 10 herum.

Wechsel zu Windows 10

Auf vielen Geräten dürfte das Installieren des Updates keine besonderen Schwierigkeiten bereiten. Falls es sich aber um ältere Geräte handelt, kann es zu Problemen kommen. Deshalb weist Microsoft in einem bildschirmfüllenden Popup nicht nur auf das Ablaufdatum hin. Sondern das Unternehmen empfielt, doch gleich einen neuen Rechner mit bereits installiertem Windows 10 zu kaufen.

Darüber hinaus kostet die Nutzung von Windows 10 im Gegensatz zu Windows 7, das damals kostenlos angeboten wurde, Lizenzgebühren. Wer nun meint, mit einer der, auf einigen Internetprotalen angebotenen, Windows 10 „Billig-Lizenzen“ Geld zu sparen, tut sich nicht unbedingt einen Gefallen. Obwohl sich diese meistens ohne größere Probleme aktivieren lassen, hört die Freude beim nächsten Update auf. Denn dann werden sie von Microsoft deaktiviert.

Auch von einem Festhalten an Windows 7 ist schon allein aus Sicherheitsgründen dringend abzuraten. Also bleibt nur, in den sauren Apfel zu beißen und in das neue System oder gar in einen neuen Rechner zu investieren. Oder es sich vielleicht doch noch einmal zu überlegen und gleich zu Mac OS oder Linux zu wechseln.

Von Ellena © Grafiken: eb (Logo: Microsoft)


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