E-Mail-Anhänge | Von Apple mit Windows kompatibel versenden

. Veröffentlicht: • Aktualisiert: 2018-12-14

Das Versenden von E-Mail-Anhänge ist nicht ganz unproblematisch. So können Windows-Nutzer die von Apple Geräten versendeten angehängten Dokumente oder Bilder in der Regel nicht öffnen. Doch es gibt eine Lösung.

E-Mail-Anhänge bei Apple

Grundsätzlich erfolgt das Anhängen von Dateien auf Apple-Geräten ähnlich wie bei Windows. Eigentlich ist es sogar einfacher. Entweder neue E-Mail erstellen und gewünschte Datei vom Desktop oder aus einem Ordner auswählen bzw. direkt in die E-Mail ziehen

E-Mail-Anhänge
Illustration: eb / ebblogs

… oder du machst einen

+ Rechtsklick auf die gewünschte Datei
++ Teilen
+++ E-Mail-Client auswählen
++++ eine neues E-Mail-Fenster öffnet sich
+++++ der Anhang befindet sich bereits in der E-Mail.

Außerdem geht es natürlich auch auf herkömmliche Weise:

+ Neue E-Mail öffnen
++ auf die Büroklammer 📎 klicken
+++ Datei auswählen

Wenn der Empfänger ebenfalls mit Apple arbeitet, entscheidet er dann, was er tun möchte. Entweder er klickt die E-Mail-Anhänge einfach an, um sie zu öffnen. Oder er macht einen Rechtsklick auf eine Datei, öffnet sie mit einem bestimmten Programm oder lädt sie herunter.

Von Apple zu anderen Systemen

Windows-Geräte sind in den meisten Ländern wesentlich verbreiteter als solche von Apple. Daher ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der Empfänger deiner (von einem Apple-Gerät) gesendeten E-Mail-Anhänge diese auf einem Nicht-Apple-Gerät öffnen möchte. Und da fangen die Probleme an.

Konvertierung

Normalerweise erstellst du Dokumente bei Apple im Format .pages. Unglücklicherweise können aber andere Systeme damit nichts anfangen. Deshalb musst du sie vor dem Anhängen konvertieren:

+ Dokument öffnen
++ Ablage
+++ Exportieren.

Anschließend wählen zwischen

+ PDF
++ auf Gut, Besser oder Optimal klicken
+++ weiter
++++ Namen / Speicherort eingeben und exportieren
… oder
+ Word
++ Erweiterte Optionen
+++ .docx oder .doc
++++ weiter
++++ Namen / Speicherort eingeben und exportieren.

Dasselbe gilt auch für Tabellen im Format .numbers oder .keynote. Auch diese musste du als PDF oder als .excel bzw. .powerpoint- Datei exportieren. Das Verfahren entspricht dem oben beschriebenen.

Falls du das konvertierte Dokument noch einmal bearbeiten möchtest, solltest du folgendes beachten. Speicherst du es einfach nur ab, liegt es wieder im .pages-Format vor. Du müsstest es also wieder exportieren.

Art des Anhängens

Bei „Apple“ versendest du E-Mail-Anhänge normalerweise inline. Dass bedeutet, dass die Dateien in die E-Mail eingebettet und nicht im herkömmlichen Sinne angehängt sind. Auch diese eingebetteten E-Mail-Anhänge bereiten Windows Schwierigkeiten. Meistens fehlen solche Anhänge in den E-Mails des Empfängers.

Lösungsansätze bei Apple

Die ersten beiden Methoden funktionieren nur auf dem Desktop. Bei iOS-Geräten bleibt die Problematik der eingefügten und nicht angehängten Dateien bestehen.

1. Apple Mail

Zunächst musst du in den Einstellungen für Apple-Mail auf jeden Fall einen Haken bei Anhänge immer Windows-kompatibel senden setzen. Darüber hinaus ist der Haken bei Anhänge immer am Ende der Mail einfügen durchaus sinnvoll. Sonst würde der E-Mail-Text unter Umständen auseinander gerissen.

Zwar kannst du auf Android-Geräten .doc/x, .pdf und Bild-Dateien häufig auch ohne den zweiten Haken öffnen. In Windows Mail funktioniert das direkte Öffnen oder Bearbeiten dieser E-Mail-Anhänge jedoch nicht. Deshalb müsstest du sie zuerst auf dem PC speichern.

2. Apple System

Falls du dir zutraust etwas tiefer ins Apple-System einzugreifen, kannst versuchen das automatische Einfügen von Anhängen zu unterbinden. Hierzu setzt du einen speziellen Befehl innerhalb des Terminals ein. Leider behebt auch diese Methode nicht immer das Problem.

Zumindest bei meinem Mac bin ich mit solchen Eingriffen ins System sehr vorsichtig. Dabei kann auch manches strubbelig werden. Infolgedessen sollte jeder selbst entscheiden, ob er/sie den Versuch wagen möchte.

3. Browser- / App-Lösung

Sofern du außer einer E-Mail-Adresse von Apple auch noch den Service anderer Anbieter nutzt, hast du eine weitere Möglichkeit. Denn dann könntest du deine E-Mails mit Anhängen direkt über das Mail-Programm oder die Webseite des jeweiligen Anbieters senden.

Leider hat diese Methode Vor- und Nachteile. Einerseits müsstest du dich jedes Mal über den Browser bei deinem Anbieter einloggen. Und nicht alle E-Mail-Services bieten eine eigene App oder Desktop-Anwendung für Mac an. Andererseits würde dieses Verfahren sowohl auf dem Mac als auch auf iOS-Geräten funktionieren.

4. Mail Clients

Wenn du keinen gesteigerten Wert auf die Verwendung der vorinstallierten Apple Mail-Anwendung legst, bietet sich ein Mail Client von einem Drittanbieter an. Hierüber versendete E-Mail-Anhänge bereiten normalerweise kein Problem.
Hier einige Beispiele für gute Clients:

Spark
Mac, iPhone, iPad
Kostenlos

Airmail
Mac, iPhone
9,99 Dollar (Mac); 4,99 Dollar (iPhone)

Newton
MacOS, iOS, Android, Windows
Abonnement 9,99 Dollar / Monat

eM Client
Windows
Limitierte Konten kostenlos; Pro Version 47,54 Euro

Vergiss nicht auch bei den letzten beiden Möglichkeiten die Dokumente im Windows-Format zu versenden.

Outlook / Office

Zuletzt kannst du auch Office / Outlook auf deinem Mac und deinen iOS-Geräten installieren. Jedoch kostet dich ein Paket je nach darin enthaltenen Anwendungen und Diensten 69,00 – 149,00 Euro pro Jahr. Die Outlook-Apps für iPhone und iPad sind kostenlos.

Zwar behebt die Verwendung dieser Anwendungen oft das Problem der E-Mail-Anhänge. Doch stellt sich die Frage, ob du zumindest privat auf deinen Apple Geräten tatsächlich mit Windows-Software arbeiten möchtest?

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Dauerbaustelle Windows 10

Abgesehen von den oben beschriebenen Kompatibilitätsproblemen zwischen Mac OS und Windows gibt es ein weiteres:

Betroffen sind Verwender der (vorinstallierten) Windows Mail App. So kannst du teilweise nicht nur E-Mail-Anhänge nicht öffnen oder heruntergeladen, sie kommen gar nicht erst an. Zwar landet die E-Mail in Windows Mails und du kannst sie wie gewohnt lesen, der Anhang fehlt jedoch komplett. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Anhänge im jpeg-, pdf-oder sonstigen Format versendet wurden.

Noch merkwürdiger ist, dass dies nicht bei allen E-Mails mit Anhängen der Fall ist. Bei manchen sind die E-Mail-Anhänge vorhanden, bei anderen nicht. Wenn du die E-Mails mit den fehlenden Anhängen beispielsweise über den Browser bei deinem Mail-Anbieter öffnest, sind die E-Mail-Anhänge da. Dasselbe trifft auf das Öffnen in anderen Mail Clients oder auf Android-Geräte zu.

Microsoft sagt dazu …

… nicht viel. Ein angebotener Lösungsansatz ist, die jeweiligen Absender bei Outlook in die Liste der vertrauenswürdigen / sicheren Absender einzutragen. Außerdem bestünde die Möglichkeit, die Windows Mail App zu deinstallieren und nach dem nächsten Hochfahren des PCs wieder neu aus dem Store zu installieren. Darüber hinaus könnte es helfen, dein Anti-Virus-Programm zu deaktivieren/deinstallieren.

Letzteres halte ich jedoch für äußerst fragwürdig, da es auf Dauer absolut nicht sinnvoll ist, deinen Windows-PC ohne Schutz zu betreiben.

Hinzu kommt, dass alle diese Vorschläge das Problem nicht zuverlässig beseitigen. Wahrscheinlich gibt es zumindest bislang auf Nutzerseite keine finale Lösung. Infolgedessen ist hier Microsoft gefragt. Ob es aber in absehbarer Zeit ein Patch für diesen Fehler gibt, ist fraglich, da der Bug zum Teil auch schon bei Windows 8 vorhanden war.

Fazit

E-Mail-Anhänge versenden gehört eigentlich zum Tagesgeschäft. Dennoch gibt es noch keine finale Lösung des Kompatibilitätsproblems. Es bleibt nur Ausprobieren oder die Entscheidung für eine Drittanbieter-Lösung.

Und wer ist nun Schuld an dem Dilemma – Apple oder Microsoft?
Keiner und beide. Einerseits kommt es auf den persönlichen Blickwinkel an. Aus der Sicht von Windows-Nutzern ist Apple einfach zu exotisch. „(Fast) alle arbeiten mit Windows. Außerdem kapselt sich Apple zu sehr ab.“

Andererseits ist Apple eigentlich in punkto Kompatibilität wesentlich offener als Windows. Denn du kannst problemlos von Windows-PCs gesendete E-Mail-Anhänge und .doc(x) oder .excel-Dateien öffnen. Lediglich die Schrift-Art verändert sich u. U., wenn das Dokument in einer Windows-spezifischen Schrift-Art verfasst wurde. Anders herum geht da nichts.

Am Ende haben beide Systeme sicher ihre Daseinsberechtigung. Trotzdem wäre es zu begrüßen, wenn Windows E-Mail-Anhänge und Dateien von anderen Systemen auch etwas flexibler handhaben würde.


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