Akkuverbrauch bei Smartphones | So hält der Akku länger

. Veröffentlicht: • Aktualisiert: 2018-12-14

Eines der häufigsten Ärgernisse ist ein zu hoher Akkuverbrauch bei Smartphones. Leider ist die Batterie immer zum ungünstigsten Zeitpunkt leer. Doch du kannst einiges tun, damit dein Gerät länger durchhält.

Steigender Akkuverbrauch bei Smartphones

Mobile Geräte können immer mehr und sind rund um die Uhr online. Darüber hinaus wünschen sich die Nutzer ein großes Display. Demgegenüber sollen die Geräte aber auch möglichst flach und leicht sein.

Akkuverbrauch bei Smartphones
Illustration: eb / ebblogs

Dadurch stehen die Hersteller vor einer großen Herausforderung. Denn je mehr Strom für den Betrieb eines Smartphones notwendig ist, desto größer müsste eigentlich der Akku sein. Damit die Geräte weiterhin handlich bleiben, stoßen die Produzenten langsam an ihre Grenzen. Zumal bisher keine echte alternative Akku-Technologie zur Verfügung steht.

Die radikalste Lösung

Am niedrigsten ist der Akkuverbrauch bei Smartphones, wenn das Gerät ausgeschaltet ist. Dann ist er erst nach ca. einer Woche oder noch später entladen.

Allerdings ist das nicht wirklich eine Option. Zum einen verkürzt ein längeres Lagern des Geräts mit entladenem Akku dessen Gesamt-Lebensdauer. Zum anderen nützt ein Smartphone wenig, wenn du es nicht verwendest. Als Briefbeschwerer oder zur Verschönerung deines Schreibtischs gibt es kostengünstigere Gegenstände.

Was saugt den Akku leer?

Den größten Einfluss auf den Akkuverbrauch bei Smartphones hat streng genommen der Nutzer selbst. Je öfter du dein Gerät einschaltest oder aufweckst, desto schneller geht der Akku in die Knie. Denn der größte Stromfresser ist die Display-Beleuchtung. Des weiteren sind es

Darüber hinaus erhöht auch ein ungünstiges Lagern des Geräts den Akkuverbrauch bei Smartphones. Denn pralle Sonne, starke Hitze oder Kälte führen nicht nur zu einer schnelleren Entladung, sondern verkürzen auch die Lebensdauer des Akkus. Deshalb sollte die Außen-Temperatur über -20°C und unter 45°C liegen.

Dagegen ist der negative Einfluss von Apps im Standby auf neueren Geräten zu vernachlässigen. Häufiges Wiederaufrufen manuell geschlossener Apps belastet die Batterie mehr.

Bildschirm

Grundsätzlich gilt, je seltener und kürzer du den Bildschirm einschaltest, desto besser. Zunächst solltest du die Einstellung für die Bildschirm-Helligkeit überprüfen.

  • Automatische Regulierung der Bildschirm-Helligkeit abschalten = Normalerweise reicht eine Helligkeit von 30% bis maximal 50% aus.
  • Bei Bedarf z. B. pralles Sonnenlicht (+ Kontrollzentrum ++ Helligkeit erhöhen und anschließend wieder verringern)
  • Automatische Ausschaltzeit möglichst kurz einstellen (+ Einstellungen)

Sofern du eine kurze Ausschaltzeit gewählt hast, schadet ein kurzes Aufleuchten des Sperr-Bildschirms bei Benachrichtigungen kaum. Dagegen wirkt es sich wesentlich negativer auf den Akkuverbrauch bei Smartphones aus, wenn du den Bildschirm ständig auf Verdacht einschaltest.

Um zu wissen, ob eine wichtige Benachrichtigung eingegangen ist, kannst du auch unterschiedliche Benachrichtigungstöne oder ein Vibrationsmuster für die entsprechenden Apps festlegen.

Zuletzt stellt sich die Frage, ob es unbedingt ein dynamisches oder Live-Hintergrundbild sein muss. Je nach Display-Technologie trägt auch ein dunkles Hintergrundbild zur Verringerung des Akkuverbrauchs bei.

Mobilfunk

Wie oft dein Smartphone nach Funkzellen sucht und sich verbindet, kannst du nicht steuern. Es sei denn, du schaltest die Mobilfunkverbindung komplett aus. Dann kannst du aber nicht mehr telefonieren oder angerufen werden.

Auch die Empfangsqualität lässt sich nur schwer beeinflussen. Abgesehen von der Wahl des richtigen Mobilfunk-Anbieters für deinen Standort, solltest du die Nutzung deines Geräts bei zu großer Abschirmung vermeiden.
Anders sieht es bei der Hotspots-Suche aus. Normalerweise genügt es, wenn du diese im Bedarfsfall aktivierst.

Bluetooth

So praktisch die Nutzung einer Bluetooth-Verbindung ist. Leider trägt sie nicht unerheblich zum Akkuverbrauch bei Smartphones bei. Hinzu kommt, dass die Geräte- und Zubehörhersteller immer mehr auf diese Technologie setzen.

Beispiele sind kabellose Kopfhörer oder die Nutzung des Smartphones im Auto. Trotzdem solltest du Bluetooth nur aktivieren, wenn du es tatsächlich nutzt. Über das Kontrollzentrum kannst du Bluetooth schnell ein- bzw. ausschalten.

Akkuverbrauch von Apps

Vor allem Apps, die ständig im Hintergrund arbeiten, leisten einen nicht geringen Beitrag zum Akkuverbrauch bei Smartphones. Welchen prozentualen Anteil einzelne Apps am Gesamtverbrauch haben, siehst du auf dem iPhone unter

+ Einstellungen
++ Batterie
+++ Verbrauch letzten 24 Stunden oder 7 Tage

In meinem Beispiel-Zeitraum habe ich G+ sehr häufig genutzt. Aufgrund dessen steht es auf dem ersten Platz. Auch Photos liegt im zweistelligen Bereich, weil ich sie gerade mit meinem PC synchronisiert hatte. Deshalb ist beides unbedenklich.

Neben der reinen Nutzungshäufigkeit und -dauer spielt dabei jedoch die Hintergrund-Aktualisierung die Hauptrolle. Auffällige Apps zeigen einen hohen Prozentanteil, obwohl du sie selten bis gar nicht nutzt.

Entweder du deinstalliert sie ein Mal und installierst sie wieder neu. Manchmal hilft das. Falls nicht, solltest du darüber nachdenken, ob du die App durch eine Akku-freundlichere Alternative ersetzen kannst. Vielleicht brauchst du sie eigentlich auch gar nicht. Dann komplett vom Gerät entfernen.

Um die Hintergrundaktualisierung zu senken, hast du zunächst folgende Option

+ Einstellungen
++ Allgemein
+++ Hintergrund-Aktualisierung
++++ ausschalten.

Anschließend müsstest du jedoch alle Apps manuell aktualisieren bzw. synchronisieren.

Deshalb ist es in der Regel sinnvoller, die Aktualisierung von Kalender, Mails etc. aktiv zu lassen. Stattdessen passt du die automatische Aktualisierung für die entsprechende Anwendung einzeln an: Alle 15 oder 30 Minuten, stündlich oder ein Mal pro Tag.

Standortabfrage

Viele Apps interessieren sich für deinen Standort. Infolgedessen suchen sie ihn permanent, was natürlich nicht ohne Folgen für den Akkuverbrauch bei Smartphones bleibt.

Wie schon bei Hintergrundaktualisierung stellt sich die Frage, welche App überhaupt Zugriff auf deinen Standort haben muss. Beim Wetter oder Maps ist das durchaus sinnvoll. Aber bei anderen wie Spiele, Musik etc. ist es u. U. entbehrlich.

Deshalb hast du i. d. R. die Möglichkeit, die Standortabfrage für einzelne Apps zuzulassen oder zu untersagen. Darüber hinaus kannst du bei den meisten Smartphones festlegen, wann die App den Standort nutzen darf:

+ Einstellungen
++ Datenschutz
+++ Ortungsdienste
++++ App anklicken
++++ Nie / beim Verwenden der App / Immer

Um den Akkuverbrauch bei Smartphones zu reduzieren, reicht „beim Verwenden“ in den meisten Fällen vollkommen aus.

Dasselbe gilt für die Nutzung von Systemdiensten: Nur die wirklich notwendigen ein-,  alle anderen ausschalten.

» ABBILDUNGEN

Batteriespar-Modus

Nachdem du den Spar-Modus aktiviert hast, schaltet das Gerät bei niedrigem Akku-Stand automatisch folgende Funktionen ab:

  • Abrufen von Mails
  • Hintergrundaktualisierung von Apps und
  • automatisches Herunterladen von Dateien.

Des weiteren werden visuelle Effekte automatisch reduziert.

Fazit

So viel ist klar, mobile Geräte brauchen nicht nur Luft und Liebe.

  • Eine Nutzung des Smartphones ohne Strom ist leider nicht möglich.
  • Die Kapazität eines Akkus ist begrenzt.
  • Größerer Akku = längere Laufzeit = größeres und schwereres Gerät.

Infolgedessen brauchen kleine leichte Geräte eine Kompromiss-Lösung: Von Seiten der Hersteller, der System- und der meisten App-Entwickler wird einiges getan, um den Akkuverbrauch bei Smartphones zu optimieren.

Dennoch hast auch du noch eine Menge Möglichkeiten, deine Nutzungsgewohnheiten zugunsten einer längeren Laufzeit zu überprüfen. Die Vorschläge in diesem Beitrag schränken das Nutzererlebnis nicht wirklich ein, verringern aber den Akkuverbrauch bei Smartphones merkbar.


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