Spark für Mac | Warum Spark besser als Apple Mail ist

. Veröffentlicht: • Aktualisiert: 2018-12-14

Zunächst gab es nur den Spark Mail Client für iOS. Einige Zeit später entwickelte Readdle auch eine Desktop-Version. Die Erwartungen der iOS-Nutzer waren hoch. Kann Spark für Mac diese erfüllen?

Spark für Mac

Nachdem Spark für iOS ein großer Erfolg war, veröffentlichte Readdle am 1. Dezember 2016 endlich eine App  für den Desktop – Spark für Mac. Schon während der Beta-Phase war mein erster Gedanke: Ach, E-Mails verwalten geht auch in schön?!
Und seit dem hat sich noch viel getan.

Spark für Mac
Illustration: eb / ebblogs

Warum eine Drittanbieter Anwendung?

Normalerweise bringt jedes Betriebssystem einen eigenen Mail Client mit. So auch Apple. Jedoch ist nicht jeder Nutzer von der Anwenderfreundlichkeit überzeugt. Auch ich war mit Apple Mail nie so wirklich glücklich.

Zwar findest du im App Store einige Alternativen. Besonders überzeugen konnte diese mich aber auch nicht. Außerdem ist das Preis-Leistung-Verhältnis manchmal recht fragwürdig.

» Smart Inbox
» Kalender
» Aktualisierungen

Dann kam Spark

Bereits in der Vorschau ist zu erkennen, dass Readdle bei Spark für Mac ein von Grund auf neues Design erarbeitet hat. Alles ist klarer strukturiert und auf das Wesentliche konzentriert.

Vor allem die Seitenleiste ist übersichtlicher als beim Apple Mail Programm. Nicht nur die Standard-Ordner sind durch farbige Piktogramme besser zu unterscheiden. Auch einzelnen Konten und eigenen Ordnern können unterschiedliche Farben zugewiesen werden.

Die Liste der E-Mails mit Kurzinfos ist ebenfalls gut lesbar. Somit hast du alle wichtigen Informationen sofort im Blick. Zwar ist das Verschieben / Markieren einer E-Mail direkt in der Liste auch bei Apple Mail möglich, aber Spark für Mac kann das noch einen Tick besser.

Installation und Anmeldung

Das Herunterladen und Installieren verlief problemlos. Anschließend öffnet sich ein kleines Fenster, in dem du dich mit einer (deiner) E-Mail-Adresse(n) und dazugehörigem Passwort anmelden musst. Sofort synchronisiert Spark für Mac alle E-Mails und zeigt die zugehörigen Ordner an.
Während einige Konkurrenten nur Konten bestimmter Anbieter zulassen, akzeptiert Spark (fast) alle IMAP-Accounts:

  • Gmail
  • Exchange
  • Yahoo
  • iCloud
  • Outlook
  • Berio Connect

Falls du einen anderen E-Mail-Service verwendest, gehst du auf Konto manuell einrichten.

Da ich keinen der großen Anbieter nutze, scheiterte bei anderen Mail Clients häufig die Anmeldung. Übrigens gab es ähnliche Probleme mit Exchange / Outlook. Meistens bedurfte es mehrerer Versuche, bis das Konto angenommen wurde – wenn überhaupt. Spark hat mein Konto (E-Mail-Adresse + Passwort) sofort erkannt und synchronisiert.

Sollte es wider Erwarten nicht auf Anhieb klappen, findest du bei deinem E-Mail-Anbieter die genauen Daten (IMAP- bzw. SMTP-Server und Verschlüsselung). Anschließend gibst du diese Daten einzeln in die entsprechenden Felder ein.

Smart Inbox

Besonders praktisch bei Spark für Mac ist die Smart Inbox. Alle eintreffenden Mails sind direkt nach Kategorie vorsortiert. Im Gegensatz zu vielen anderen Mail Clients unterscheidet Spark nicht nur zwischen normaler Mail, Bulk-Mail und Spam. Verfügbar sind:

  • Keine bzw. ungelesene E-Mails
  • Persönlich = private E-Mails
  • Benachrichtigungen, z. B. von sozialen Netzwerken
  • Newsletter von Unternehmen etc.
  • Angeheftet = von dir zur späteren Bearbeitung markierte E-Mails
  • Gesehen = E-Mails, die du bereits geöffnet hast

Infolgedessen hast du schnell einen Überblick, welche Arten von E-Mails du erhalten hast. Natürlich musst du nicht alle Kategorien verwenden. Deshalb kannst du in den

+ Einstellungen
++ Allgemein
+++ Inbox

einen oder mehrere Haken entfernen.
Darüber hinaus ist es möglich, nur ungelesene und gelesene E-Mails anzeigen zu lassen. Oder du wechselst in den klassischen Modus und siehst alle E-Mails, die nicht im Papierkorb gelandet sind, untereinander.

Anzeigen einer E-Mail

Wie das Gesamt-Bild von Spark für Mac erwarten lässt, ist die Darstellung im E-Mail-Fenster ebenfalls auf das Wesentliche reduziert.

Oberhalb der angezeigten E-Mail befinden sich die allgemeinen Aktions-Buttons

  • Pin / Merken
  • als Ungelesen markieren
  • Schlummern lassen (s. Einstellungen)
  • Archivieren
  • Papierkorb
  • in einen anderen Ordner verschieben
  • als Spam markieren
  • Drucken

Rechts oben siehst du, zu welcher Kategorie die E-Mail gehört.
Unterhalb hast du die Möglichkeit auf die E-Mail zu antworten, sie weiterzuleiten oder eine Schnellantwort zu senden. Auch Anhänge öffnest du durch das Anklicken eines Anhang-Buttons.

Außerdem trägt der Client Kalender-Einladungen nach Öffnen der E-Mail und dem Akzeptieren direkt in den iCloud- und Spark-Kalender ein.

Wenn du eine E-Mail später bearbeiten möchtest oder auf eine Antwort wartest, klickst du auf das Uhr-Symbol und lässt dich zu einem von dir festgelegten Zeitpunkt daran erinnern.

Schreiben

So wie in der App für iOS erstellst du eine neue Mail, indem du auf den Schreiben-Button neben dem Suchfeld oberhalb der Mail-Liste klickst.

Natürlich kannst du die E-Mail direkt absenden. Aber du hast auch die Möglichkeit durch einen Klick auf den Papierflieger mit Uhr das (dann automatische) Senden auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben:

  • Später am gleichen Tag oder abends
  • am folgenden Tag
  • an einem anderen Tag
  • zu einer bestimmten Uhrzeit.

Darüber hinaus hast du die Möglichkeit E-Mail-Vorlagen zu erstellen. Dies bietet sich an für E-Mails, die du regelmäßig versendest, ohne den Inhalt maßgeblich zu verändern. Sowohl für den Namen des Empfängers als auch für deinen eigenen kannst du Platzhalter einsetzen. Neben diesen bereits vorgegeben ist es auch möglich, eigene Platzhalter zu kreieren.

Einstellungen

Prinzipiell gleichen die Einstellungen denen bei Apple Mail oder anderen Mail Clients. Darüber hinaus gibt es ein paar Besonderheiten:

Auf die Smart Inbox bin ich bereits eingegangen.

Snoozes: Falls du eine E-Mail später (weiter-)bearbeiten möchtest, lässt du sie schlummern. Nachdem du die gewünschte Zeit eingestellt hast, wird dich Spark dann erneut an diese E-Mail erinnern.

Quick Replies: Entweder übernimmst du die vorgeschlagenen Texte, passt sie an oder formulierst eigene Kurzmitteilungen.

Unter Vorlagen erstellst du deine E-Mail-Vorlagen sowie eigene Platzhalter. Hast du eine Vorlage erstellt, speicherst du sie ab. Später rufst du die Liste deiner Vorlagen im „Neue E-Mail schreiben“-Fenster auf und wählst die passende aus.

Und selbstverständlich benachrichtigt dich Spark beim Eintreffen neuer E-Mails, sofern du die Benachrichtigungen für ein oder alle Konten nicht deaktivierst.
Weitere Benachrichtigungs-Einstellungen (Banner, Hinweis, Badge) nimmst du wie üblich in den Mac-Einstellungen für Mitteilungen vor.

» ABBILDUNGEN

Kalender

Im Mai 2018 hat das Entwickler-Team einen Kalender in Spark für Mac integriert (s. Updates). Anders als bei Spark für iOS handelt es sich hierbei um einen vollwertigen Kalender. So kannst du zwischen Monats-, Wochen-, Tages- oder 3-Tages-Ansicht wechseln. Letzteres aktivierst du in den

+ Einstellungen
++ Kalender
+++ Haken bei Tages- und / oder 3-Tages-Ansicht setzen.

Darüber hinaus zeigt der Kalender dir in der Tagesansicht das Wetter. Auch dazu setzt du einen Haken in den Kalendereinstellungen. Anschließend siehst du die Temperatur sowie ein Icon für die Witterung (Sonne, Wolken, etc.). Für Heute aktualisiert sich die Anzeige in relativ kurzen Abständen. Beim Wetter für die folgenden Tage handelt es sich natürlich nur um eine Vorhersage.

Leider weiß ich nicht, auf welchem Wetterdienst die Anzeige basiert. Die Angaben zur aktuellen Wetterlage stimmen in etwa. Prognosen für mehr als drei Tage sind immer recht vage. Aber zumindest erhältst du einen Anhaltspunkt wohin die Wetter-Reise gehen könnte.

Download

Spark für Mac ist kostenlos.

Aktualisierungen

Mai 2018

Einige neue Funktionen haben die Beta-Phase der Desktop-Version erreicht und wurden wenige Tage später offiziell freigegeben (Abb. 8 – 11):

Zunächst gibt es eine Änderung in den Allgemeinen Einstellungen. Du legst nun ein bestimmtes E-Mail-Konto für die Synchronisation (Wiederherstellung) für dein Gerät fest.
Außerdem kannst du direkt im Client wählen, wie deine E-Mail-Liste aussehen soll – Intelligent = Smart Inbox oder Klassisch.

Wie bereits in der iOS-App, verfügt Spark für Mac jetzt auch über einen eigenen Kalender. So kannst du direkt im Client auf Termine aus deinem iCloud- oder Google-Kalender zugreifen und auch schnell neue Termine eintragen.

Darüber hinaus sind Teams dazugekommen. Du kannst ein beliebiges Team erstellen, mit dem du beispielsweise E-Mails automatisch teilst. Anschließend können alle Team-Mitglieder die jeweiligen E-Mails bearbeiten und kommentieren.

Zu guter Letzt noch: Spark spricht jetzt Deutsch.

September 2018

Die Entwickler haben Spark für Mac auf die Änderungen von Apple vorbereitet. Sobald du MacOS Mojave (10.14.) installiert hast, kannst du Spark im dunklen Modus verwenden. Darüber hinaus wurden auch das Design und einige Einstellungsmöglichkeiten überarbeitet.

Abgesehen von Apples Erinnerungen-App biete Spark für Mac nun die Verknüpfung mit einigen weiteren Diensten an:

  • OmniFocus
  • 2Do
  • Things
  • Wunderlist
  • Asana
  • OneNote
  • Evernote
  • Trello
  • Bear
  • Todoist
  • GoToMeeting
  • Zoom

Beispielsweise kannst du Links aus E-Mails in deinen Task-Manager übertragen, ohne diese zuvor kopieren und den Client zu verlassen zu müssen. Außerdem werden Erinnerungen, die du z. B. in Todoist erstellst in den Spark Kalender übernommen.
Des weiteren wurde auch der Kalender weiter optimiert.
(s. Abbildungen 15 bis 21)

November 2018

Wieder ist eine Funktion dazugekommen – Templates. Nun erstellst du Vorlagen für häufig versendete E-Mails mit etwa gleichem Inhalt. So schreibst du den Haupt-Text nur einmal und setzt z. B. für die Anrede Platzhalter ein. Anschließend brauchst du bei späteren E-Mails höchstens noch einzelne Passagen oder Daten ändern und den/die Empfänger einsetzen.

Fazit

Es macht Spaß mit Spark für Mac zu arbeiten. Alles läuft und synchronisiert zuverlässig und flüssig. Natürlich bedarf es wie bei allen Veränderungen einer kurzen Eingewöhnungsphase.

Darüber hinaus optimiert Spark kontinuierlich die Nutzeroberfläche und verteilt regelmäßig Updates. Bisher habe ich keine gravierenden Fehler oder Ausfälle feststellen können. Von mir also eine klare Empfehlung für alle, die mit Apple Mail oder ähnlichen Clients nicht wirklich zufrieden sind.


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