Private Fotos teilen | Wie private Bilder privat bleiben

. Veröffentlicht: • Aktualisiert: 2018-12-14

Du hast mehrere Möglichkeiten, private Fotos mit Freunden oder Familie zu teilen. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Welche der einzelnen Methoden ist die einfachste, die schnellste und die sicherste?

Private Fotos teilen

Spätestens seit die Kameras von Smartphones immer besser geworden sind, wird überall und alles fotografiert. Egal ob Schnappschuss oder hochwertige Aufnahme, viele Bilder sollen nicht in der Galerie „verstauben“. Du möchtest sie mit anderen teilen. So können auch deine Freunde und deine Familie visuell an deinem Leben teilhaben.

Private Fotos
Illustration: eb / ebblogs

Darüber hinaus ist es dank der modernen Technik ganz einfach, private Fotos zu teilen. Wenn du also auf ein Foto klickst, erscheint ein Teilen-Button. Anschließend hast du mehrere Optionen. Doch nicht bei allen bleiben private Fotos auch privat.

» E-Mail Anhang
» Nachrichten-App
» Cloud-Sharing
» Airdrop

Öffentliches Teilen

Eine der meistgenutzten Methoden ist wohl das Teilen über soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Google plus etc. Zwar kannst du auch hier private Fotos direkt an einen bestimmten Empfänger senden. Aber der eigentliche Zweck dieser Netzwerke ist das öffentliche Teilen.

Wenn du ein Bild in deine Timeline hoch lädst, können es normalerweise alle Freunde sehen. Selbst wenn du das Foto nur bestimmten Personen zuweist oder es als privat markierst, landet es doch auf einem „öffentlichen“ Server. Anschließend hast du nur noch eine sehr eingeschränkte Kontrolle darüber, was mit deinen privaten Fotos im Laufe der Zeit passiert.

Private Fotos sollen privat bleiben

Deshalb sollen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • nicht öffentlich zugänglich,
  • der Empfänger soll sie evtl. auf seinem Gerät speichern können,
  • aber keinen Zugriff auf dein Original oder andere Bilder haben.

Änderung der Bildqualität

Je nachdem, auf welchem Wege du deine Bilder teilst, entspricht die Qualität beim Empfänger nicht mehr unbedingt der des Originals. Denn häufig werden sie für den Transport verkleinert bzw. komprimiert.

Beispielsweise

erlauben E-Mail-Server (deiner und der des Empfängers) meistens nur eine bestimmte Dateigröße, die nicht überschritten werden kann. Diese Maximalgröße hängt von der jeweiligen Konfiguration ab und variiert von Server zu Server. Darüber hinaus spielt es eine Rolle, wie viel Speicherplatz beim Empfänger bereits durch andere E-Mails /Anhänge belegt ist.

Quelle: MOZILLA

Deshalb ist es in manchen Fällen sinnvoll, selbst eine verkleinerte Kopie des Bildes zu erstellen. Anschließend ist die Auflösung niedriger und somit auch die Datenmenge. Darüber hinaus kannst du in manchen E-Mail-Programmen vor dem Absenden festlegen, in welcher Qualität du dein Bild anhängst.

Wenn du deine privaten Fotos z. B. zu sozialen Netzwerken oder Messengern hoch lädst, wird das Format automatisch angepasst.

Beispiel: Originalfoto › 4032 x 3024 Pixel = ca. 2 MB. Anschließend hat das Bild nur noch eine Größe von max. 1200 x ca. 630 Pixel. Das geht natürlich zulasten der Qualität. In diesem Fall spielt es keine Rolle, ob du es vorher mit einem Fotobearbeitungsprogramm verkleinerst oder in Originalgröße hoch lädst.

Watermark

Wenn du nicht ausschließen kannst, dass der Empfänger auch private Fotos von dir weiterverbreitet, markiere sie mit einem Wasserzeichen. Einerseits kannst du in deinem Fotobearbeitungsprogramm einfach deinen Namen oder eine Art Logo in das Bild einfügen. Andererseits gibt es auch spezielle Apps bzw. Programme wie iWatermark (für iOS) oder Watermark (online) für diesen Zweck.

Anschließend kannst du deine privaten Fotos eindeutig identifizieren, falls sie doch einmal irgendwo anders auftauchen.

E-Mail-Anhang

Zum Versenden als E-Mail-Anhang öffnest du deinen Mail-Client oder dein E-Mail-Programm …

+ Empfänger Adresse eingeben
++ Anhang anklicken
+++ Foto/s suchen (Fotos-Ordner/-App)
++++ anklicken
+++++ öffnen.

Jetzt legst du noch fest, in welcher Auflösung du das/die Bild/er versenden möchtest: Im Original – Groß – Mittel – Klein. Das hat Einfluss auf die Datenmenge (s. o.).

Wenn du direkt über die Foto-Teilen-Funktion gehst, entfällt das Suchen des Fotos.

Vor- und Nachteile:

Du kannst deine Bilder mit jedem teilen, der ein E-Mail-Konto hat. Deshalb ist die Methode relativ universell und verursacht keine zusätzlichen Kosten.

Sobald die Datenmenge zu groß ist, wird die E-Mail nicht gesendet oder der E-Mail-Server des Empfängers akzeptiert sie nicht.
Falls du die Datenmenge jedes Einzelbildes zu stark reduzierst, leidet die Qualität. Außerdem kann es passieren, dass von einem Apple-Gerät gesendet Fotos auf Windows-PCs nicht ankommen oder sich nicht öffnen lassen.

Messenger

Dazu zähle ich sowohl die vorinstallierte Nachrichten-App (Bilder werden dort als MMS versendet) als auch Dienste wie Telegram, WhatsApp etc.
Das Verfahren ähnelt der E-Mail-Methode …

+ Empfänger anklicken
++ Anhang
+++ Foto/s suchen (Fotos-Ordner/-App)
++++ anklicken
+++++ öffnen
++++++ senden.

Vor- und Nachteile:

Schnell und unkompliziert.
Per MMS kannst du (fast) jeden erreichen.
Der Versand per Drittanbieter-Messenger ist kostenlos.

Eine MMS verursacht Zusatz-Kosten (i. d. R. keine Flatrate).
Der Empfänger muss den gleichen Messenger wie du verwenden.
Bilder werden beim Hochladen automatisch komprimiert.

Foto-Sharing via Cloud

Voraussetzung ist, dass du bei einem Cloud-Dienst angemeldet bist. Dagegen ist es nicht erforderlich, dass der Empfänger ebenfalls einen / diesen Cloud-Dienst verwendet. Nachdem du deine Fotos in die Cloud hochgeladen hast, gehst du beispielsweise bei Google Drive so vor …

+ Cloud-Speicher aufrufen
++ Rechtsklick auf das Foto
+++ im Pop-up-Fenster Freigeben anklicken.
++++ Zugriffsrechte festlegen

Außerdem kannst du mehrere private Fotos auch in einem Ordner ablegen. Anschließend gibst du den gesamten Ordner wie oben beschrieben frei.

Darüber hinaus ist es bei manchen Cloud-Anbietern, z. B. luckycloud möglich, das Foto oder den Ordner mit einem Passwort zu schützen. Sollte der Link in die Hände Unbefugter gelangen, können diese damit nichts anfangen, solange sie nicht auch das Passwort kennen.

Freigabe-Link senden

Um deinen Freunden den Zugriff auf das Bild oder den Ordner zu ermöglichen, musst du ihnen den entsprechenden Link mitteilen.

+ Rechtsklick auf das Bild / den Ordner
++ Link zum Freigeben abrufen
+++ diesen generierten Link und ggfs. das Passwort kopieren.

Nun fügst du diesen Link in eine E-Mail oder Text-Nachricht an den gewünschten Empfänger ein. Falls du dein Bild / den Ordner passwortgeschützt hast, musst du ihm natürlich auch noch das Passwort mitteilen. Um die Sicherheit zu erhöhen, bietet sich hierfür eine separate E-Mail oder eine zweite Nachricht an.

Sobald der Empfänger auf den Link klickt, öffnet sich in dessen Browser entweder ein Fenster mit deinem Foto / Ordner oder das Passwort-Eingabefeld.

Vor- und Nachteile:

Du behältst die volle Kontrolle über dein/e Bild/er und
kannst die Freigabe jederzeit widerrufen.
Universell, da der Empfänger nur Zugang zu einem Browser haben muss.

Du musst Zugang zum Internet haben
Je nach Anbieter kostet der Cloud-Speicher Geld
Abhängig von der Voreinstellung werden Bilder beim Hochladen komprimiert
Deine Fotos befinden sich auf einem externen Server

Deshalb wäre vielleicht Google Drive nicht unbedingt der ideale Anbieter. Da es sich um ein US-Unternehmen mit Server-Standorten im Ausland handelt, gibt es Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Bei einem deutschen Cloud-Service wärst du sicher besser aufgehoben.

Darüber hinaus besteht natürlich immer das Risiko eines Server-Ausfalls. Dann hätte keiner mehr Zugriff auf deine gespeicherten Fotos. Aufgrund dessen solltest du private Fotos zusätzlich auf einem anderen Medium sichern.

Airdrop

Eine weitere Möglichkeit private Fotos über kurze Distanz zu teilen ist Airdrop. Das funktioniert aber nur bei Apple Geräten. Zunächst müssen Sender und Empfänger in ihren Geräte-Einstellungen Airdrop aktiviert haben. Außerdem müssen die Geräte im selben WLAN-Netz eingeloggt sein.

+ Rechtsklick auf das Foto
++ Teilen
+++ Airdrop
++++ neues Fenster poppt auf
+++++ mögliche Kontakte sind aufgelistet
++++++ auf das Icon des gewünschten Kontakts sowie
+++++++ anschließend auf Fertig klicken.

Daraufhin öffnet sich auf dem Gerät des Empfängers ein Fenster. In diesem klickt er entweder auf Annehmen oder Ablehnen. Nachdem er es angenommen hat, wird das Foto automatisch auf seinem Gerät gespeichert.

Vor- und Nachteile:

Schnellste Übertragungsart,
die Auflösung des Fotos bleibt unverändert.

Funktioniert nur von Apple zu Apple,
beide Geräte müssen sich im selben WLAN-Netz befinden,
der Empfänger muss als Kontakt bei dir gespeichert sein.

» ABBILDUNGEN

Fazit

So unterschiedlich die Wege, private Fotos zu teilen, sind, Nachteile gibt es bei allen. Deshalb spielt es eine Rolle, zu welchem Zweck du dein Bild teilen möchtest.

Wenn es sich nur um einen Schnappschuss handelt und die Qualität des geteilten Bildes keine Rolle spielt, eignen sich alle Methoden. Private Fotos per Messenger zu teilen wäre die schnellste und unkomplizierteste Möglichkeit. Jedoch bleiben die Bilder je nach verwendetem Messenger in dessen Cloud gespeichert. Siehe hierzu auch mein Beitrag zu sicheren Messengern.

Falls dein Foto möglichst unverändert ankommen soll, kommt eigentlich nur das Teilen über eine Cloud oder per Airdrop in Frage. Vor allem wenn du regelmäßig mehrere private Fotos u. U. mit mehr als einer Person teilen möchtest, spricht alles für die Cloud-Methode.


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