Bilder auf Webseiten optimieren | Umfassende Anleitung

Bilder auf Webseiten richtig und ohne Beeinträchtigung der Performance einsetzen: Von der Vorbereitung bis zum Einfügen – alle Schritte verständlich erklärt.

Bilder auf Webseiten
Foto und Grafik: eb

Bilder auf Webseiten – Vorbemerkung

Kaum ein Internetauftritt kommt heute ohne Abbildungen aus. Sie wecken nicht nur das Interesse, sondern Bilder auf Webseiten können auch der Hauptbestandteil einer Website sein wie beispielsweise bei Fotografen, Künstlern oder Foto-/Grafik-Portalen. Einerseits sind Online-Shops ohne Produktbilder kaum vorstellbar. Andererseits gibt es Websites, wo Bilder nur zierendes Beiwerk sind und wenig direkten Bezug zum Inhalt haben.

Meistens dienen Bilder auf Webseiten jedoch bestimmten Zwecken. Ein Logo und das Web Icon sind wichtig für das Branding und den Wiedererkennungswert deiner Website und somit auch deines Unternehmens. Ähnliches gilt für Fotos aus deinem Unternehmen, von deinen Projekten oder von dir und deinen Mitarbeitern. Sie sollen Transparenz schaffen und Vertrauen wecken. Bei Informations- oder Tutorial-Websites ermöglichen sie es den Lesern, „sich ein Bild zu machen“ bzw. helfen, beispielsweise in Form von Grafiken und Screenshots, die Erläuterungen besser zu verstehen.

Unabhängig davon aus welchem Grund du Bilder auf Webseiten einsetzt, sollten sie qualitativ hochwertig und optimal eingebunden sein, die Leistung der Website als Ganzes nicht negativ beeinflussen und idealer Weise einen Mehrwert bieten.

Leistungseinbußen durch Bilder auf Webseiten

Was nützt das schönste Foto, wenn der Website-Besucher erst eine gefühlte Ewigkeit warten muss, bis es sich aufgebaut hat? Oder welcher Website-Betreiber möchte schon aufgrund von Urheberrechtsverletzungen hohe Anwaltskosten und Bußgelder bezahlen? Deshalb sind sowohl die richtige Vorbereitung als auch das korrekte Einbinden enorm wichtig.

Leider weisen viele (wenn nicht sogar die meisten) Websites, selbst wenn sie von Profis entwickelt und gestaltet wurden, bezüglich der Bilder auf Webseiten einen oder mehrere gravierende Mängel auf. Die häufigsten (in absteigender Reihenfolge) sind:

  • Nicht richtig dimensionierte / komprimierte Bilder
  • Kein modernes, passendes Bild-Format
  • Keine ALT-Attribute / Alternativ-Texte
  • Genaue Weiten- und Höhenangaben fehlen
  • Nicht sichtbare Bilder werden nicht aufgeschoben
  • Manchmal werden sie im falschen Seitenverhältnis angezeigt

Anforderungen an Bilder auf Webseiten

Schon bevor du Fotos oder andere Abbildungen auf deine Website hochlädst, gibt es Einiges zu beachten. So sind, wie bereits erwähnt, nicht nur optische Aspekte für Bilder auf Webseiten von Bedeutung. Stelle dir bei jeder Abbildung zunächst folgende Fragen:

  • Passt sie zum Inhalt und ist das Original qualitativ hochwertig?
  • Hat die Abbildung das jeweils passende Format und ist sie komprimiert?
  • Ist die Weite und Höhe auf das Layout der Website abgestimmt und korrekt angegeben?
  • Hat sie auf der Website einen (passenden) Namen und ALT-Text?
  • Kennst du die Bildquelle/den Rechteinhaber und ist das unter jedem Bild angegeben?
  • Erscheint es auch auf hochauflösenden Bildschirmen scharf?
  • Wird es auf mobilen Geräten eventuell verzerrt oder abgeschnitten?

Leitfaden für Bilder auf Webseiten

Unter Berücksichtigung der oben genannten Kriterien ist der folgende Leitfaden für Bilder auf Webseiten entstanden, der dich durch die einzelnen Arbeitsschritte von der Bildauswahl bis zum Einsatz auf der (WordPress-)Website führt. Dabei sind unter dem Begriff Bilder auf Webseiten alle Arten von (statischen) Abbildungen – Fotos, Grafiken (Logos, Web Icons, Piktogramme, Info-Grafiken, …) und Screenshots zusammengefasst. Auf Videos und GIFs (aufgrund der Animation ähneln sie einem Kurzvideo) wird nicht eingegangen, da sich deren Bearbeitung und Einsatz größtenteils von dem anderer Abbildungen unterscheidet.

Überlege dir zuerst, welchem Zweck die jeweiligen Bilder auf Webseiten dienen sollen und suche dann gezielt nach dem Passenden. Es ist wenig sinnvoll, irgendwelche Fotos oder Grafiken zu verwenden, nur weil sie dir gefallen, aber in keiner Beziehung zum Inhalt der Seite / des Betrags oder zu deinem Unternehmen stehen. Bilder auf Webseiten sollten auch nicht nur als Lückenfüller bzw. zum „Aufpeppen/Ersatz“ von (zu) wenig Text dienen.

Überlade deine Website nicht mit Bildern

Wenn dein Internetauftritt nicht primär als Fotogalerie gedacht ist, setze sie nur gezielt ein. Einzelne, aussagekräftige Abbildungen erregen meistens mehr Aufmerksamkeit als eine Aneinanderreihung banaler Bilder.

Bildquellen

So viel vorweg: Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt! Fotos oder Grafiken einfach aus dem Internet herunterladen oder kopieren ist ein absolutes Tabu. Auch Fotos, die privat z. B. von Freunden oder Bekannten mit dir geteilt wurden, darfst du nur auf deiner Website einsetzen, wenn der-/diejenige es dir ausdrücklich (am besten schriftlich) erlaubt hat. Dasselbe gilt für Personen, die auf den Fotos identifizierbar abgebildet sind. Auch hier benötigst du von jeder Person die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Welche Möglichkeiten hast du also, legal an Bilder für Webseiten zu kommen und was sind jeweils die Vor- und Nachteile?

Eigene Bilder und Grafiken

Vorteile:
Individuell und persönlich;
genau das Motiv, dass du zeigen möchtest;
keine rechtlichen Probleme, es sei denn, es sind Personen abgebildet;
geringe Kosten.

Nachteile:
Die Qualität von Fotos ist je nach Kamera und Fotografier-Talent u. U. nicht besonders gut;
für Grafiken sind zudem ein gewisses künstlerisches Talent, Know-how sowie ein spezielles Design-/Grafik-Programm Voraussetzung;
insbesondere bei Grafiken zeitaufwändig.

Fotos und Grafiken vom Profi

Vorteile:
Individuell und persönlich;
genau das Motiv, dass du zeigen möchtest;
in der Regel sehr gute Qualität.

Nachteile:
Suche nach einem guten Fotografen/Grafiker;
Wartezeit;
Urheberrecht verbleibt beim Fotografen/Grafiker, du erhältst nur ein Nutzungsrecht;
unter Umständen recht hohe Kosten.

Bilder auf Webseiten – Online-Portale

Vorteile:
Meistens recht gute Qualität;
große Auswahl an Motiven;
einfach und schnell erhältlich.

Nachteile:
Langweilig – beliebte Fotos wiederholen sich auf anderen Websites „deiner Branche“;
wenig individuell und relativ leicht erkennbar – überwiegend sehr ähnlicher Foto-/Design-Stil;
Urheberrecht verbleibt beim Fotografen/Grafiker sowie dem Anbieter und das Nutzungsrecht ist oft eingeschränkt;
Lizenzgebühren.

Vorsicht! Manche Anbieter von Stockfotos wie z. B. Pixabay werben zwar mit Gratis-Bildern. In der Regel wirst du jedoch auch dort zumindest um eine „Spende“ gebeten oder du kannst nur eine begrenzte Anzahl an Bildern kostenlos herunterladen. Eine andere Variante ist, dass die „lizenzfreien“ Abbildungen mit einem Wasserzeichen versehen sind, das du nicht entfernen darfst. Darüber hinaus schließen die Anbieter normalerweise eine Bearbeitung aus.

Unabhängig davon, ob du für die Bilder eine Gebühr bezahlt hast oder nicht, gehören sie nicht dir. Du hast lediglich ein Nutzungsrecht erworben und musst immer die Bildquelle (z. B. iStock) sowie meistens auch den Namen des Erstellers unter dem Bild angeben. Diesen findest du, wenn du auf der Website des Anbieters auf das gewünschte Bild klickst.

(Standard-) Lizenzen

Da Bilder auf Webseiten bis auf extrem wenige Ausnahmen öffentlich sind, muss die Lizenz auch für eine geschäftliche bzw. kommerzielle Nutzung gelten. Lies nicht nur deshalb immer die Lizenzbedingungen des jeweiligen Anbieters genau durch!

Vorbereitung der Bilder

In diesem Zusammenhang ist der Begriff Vorbereitung als Anpassung der Abbildungen an die Erfordernisse des Internets zu verstehen. Im Unterschied zur Bildbearbeitung, womit im herkömmlichen Sinne eine Modifizierung von Fotos (Helligkeit, Kontrast, etc.) gemeint ist, geht es hier primär um die Bildgröße und die Datenmenge. Das schließt natürlich nicht aus, dass du, falls notwendig, auch noch Korrekturen am Bild selbst vornehmen kannst (sofern es dein eigenes ist oder du die Genehmigung dazu vom Ersteller hast).

Um deine Abbildungen website-tauglich zu machen, benötigst du auf jeden Fall ein echtes Fotobearbeitungs- bzw. Design-Programm wie beispielsweise

Die Möglichkeiten, die kostenlose Online-Programme oder die Foto-Apps der Gerätehersteller bieten, reichen für Bilder auf Webseiten nicht aus, um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen.

Voraussetzungen für Bilder auf Webseiten

Bei der Auswahl der Original-Fotos und -Grafiken solltest Folgendes bedenken:

  1. Qualität: Ein unscharfes Foto wird auf der Website nicht besser aussehen – im Gegenteil – und eine schlecht gemachte oder im jp(e)g-Format vorliegende Grafik wird später verwaschene Konturen zeigen.
  2. Maße: Das Original-Foto darf nicht kleiner sein, als das später auf der Website eingesetzte – das „Größer ziehen“ von Fotos führt zu einer Verpixelung.
  3. Vektorgrafiken lassen sich beliebig verkleinern oder vergrößern, solche im png-Format nur bis zu einem gewissen Grad.

Keine Fotos direkt aus der Kamera

Setze niemals Bilder auf Webseiten so ein, wie du sie fotografiert hast, selbst wenn die Maße und die Qualität stimmen sollten. Zumindest die Datenmenge der modernen digitalen Fotos muss in jedem Fall verringert werden!

Standardmaße bei WordPress

Als Ausgangswerte für Abbildungen, die bei WordPress eingesetzt werden sollen, sind drei Standard-Maße, die sich auf die angezeigte Größe beziehen, für Bilder auf Webseiten voreingestellt. Diese sind:

  • Groß: Maximale Breite 1024 px, maximale Höhe 1024 px
  • Mittelgroß: Maximale Breite 300 px, maximale Höhe 300 px
  • Vorschaubilder (Thumbnails): Maximale Breite 150 px, maximale Höhe 150 px

Ausgehend von der Breite eines Standard-Textblocks bedeutet das, dass ein großes Bild automatisch genauso breit wie der Textblock eingefügt wird. Falls du für deine Blöcke im Customizer eine andere Breite, beispielsweise 1100 px festgelegt hast, oder dein Theme andere Maße verwendet, müsstest du die Maße auf dem WP-Dashboard unter Einstellungen > Medien > Groß entsprechend anpassen, um dasselbe Ergebnis zu erzielen.

Bei Abbildungen innerhalb einer Seite oder eines Beitrags, ist das Einhalten der Breite zwar auch sinnvoll, die Höhe kann jedoch abweichen. Wenn deine Abbildung höher als der Standardwert ist, wird sie auch in der Höhe des Ausgangsbilds angezeigt. Soweit die Theorie.

Spezielle Abbildungen

Selbstverständlich betreffen die oben genannten Standards nicht Logos, das Web Icon oder Symbol-Grafiken. Logos in der Menüleiste sollten etwa eine angezeigte Höhe von 50 bis 60 px, Web-Icons die Maße 512 x 512 px haben und Symbole sind normalerweise quadratisch, z. B. 200 x 200 px.

Die richtigen Maße in der Praxis

Der Unterschied zur Theorie besteht darin, dass die anzuzeigende Größe nicht mit der tatsächlichen Größe gleichzusetzen ist. Idealerweise lädst du die Ausgangsfotos und -grafiken immer „größer“ hoch (Ausnahmen s. Spezielle Abbildungen), da du sie so später variabeler einsetzen kannst (s. Bilder im Editor einfügen).

Unter Berücksichtigung einer scharfen Darstellung auch auf hochauflösenden Bildschirmen bzw. Retina-Displays (Geräte von Apple) sowie der Möglichkeit, ein Bild evtl. auch breiter als der Inhalt / über die gesamte Seitenbreite einsetzen zu können, bedeutet das:

  • Maße beim Hochladen: 2048 px Breite, 1200 px Höhe
  • Angezeigte Größe im Editor – Groß (full): 1024px x 600 px = 50 % des Ausgangsbilds.

Falls es sich um ein Bild im Hochformat handelt, solltest du für das Ausgangsbild eine maximale Breite von 1024 px = angezeigte Breite 512 px verwenden. Bei einer Breite von 2048 px = angezeigte Breite 1024 px würde das Bild andere Inhalte in den Hintergrund drängen und u. U. höher als der Bildschirm sein, was die „harmonische“ Gesamtdarstellung einer Seite / eines Beitrags sehr stören würde.

Querformat bevorzugen

Insbesondere für Header-Bilder bzw. Abbildung, die du am Kopf eines Beitrags und gleichzeitig als Featured Image/Beitragsbild einsetzen möchtest, solltest du immer das Querformat und dieselben Maße wählen. Ein Nebeneffekt dieser Vorgehensweise ist bei Beiträgen darüber hinaus, dass die Darstellung in den (Blog-) Archiven so automatisch einheitlich ist.

Anpassung der Bild-Maße

Wie bereits eingangs des Beitrags erwähnt, kommst du um die Investition in ein gutes Bildbearbeitungs-Programm nicht herum, um eine professionelle Darstellung der Bilder auf Webseiten zu erreichen. Die folgenden Beschreibungen beziehen sich auf das Arbeiten mit Affinity, die Vorgehensweise dürfte aber bei anderen professionellen Programmen nicht wesentlich davon abweichen.

Bilder auf Webseiten - Maske erstellen, Bild einpassen
Abb. 1 – Maske und Bildausschnitt erstellen (Screenshots: eb/Affinity Designer)

Schritt 1 – Maske erstellen

Als erstes öffnest du dein Bearbeitungsprogramm und legst die notwendigen Maße fest. Dazu gibst du für Bilder im Querformat bei Seitenbreite 2048 px und bei Seitenhöhe 1200 px ein. Falls es sich um ein Foto im Hochformat handelt, verfährst du im Prinzip genauso, nur dass du 1024 px für die Breite und dann die gewünschte Höhe festlegst. Am besten verwendest du einen transparenten Hintergrund (s. Abb. 1 oben links).

Anschließend klickst du auf Erstellen und auf der Bearbeitungsoberfläche erscheint ein Rechteck in der passenden Größe. Die weiteren Schritte beziehen sich nun auf Fotos. Wenn du Grafiken selbst erstellst oder fertige Grafiken verwendest, legst du die Maskengröße natürlich entsprechend dem Verwendungszweck fest und füllst sie dann mit Inhalt.

Bilder auf Webseiten - Bild in die Maske einpassen
Abb. 2 – Gesamtes Bild in die Maske einpassen (Screenshots: eb/Affinity Designer)

Schritt 2 – Bild anpassen

Als nächstes lädst du dein Originalfoto in das Programm bzw. ziehst es von deinem Desktop in/über die Maske, so dass sich beide im selben Bearbeitungsfenster befinden. Natürlich wird das Foto jetzt größer als die Maske sein. Auf Abb. 1 oben rechts / Abb. 2 oben links zeigt das rote Rechteck die Größe der Maske und die blaue Linie die des „Fotos“.

Das Ziel ist natürlich, dass das Foto genauso groß wie die Maske ist. Um dies zu erreichen, hast du unterschiedliche Möglichkeiten. Einerseits kannst du nur einen Bildausschnitt erstellen. Dazu verschiebst du das Foto so über der Maske, dass das, was du zeigen möchtest, innerhalb der Maske liegt. Auf der Abb. 1 unten links wäre die rote Fläche der später sichtbare Bildausschnitt.

Wenn du möglichst das gesamte Foto anzeigen willst, passt du das gesamte Foto an:

  1. Bewege mit dem Cursor das Foto so über die Maske, dass z. B. seine linke obere Ecke deckungsgleich mit der linken oberen Ecke der Maske ist.
  2. Nun verkleinerst du das Foto, indem du mit dem Cursor auf die rechte untere Ecke des Fotos klickst.
  3. Diese Ecke schiebst du dann so in Richtung rechte untere Ecke der Maske, dass das gesamte Foto „gleichmäßig schrumpft“, bis mindestens drei der Ränder des Fotos mit der Maske abschließen (s. Abb. 2 oben rechts).
  4. Sollte das Foto jetzt rechts oder unten (je nach Größe des Ausgangsfotos) noch etwas überstehen, verschiebst du das Foto entsprechend (s. Abb. 2 unten links), bis es gut aussieht (s. Abb. 2 unten rechts).

Natürlich kannst du auch beide Varianten kombinieren, indem du das Bild für den passenden Bildaussschnitt nur etwas verkleinerst. Abschließend könntest du sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Option die überstehenden Ränder noch abschneiden, musst es aber nicht. Sobald du das Bild speicherst, wird nur noch der in der Maske befindliche Teil übernommen.

Nur Zurechtschneiden reicht nicht

Zum einen ist schwierig, ein zu großes Foto ohne Maske nur durch Abschneiden der Ränder genau auf die benötigte Breite und Höhe zu bringen. Zum anderen verringert das die Datenmenge nur unwesentlich.

Das richtige Format für Bilder auf Webseiten

Normalerweise sind die gängigen Formate für Fotos jp(e)g (Joined Photographic Expert Group) und für Grafiken png (Portable Network Graphics). Bei Grafiken kann es auch das svg-Format (Scalable Vector Graphics) sein.

Für Bilder auf Webseiten kannst du bei Fotos ebenfalls das jp(e)g-Format und für Grafiken das png-Format verwenden. Vektorgrafiken im svg-Format lassen sich in der Regel nicht ohne Weiteres zu WordPress hochladen und aus Sicherheitsgründen ist das generell auch nicht zu empfehlen. Allerdings gibt es für Bilder auf Webseiten (Fotos und Grafiken) noch ein neu(er)es Format – webP.

Dessen Vorteil ist, dass die Datenmenge im Vergleich zu den üblichen Formaten wesentlich geringer ist, ohne dass die Qualität darunter leidet. Inzwischen wird es auch von allen modernen Browsern unterstützt. Allerdings können noch nicht alle Bildbearbeitungs-Programme Abbildungen in diesem Format exportieren. Somit müssten sie ggf. mittels eines entsprechenden Online-Dienstes umgewandelt/konvertiert werden, was ein zusätzlicher Arbeitsschritt wäre.

Bilder auf Webseiten - ANgepasste Bilder speichern/exportieren
Abb. 3 – Bilder aus dem Bearbeitungs-Programm exportieren (Foto, Screenshots: eb/Affinity Designer)

Angepasste Abbildung speichern

Nachdem deine Abbildung nun die für Bilder auf Webseiten korrekten Maße hat, musst du es auf deinem/n Desktop speichern/exportieren. Dazu wählst du zunächst das Format aus. Falls es mit deinem Bearbeitungsprogramm möglich ist, wäre das sowohl für Fotos als auch für Grafiken webP. Bei einem Foto oder einer Grafik, die auch ein Foto enthält, stellst du als Vorgabe > WEBP (Beste Qualität) ein. Für eine reine Grafik verwendest du WEBP (Verlustfrei Kleinstes).

Sofern dein Bearbeitungsprogramm das neue Format nicht unterstützt, wählst du für Fotos wieder JPEG (Höchste Qualität) und für Grafiken PNG (s. Abb. 3) aus. Optional kannst du danach aus deinen jp(e)g- und png-Abbildungen online mittels eines entsprechenden Konverters noch webP-Dateien erstellen. Der Unterschied bzgl. der Datenmenge ist doch so groß, dass es sich meistens lohnt (s. Vergleichswerte unter „Datenmenge verringern“).

Vor dem Speichern gibst du der Abbildung noch einen passenden Namen. Dieser könnte beispielsweise mit einem/wenigen Wort/en beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist und / oder das Schlüsselwort des Beitrags, in dem es eingesetzt werden soll, enthalten. Des Weiteren könntest du noch die Maße, den Namen des Erstellers/Fotografen oder das Datum hinzufügen. Allerdings versieht WordPress auch alle hochgeladenen Bilder auf Webseiten automatisch mit einem Datum.

Bilder auf Webseiten verdienen eine Bezeichnung

Nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch für dich selbst ist es sinnvoll, Bilder auf Webseiten nicht als IMG–1234.jpg hochzuladen. Mit der Zeit sammeln sich meistens zahlreiche Abbildungen an, die du u. U. später einmal ersetzen oder auch mehrmals einsetzen möchtest. Da erleichtert ein eindeutiger Name die Suche beträchtlich.

Datenmenge verringern

Zwar wurde die Datenmenge durch die Größenanpassung und durch die Umwandlung in das webP-Format schon etwas verringert, ist für Bilder auf Webseiten und vor allem Fotos jedoch immer noch zu groß. Doch von welchen Datenmengen ist hier eigentlich die Rede? Als Beispiel soll das Foto auf Abb. 3 unten links dienen:

  • Originalfoto: 4023 x 3024 px – Dateigröße: 2,3 MB
  • Angepasste Größe: 2048 x 1200 px
    • JPEG: 1,9 MB
    • WEBP (Beste Qualität): 448,38 kB
  • Komprimiert
    • JPEG: 278,3 kB
    • WEBP: 230,5 kB

Obwohl es sich nur um ein wenig detailreiches und mit einem älteren iPhone aufgenommenes Foto handelt, ist schon ein deutlicher Unterschied erkennbar. Umso deutlicher würde er bei mit einer hochwertigen Digital-Kamera aufgenommenen und detailreicheren Fotos ausfallen, deren Dateigröße bei 8 MB und mehr liegen kann.

Von WordPress komprimierte Bilder

Zwar werden alle Bilder auf Webseiten auch beim Hochladen in die WordPress Mediathek etwas komprimiert, aber bei weitem nicht in dem Maße, wie es eigentlich notwendig wäre. Deshalb ist eine „externe“ Komprimierung immer anzuraten.

Komprimierung mit tinyPNG

Der letzte Schritt, bevor Bilder auf Webseiten hochgeladen werden können, ist folglich die Komprimierung. Dazu empfehle ich den Online-Dienst tinyPNG. In der kostenlosen Version kannst du bis zu 20 Abbildungen bzw. Fotos mit maximal 5 MB bei einem Durchgang komprimieren.

Nach dem Aufrufen der tinyPNG-Website erscheint oben ein Feld, in das du deine Bilder hineinziehen kannst. Du hast aber auch die Möglichkeit, in das Feld zu klicken und deine Bilder vom Desktop hochzuladen. Anschließend startet automatisch die Komprimierung. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, siehst du links den Namen des Bilds und dessen ursprüngliche Dateigröße, in der Mitte einen grünen Balken und rechts die verringerte Dateigröße.

Bevor du die Abbildungen wieder herunterlädst, solltest du deine Ausgangsbilder in einem separaten Ordner ablegen, da sonst die komprimierten Dateien einen Namenszusatz erhalten würden, um sie von den Ausgangsbildern gleichen Namens zu unterscheiden. Wenn du mehrere Bilder komprimiert hast, kannst du entweder jedes einzeln über einen Link ganz rechts neben der betreffender Abbildung oder alle gleichzeitig über den „Download all“-Button auf deinem Desktop speichern. Du erhältst eine zip-Datei, die du dann entpackst.

Falls du regelmäßig sehr viele Bilder auf Webseiten einsetzt, könnte dir die externe Lösung vielleicht zu aufwendig erscheinen. Natürlich gibt es auch WordPress-Plugins, neben anderen auch das von tinyPNG Tiny Compress Images, die du über dein WP-Dashboard installieren kannst. Diese erfüllen ihre Aufgabe automatisch, sobald du Bilder auf Webseiten hoch lädst. Einerseits können sich jedoch (zu viele) Plugins ebenfalls wiederum negativ auf die Ladezeit der Website auswirken. Andererseits hast du weniger Kontrolle über das, was mit deinen Bildern passiert. Aus beiden Gründen bevorzuge ich die externe Methode.

Komprimierung nicht notwendig

… bei kleineren, als reine Vektorgrafik erstellten und im webP-Format gespeicherten Abbildungen, da die Datenmenge bei diesen normalerweise sowieso nur im ein- bis zweistelligen kB-Bereich liegt.

Bilder auf Webseiten bei WordPress

Nachdem deine Abbildungen jetzt die erforderlichen Maße, das korrekte Format sowie einen Namen haben und komprimiert sind, kannst du sie zu WordPress hochladen. Hierzu öffnest du dein Dashboard und klickst im linken Menü auf Medien. Im Fenster der Mediathek befindet sich oben links ein Button Neue Mediendatei hinzufügen. Ein Klick darauf öffnet wiederum ein neues Fenster.

Oben siehst du das Feld Dateien für Upload bereitstellen. Entweder du ziehst dein Bild in dieses Feld oder du klickst auf „Datei auswählen“, um es von deinem Desktop hochzuladen. Sobald der Upload abgeschlossen ist, erscheint das Bild an erster Stelle der Medienübersicht.

Bilder auf Webseiten - Auf WordPress-Seiten einfügen
Abb. 4 – Bilder zu WordPress hochladen und auf Seiten / in Beiträgen einfügen (Foto, Screenshots: eb/WordPress)

Beschriftung in der Mediathek

Am besten klickst du direkt auf die neue Abbildung und bearbeitest die Anhang-Details (s. Abb. 4 linke Spalte). Links in diesem Fenster erscheint dein Bild und rechts eine Seitenleiste. Im oberen Teil findest du die folgenden Angaben, die bereits ausgefüllt sind (* kann fehlen, wenn ein Bild nicht mit einer Seite verknüpft ist):

  • Hochgeladen am: Datum
  • Hochgeladen von: Normalerweise Name des Administrators
  • Hochgeladen zu: Titel der Seite / des Beitrags*
  • Dateiname: Der Name, den du deinem Bild gegeben hast
  • Dateityp: image/webp, img/jpeg oder image/png
  • Dateigröße: Idealerweise … kB
  • Abmessungen: z. B. 2048 auf 1200 Pixel

Darunter befinden sich mehrere Felder, die entweder schon ausgefüllt sind (*), ausgefüllt werden sollten oder auch frei bleiben können (-):

  • Alternativer Text: Was ist auf dem Bild zu sehen
  • Titel: Name des Bilds*
  • Beschriftung: Bildquelle/Rechteinhaber, evtl. kurzer Text, der direkt unter dem Bild erscheint
  • Beschreibung:
  • Datei-URL: wird automatisch generiert*

Anschließend verlässt du dieses Fenster wieder, indem du auf das X oben rechts klickst.

Bilder im Editor einfügen

Um Bilder auf Webseiten einzufügen, öffnest du eine deiner Seiten / einen deiner Beiträge oder erstellst eine/n neue/n. An der Stelle, an der die Abbildung eingesetzt werden soll, fügst du einen neuen Bild-Block ein. Mehr Informationen über Blöcke findest du in meinen Gutenberg Tutorials.

Im Auswahl-Fenster klickst du auf Mediathek und dann auf die Abbildung, die du einfügen möchtest. Anschließend erscheint das Bild im Editor mit einer Bearbeitungsleiste darüber (s. Abb. 4 Mitte oben). Falls du bei den Anhang-Details noch keine Beschriftung eingefügt hast, klickst du auf das Kästchen mit den drei Punkten und gibst unterhalb des Bilds deinen Text ein. Hier ist es auch möglich, einen Link hinzuzufügen, was im Anhang-Details-Fenster nicht der Fall ist.

In der rechten Seitenleiste des Bild-Blocks nimmst du anschließend weitere Einstellungen vor (s. Abb. 4 rechte Spalte):

  • ALTERNATIVTEXT: Kontrolliere, ob er zu dem Bild und dem Titel der Seite / des Beitrags passt; ergänze/korrigiere ihn falls notwendig für diesen Bild-Block.
  • SEITENVERHÄLTNIS: Bei einem „Standard-Bild“ änderst du hier nichts.[1]
  • BREITE – HÖHE: Auch hier brauchst du bei einem „Standard-Bild“ nichts anzugeben, sondern belässt es jeweils bei automatisch.[2]
  • AUFLÖSUNG: Wenn du dein Bild wie oben beschrieben in doppelter Größe erstellt hast und hier „vollständige Größe“ angegeben sein sollte, änderst du das auf groß.[2]

[1] Es ist immer besser, Bilder für Webseiten direkt in dem Seitenverhältnis hochzuladen, in dem es auch eingesetzt werden soll und die Anpassung nicht erst im Editor vorzunehmen.
[2] Wenn du die Einstellung für ein Bild, dass größer als 1024 x 600 px ist in vollständiger Größe belässt, wird es auf kleineren Bildschirmen häufig verzerrt (an den Seiten gestaucht) und nicht wirklich responsive dargestellt. Auch bei manuell festgelegten Breiten und Höhen passt sich die Abbildung eventuell nicht richtig an kleine Bildschirme an.

Ab WordPress-Version 6.4. befindet sich unter den oben genannten Feldern noch ein Schalter – Mit Klick erweitern. Wenn du diese Funktion aktivierst, vergrößert sich die Abbildung sobald ein Besucher darauf klickt. Jetzt musst du die Seite / den Beitrag nur noch speichern.

Bilder auf Webseiten - Zusammenfassung

Bilder auf Webseiten – Zusammenfassung

Ein Problem vieler Internetauftritte ist, dass Bilder auf Webseiten zwar schön anzusehen sind, jedoch die Leistung der Website stärker als notwendig beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass nicht korrekt eingefügte Bilder auf Webseiten auch für Suchmaschinen schlecht „einzuordnen“ sind, was das Ranking negativ beeinflussen kann. Webcrawler können Bilder nicht anschauen, sondern sind auf einen beschreibenden Text angewiesen. Um diese Probleme zu lösen bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen, ist eine gute Vorbereitung der Bilder auf Webseiten unumgänglich.

Diese beginnt bereits mit der Auswahl passender und qualitativ hochwertiger Fotos und Grafiken, an denen du zumindest Nutzungsrechte besitzt. Anschließend solltest du Bilder auf Webseiten keinesfalls „out of the Box“ einsetzen, sondern deren Maße an die Erfordernisse deiner Website / deines Themes anpassen, sie im optimalen Format speichern und vor allem komprimieren. Zum Schluss dürfen natürlich der Alternativtext für die Suchmaschinen (und als Information, falls Bilder auf Webseiten einmal nicht angezeigt werden), Angaben zum Urheber/Ersteller sowie evtl. eine sinnvolle Beschriftung nicht fehlen.

Fazit

Bilder auf Webseiten korrekt einzusetzen mag auf den ersten Blick nach viele Arbeit aussehen. Da die meisten Website-Betreiber jedoch wohl nicht täglich Unmengen an Abbildungen veröffentlichen, relativiert sich der Aufwand und wird nach kurzer Zeit zur Routine. Es lohnt sich auf jeden Fall und nicht zuletzt die Besucher deiner Seiten und Beiträge werden vor allem von der besseren Ladezeit profitieren.

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