WordPress Tutorial Teil 1 | Login und erste Einstellungen

Von - 2019-09-12

Das WordPress Tutorial Teil 1 beschreibt speziell für Anfänger sowie Blogger in der EU den Einstieg in das Redaktionssystem von WordPress.org.

WordPress Tutorial Teil 1
Grafik: eb / Logo: WordPress

WordPress Tutorial Teil 1 – Vorbemerkungen

Um einer eventuellen Verwirrung vorzubeugen, zunächst eine kurze Begriffserklärung. Es gibt WordPress sozusagen zwei Mal. Einerseits WordPress.com, eine Plattform, auf der du kostenlos eine bei WordPress gehostete Webseite erstellen und betreiben kannst. Die URL würde dann z. B. meineseite.wordpress.com lauten. Andererseits WordPress.org, eine quelloffene Software zur redaktionellen Bearbeitung von selbst-gehosteten Webseiten. Und davon soll im WordPress Tutorial Teil 1 und den Folgebeiträgen die Rede sein.

Weltweit werden 44 % aller Webseiten ohne Content-Management-System (Redaktionssystem) betrieben. Nachdem WordPress 2011 noch einen Marktanteil von 13,1 % hatte, nutzen 2019 schon 33 % aller Webseiten WordPress. Anders ausgedrückt haben sich 60 % der Webseiten-Betreiber, die ein CMS verwenden, für WordPress entschieden. Danach folgt mit weitem Abstand Joomla mit 3 % aller Webseiten bzw. 5,4 % CMS-Marktanteil. Damit ist WordPress das am weitesten verbreitete Redaktionssystem für Webseiten. Unter anderen arbeiten damit z. B. die New York Times, Vogue, Reuters, Skype Blogs, Facebook Newsroom oder 1&1, Tagesschau und Xing. Auch ebblogs.

Warum überhaupt ein CMS wie WordPress?

Wer nun aufgrund dieser z. T. großen Namen meint, WordPress sei nur etwas für absolute Profis, liegt falsch. Denn von den Vorteilen, die das CMS gegenüber den meisten anderen hat, wie

  • übersichtliche Benutzeroberfläche
  • einfache Bedienung
  • SEO-Freundlichkeit
  • fast unendliche Gestaltungsmöglichkeiten

profitieren alle Webseiten, unabhängig von der Größe. Gerade die beiden ersten Punkte machen das CMS auch für technische Laien oder Neulinge interessant. Deshalb soll dir mein WordPress Tutorial Teil 1 ff. anhand des fiktiven Blogs „Meine Welt von Mia Will“ zeigen, wie es funktioniert und wie du damit arbeiten kannst.

WordPress Tutorial Teil 1 – Voraussetzungen

Wie bereits in den Vorbemerkungen erwähnt, muss deine Webseite selbst-gehostet sein, um WordPress nutzen zu können. Zwar brauchst du keinen eigenen Server, aber du benötigst einen Webspace, also einen Platz auf dem Server eines Hosting-Anbieters. Anschließend müssen die WordPress-Dateien irgendwie dort installiert werden. Da es bei meinem WordPress Tutorial Teil 1 nicht um rein technische Details, sondern die Nutzung des CMS gehen soll, hier nur eine kurze Beschreibung der drei Varianten.

Einerseits ist bei vielen Hosting-Providern das WordPress-CMS optional im Hosting-Paket enthalten. Wenn du möchtest, bieten sie dir i. d. R. eine 1-Click-Installation an. Wie das funktioniert erklärt dir dein Host mehr oder weniger ausführlich z. B. in seinen FAQs. Außerdem hast du auch die Möglichkeit, die Dateien selbst in deinen Webspace hochzuladen. Hierzu rufst du die Download-Seite von WordPress.org auf. Unterhalb des Download-Buttons findest du die Anforderungen. Außerdem einen Link zur (leider englischen) Installationsanleitung. Andererseits hast du vielleicht das Glück, einen Hosting-Service zu finden / zu haben, der dich Schritt für Schritt durch die Installation führt. Oder die Einrichtung für dich übernimmt.

Login

Nachdem die Einrichtung auf dem Server abgeschlossen ist, sollte WordPress mit deiner Domain verknüpft sein. Als nächstes benötigst du einen Nutzernamen, der weder admin (auch wenn WordPress das u. U. automatisch vorschlägt) noch dein oder der Name deiner Webseite sein sollte. Und natürlich ein sicheres Passwort, dass ebenfalls keinen Bezug zu dir oder der Webseite haben sollte. Die beliebten 123456789, qwertz etc. verbieten sich von selbst. Darüber hinaus musst du als Administrator natürlich Schreib- und Leserechte besitzen.

Um jetzt endlich loszulegen, öffnest du deinen Browser. In die Suchleiste gibst du https://deineseite.de/wp-admin ein. Möglicherweise lautet die URL auch https://deineseite.de/wp-admin/index.php. Natürlich ersetzt du deineseite.de durch den tatsächlichen Namen deiner Domain. Falls deine Seite nicht verschlüsselt ist, beginnt die URL nur mit http://…. Allerdings ist es empfehlenswert, für die Webseite ein SSL-Zeritfikat zu besitzen. Sofern bei der Installation nichts schief gelaufen ist, sollte sich jetzt ein Login-Fenster öffnen. Dort gibst du deinen Benutzernamen und das Passwort ein. Anschließend erscheint die Startseite des CMS.

Sowohl deinen Nutzernamen als auch das Passwort brauchst du immer mal wieder. Einerseits fordert dich WordPress in gewissen Abständen auf, dich erneut einzuloggen. Andererseits kann es auch einmal notwendig sein, deinen Browser-Cache, Cookies etc. zu löschen. Dann funktioniert u. U. das automatische Login auch nicht mehr. Infolgedessen solltest du die Zugangsdaten so verwahren, dass du jederzeit Zugriff darauf hast, andere Personen jedoch nicht – Stichwort: Passwort-Manager.

5 Abbildungen

WordPress Tutorial Teil 1 – Einstellungen

Mein WordPress Tutorial Teil 1 beginnt mit der Kontrolle bzw. Korrektur der Grundeinstellungen. Zusätzlich zeigen dir meine Abbildungen, wie es am Ende aussehen könnte. Der erste Schritt ist, dass du deinen Cursor im Menü auf der linken Seite über den Punkt Einstellungen bewegst. Anschließend klickst du auf Allgemein.

  • Titel der Webseite = sollte dem tatsächlichen Namen entsprechen
  • Untertitel = Einige wenige Worte zum Inhalt deiner Webseite
  • WordPress-Adresse = URL deiner Webseite*
  • Website-Adresse = i. d. R. dieselbe URL wie oben*
  • E-Mail-Adresse = eine deiner aktiven E-Mail-Adressen

* Falls deine Seite verschlüsselt ist, muss dort anstelle vom voreingestellten http:// https:// stehen! Außerdem nimmst du eventuell noch folgende Anpassungen vor:

  • Standardrolle des neuen Benutzers = am Besten „Abonnent“ beibehalten und andere Nutzerollen später manuell einrichten.
  • Sprache der Webseite = i. d. R. wird das wohl Deutsch sein
  • Zeitzone, z. B. Berlin
  • Datumsformat = in welcher Reihenfolge soll ein Datum später auf deiner Seite und ggfs. URL angezeigt werden (d = day/Tag, m = month/Monat, Y = Year/Jahr)
  • Zeitformat = Stunden von 0:00 bis 23.59 oder von 1:00 bis 12:59 am bzw. pm

Zuletzt bestimmst du noch, an welchem Tag deine Woche beginnen soll. Wenn alles in Ordnung ist, Änderungen speichern nicht vergessen!

Schreiben und Lesen

Nachdem du auf Schreiben geklickt hast, kannst du jeweils auswählen, welches deine Standard-Kategorie und dein Standard-Beitragsformat sein sollen. Unabhängig davon, für was du dich hier entscheidest, kannst du das später beim Schreiben für jeden einzelnen Beitrag individuell festlegen. Zwar erkläre ich in meinen WordPress Tutorials (nur) das Arbeiten mit dem Gutenberg-Editor. Dennoch hast du die Möglichkeit mittels eines Plugins auch den Klassischen Editor als Option zur Verfügung zu haben. Falls dem so ist, gibst du hier an, welches dein Standard-Editor sein soll und ob z. B. andere Autoren diesen wechseln dürfen.

Hinter Lesen verbergen sich Einstellungen, die über den später auf deiner Webseite gezeigten Inhalt bestimmen. So entscheidest du dich, ob du als Startseite einfach nur deine letzten Beiträge (Blog) automatisch anzeigen lässt. Oder ob du eine sogenannte Landing-Page erstellst, von der aus deine Leser über das Menü zu deinem Blog oder anderen Seiten gelangen. Wenn du eine Landing-Page, also eine statische Seite verwenden möchtest, gibt du anschließend den Namen dieser Seite und den Namen der Seite mit deinen letzten Beiträgen an.

Darüberhinaus legst du fest, wie viele Beiträge auf einer Blogseite erscheinen. Alle würde bedeuten, dass deine Leser endlos scrollen können/müssen, um die verschiedenen Beiträge zu sehen. Wenn du die Anzahl z. B. auf 10 begrenzt, würden Beitrag 11 bis 20 auf der folgenden Seite angezeigt usw. Sofern du einen Newsfeed anbieten möchtest, bestimmst du ebenfalls die Anzahl der dort angezeigten Beiträge. Des weiteren ist es wichtig, bei der Sichtbarkeit für Suchmaschinen keinen Haken zu setzen. Denn deine Webseite soll doch sicher bei Google und Co. auffindbar sein.

Medien

Der nächste Punkt in meinem WordPress Tutorial Teil 1 sind Medien. Dabei geht es um die Festlegung der maximalen Bildgröße. Wenn du ein Standard-WordPress-Theme verwendest, kannst du meistens die Voreinstellung unverändert lassen. Dennoch ist es auch dann sinnvoll, noch einmal in der Dokumentation zu deinem Theme nachzusehen, welche Bildgrößen die Entwickler empfehlen. Falls sie von der Voreinstellung bei WordPress abweichen, fügst du die Bildgrößen für dein Theme ein. Wobei du die Maße der Thumbnails auch dann unverändert lassen kannst.

Abschließend musst du dir Gedanken über die Struktur deiner Permalinks machen. Jedes Mal, wenn du einen Beitrag veröffentlichst, wird automatisch ein Permalink erstellt. Anschließend zeigt die Suchmaschine diesen unterhalb deines Beitragstitels an und jeder kann den Beitrag über diesen Link im Browser aufrufen.

Permalinks

WordPress bietet dir eine Menge Möglichkeiten zur Gestaltung dieser Links an. Fest steht lediglich der Anfang: https://deineseite.de/. Was danach kommt, bestimmst du. Und zwar sowohl welche Informationen der Link enthalten sollt, als auch in welcher Reihenfolge. Neben den Vorgaben von WordPress, stehen folgende Variablen zur Auswahl:

  • year = Jahr
  • monthnum = Monat als Zahl
  • day = Tag – hour = Stunde
  • minute = Minute – second = Sekunde
  • post-id = Beitrags-ID (von WordPress automatisch generierte Zahl)
  • postname = Beitragsname (-titel)
  • category = Kategorie, der der Beitrag zugeordnet ist
  • author = Autor

Anschließend bastelst du durch Anklicken des entsprechenden %…%-Buttons in der von dir gewünschten Reihenfolge dein URL-Schema.

Drei wichtige Hinweise zu URLs

Bevor du dich endgültig entscheidest, sind drei Aspekte zu beachten. Einerseits sollte die URL sowohl Besucher- als auch Suchmaschinen-freundlich sein. Besucher wollen auch in der URL erkennen können, um was es in dem Beitrag eigentlich geht. Irgendwelche Zahlenkombinationen sind da weniger geeignet. Und Suchmaschinen mögen keine unendlich langen URLs, die im Browser dann auf wenige Wörter und … gekürzt erscheinen.

Andererseits solltest du dir überlegen, ob bestimmte Elemente unbedingt in der URL enthalten sein müssen. Denn du musst dir bewusst sein, dass die hier festgelegte URL-Struktur in Zukunft für alle Beiträge / Seiten gilt. So wäre das Erstellungsdatum z. B. nicht notwendig, da es i. d. R. sowieso im Snippet erscheint. Wenn du den Beitrag irgendwann einmal runderneuerst, könntest du das Datum im Snippet anpassen. Jedoch würde das ursprüngliche Datum in der URL erhalten bleiben und somit verwirren.

Abschließend ist es wichtig, daran zu denken, dass du problemlos den Titel eines Beitrags ändern, den Inhalt aktualisieren, ihn neu veröffentlichen etc. kannst. Weil Suchmaschinen jedoch jede Änderung an einer bereits indexierten URL als eine neue URL ansehen, bekommst du für die alte später Fehlermeldungen (s. auch 404 Fehler vermeiden). Deshalb ist eine ÄNDERUNG DER URL, WENN IRGENDWIE MÖGLICH, ZU VERMEIDEN!

Wie geht es weiter?

Unter jedem Einstellungspunkt findest du noch weitere, hier nicht beschriebene Details. Diese solltest du dir natürlich auch ansehen. Nachdem du alle Optionen überprüft und hoffentlich jeweils die Änderungen am Ende der Seite gespeichert hast, hast du die ersten Schritte geschafft.

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