WordPress Werkzeuge – Vorlage Datenschutz | Tutorial Teil 3

WordPress Werkzeuge

Themen im 3. Teil des Tutorials (für EU-Blogger & Anfänger): Beschreibung der WordPress Werkzeuge sowie Hinweise zur Datenschutzerklärung. + Tutorial zum Download

Inhaltsverzeichnis

Tutorial Teil 3 – WordPress Werkzeuge

Wie bereits in Teil 1 und 2 meines WordPress Tutorials geht es im dritten Teil noch einmal um die Basis-Einstellungen des Redaktionssystems. Außerdem erläutere ich die Vor- und Nachteile der mitgelieferten Datenschutz-Vorlage.

Doch zunächst die WordPress Werkzeuge. Diese finden Sie natürlich wieder in der Seitenleiste der WP-Startseite. Auch hier klappt nach der Berührung des Menüpunkts Werkzeuge ein Untermenü aus:

  • Daten importieren
  • und exportieren
  • Website-Zustand
  • Personenbezogene Daten exportieren
  • sowie diese löschen

Darüber hinaus können in der Liste noch weitere Tools auftauchen. Denn bei manchen Plug-ins erreichen Sie die Einstellungen bzw. Bearbeitungsoberfläche ebenfalls unter WordPress Werkzeuge. Mehr dazu im 4. Teil meines Tutorials über Plugins.

WordPress Werkzeuge – Daten importieren und exportieren

Eventuell haben Sie bereits einen Blog bei einem anderen Anbieter und möchten die Inhalte weiterverwenden. Deshalb erlaubt es WordPress Daten aus anderen Blogsystemen in das Redaktionssystem zu übernehmen. Nachdem Sie auf Daten Importieren geklickt haben, erscheint eine Liste mit den unterstützten Systemen. Neben dem Namen des Ausgangssystems erfahren Sie welche Arten von Daten Sie wie importieren können.

Jedoch funktioniert das nicht „out of the box“. Falls Sie beispielsweise Ihre Beiträge und Medien aus Tumblr zu WordPress übertragen möchten, geht das nur über die API von Tumblr.

API

Das Application-Programming-Interface ist eine Programmierschnittstelle, die es ermöglicht, Inhalte eines Programms oder einer Website mit einem/r anderen auszutauschen. Bekannt ist eine solche API-Nutzung z. B. von Drittanbieter-Apps, die auf die Inhalte sozialer Medien wie Twitter zugreifen.

Der Import

Um nun Ihre Dateien mittels der WordPress Werkzeuge zu übertragen, benötigen Sie zusätzlich einen, speziell für das Herkunftssystem programmierten, Importer. Sobald Sie unter dem Namen des Blogsystems auf Details klicken, bietet Ihnen WordPress das entsprechende Plug-in zum Herunterladen an. Leider sind diese Plugins schon längere Zeit nicht mehr aktualisiert worden.

Zwar schließt dieser Umstand die Verwendung eines Plug-ins nicht grundsätzlich aus. Allerdings erfolgte deren letzte Anpassung meistens vor der Umstellung von WordPress Classic auf Gutenberg. Und zunehmend mehr ältere Plugins kommen damit offensichtlich nicht zurecht. Infolgedessen funktionieren die unter WordPress Werkzeuge Import aufgeführten Plugins nur noch eingeschränkt oder auch gar nicht mehr. Falls Sie unbedingt Daten importieren wollen, können Sie es damit natürlich trotzdem versuchen.

WordPress-Dateien exportieren

Im Gegensatz dazu ist der Export von WordPress relativ einfach, aber auch hier hapert es hinterher wieder beim Import mittels der WordPress Werkzeuge. Je nach Hosting und Größe der Datei(en) klappt es mit dem Import auch hier nicht. Unter WordPress Werkzeuge öffnen Sie Daten exportieren. Anschließend markieren Sie in dem neuen Fenster die Dateien, die Sie herunterladen möchten.

Wobei alle Inhalte im Prinzip Ihre gesamte Website umfasst. Dazu gehören dann auch Kommentare, Kategorien, Schlagwörter, Navigationsmenüs, Benutzerdefinierte Felder sowie individuelle Inhaltstypen. Darüber hinaus können Sie noch weitere Theme-spezifische Dateien exportieren.

Nachdem Sie auf Herunterladen geklickt haben, erstellt WordPress eine .xml-Datei. Diese speichern Sie dann auf Ihrem Computer. Von dort können Sie sie jederzeit wieder zu beispielsweise einer anderen WP-Website hochladen. Dafür verwenden Sie dann die Import-Funktion (s. o.).

Achten Sie auf jeden Fall darauf, weder etwas am Inhalt noch an der Endung der .xml-Datei zu ändern. Denn dann wäre die Datei wertlos, da WordPress sie nicht mehr lesen könnte.

Alternativen: Plug-ins

Falls Sie nicht die unter WordPress Werkzeuge angebotene Methode verwenden möchten, gäbe es noch zwei Alternativen. Einerseits helfen dabei zahlreiche WordPress Plug-ins. Wobei Sie bei manchen manuell das Exportieren der Daten anstoßen müssen. Andere erstellen automatisch in regelmäßigen Abständen ein Backup Ihrer Daten.

Abhängig von der Arbeitsweise des Plug-ins legen Sie dann fest, wie häufig und wo die Dateien gespeichert werden sollen. Manchmal haben Sie die Wahl zwischen Ihrem Computer oder einigen Cloud-Services, bei einigen wird das Backup aber nur in der Cloud des Plug-in-Anbieters gespeichert. Bei Bedarf importieren Sie Ihre Dateien wieder oder laden sie in eine andere WordPress-Installation hoch.

… oder FTP-Zugang

Andererseits könnten Sie Ihre Dateien auch manuell herunter- und hochladen. Dazu benötigen Sie jedoch FTP (File Transfer Protocol). Dieses Daten-Übertragungsverfahren ermöglicht es, Dateien zwischen Ihrem Rechner und dem Server auszutauschen. Zunächst müssen Sie einen FTP-Client wie FileZilla von FileZilla Project oder Cyberduck von iterate aus der Schweiz herunterladen. Beide sind kostenlos.

Obwohl ich selbst Cyberduck bevorzuge, schwören viele eher auf FileZilla. Die Installation von letzterem wird jedoch u. U. auf Macs mit dem neusten Betriebssystem aus Sicherheitsgründen blockiert. Am besten selbst ausprobieren.

Anschließend besorgen Sie sich von Ihrem Hosting-Anbieter die Zugangsdaten zu Ihrer Datenbank, öffnen das Programm und melden sich mit diesen Login-Daten an. Danach können Sie auf alle Ihre Dateien zugreifen, sie herunter- sowie neue hochladen.

Unabhängig davon, für welche Methode Sie sich entscheiden, wichtig ist auch hier, dass Sie das jeweilige Datei-Format beibehalten (s. o.).

Verglichen mit der „FTP-Methode“ bieten Ihnen die WordPress Werkzeuge nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten. Wenn Sie sich aber für FTP entscheiden, sollten Sie schon ein etwas fortgeschrittener WordPress-Nutzer sein bzw. einige technische Grundkenntnisse haben. Denn ein unbedachter Klick vernichtet u. U. Ihre komplette Installation.

Da Sie direkt „auf dem Server arbeiten“, sollten Sie sich genau merken, was Sie getan haben. Falls etwas schief geht, können Sie dann zumindest den Ausgangszustand wieder herstellen. Infolgedessen laden Sie immer ein Backup der Original-Dateien herunter, bevor Sie Änderungen vornehmen. Auch wenn Sie etwas innerhalb einer Datei ändern möchten, erstellen Sie zuerst eine Kopie, die Sie auf Ihrem Computer speichern.

Zustand der Website

Unter WordPress Werkzeuge finden Sie seit dem Update vom Mai 2019 einen neuen Menüpunkt – Website-Zustand. Hierbei handelt es sich um eine reine Informations-Seite. Einerseits bewertet WordPress den Gesamtzustand Ihrer Webseite in Form einer Prozentangabe. Anderseits erfahren Sie, wie Sie Sicherheit und/oder Performance verbessern könnten.

Außerdem sehen Sie in der Liste Bestandene Tests, was Sie alles richtig gemacht haben. Wenn Sie auf Bericht klicken, erscheinen alle Details zu Ihrer Website. Diesen Bericht können Sie auch kopieren. Anschließend fügen Sie ihn z. B. in den Text-Editor auf Ihrem Computer ein und speichern ihn.

WordPress Werkzeuge
WordPress Werkzeuge – Website-Zustand

Vorlage für Ihre Datenschutzerklärung

Da Sie Ihre Website vermutlich im Geltungsbereich des EU-Datenschutz-Grundverordnung betreiben und auch die meisten Besucher aus der EU kommen, müssen Sie die Regelungen der DSGVO beachten. Übrigens sollten das auch alle Websites außerhalb der EU, denn das Internet kennt keine Grenzen. Und Besucher aus der EU haben auf internationalen Webseiten dieselben Rechtsansprüche wie innerhalb der EU.

Obwohl WordPress eine US-amerikanische Organisation ist, ist es sich zumindest ansatzweise seiner Verantwortung bewusst. So finden Sie bei unter WordPress Werkzeuge > Einstellungen > Datenschutz entsprechende Hinweise. Außerdem ist unter Seiten bereits ein Entwurf für Ihre Datenschutzerklärung von WordPress eingerichtet.

Zwar wurden dort alle relevanten Punkte berücksichtigt und zum Teil sind auch schon Mustertexte eingefügt, die Sie nur noch mit Ihren persönlichen Angaben vervollständigen müssen. Aber natürlich kennt WordPress nicht alle datenschutzrelevanten Inhalte Ihrer Website. Deshalb muss die Vorlage in den meisten Fällen entsprechend ergänzt werden.

Auf jeden Fall empfehle ich jedoch, sich zusätzlich sachkundigen Rat zu holen. Entweder wenden Sie sich an einen Anwalt oder Website-Entwickler, der sich mit der DSGVO auskennt. Oder Sie nutzen das Angebot eines deutschen Rechtsberatungs-Portals. So bietet Ihnen zum Beispiel die Website e-recht 24 nicht nur an, kostenlos eine auf Sie zugeschnittene Muster-Datenschutzerklärung zu erstellen.

Darüber hinaus erhalten Sie dort auch noch weitere nützliche Informationen, was Sie hinsichtlich Datenschutz bei Websites und Blogs beachten müssen. Außerdem wirkt eine solche, anwaltlich erstellte Datenschutzerklärung nicht nur sprachlich wesentlich professioneller.

WordPress Werkzeuge – Personenbezogene Daten

Wie bereits in Teil 2 meines Tutorials beschrieben, sammeln Sie auf Ihrer Website u. U. personenbezogene Daten von Benutzern bzw. Kommentatoren. Gemäß DSGVO hat jeder, der auf Ihrer Website seine Daten hinterlässt, das Recht diese einzusehen, ändern und/oder löschen zu lassen. Um dieses Verfahren zu vereinfachen, gibt es zwei WordPress Werkzeuge.

Grundsätzlich gilt das Prinzip der Datensparsamkeit: Je weniger Daten Sie erfassen, desto weniger Probleme können daraus entstehen.

Einerseits Personenbezogene Daten exportieren, andererseits Personenbezogene Daten löschen. Nachdem Sie von einem Benutzer eine entsprechende Anfrage erhalten haben, gehen Sie wie folgt vor:

  1. E-Mail-Adresse des Anfragenden in das obere Feld eingeben
  2. Anfrage senden = der Nutzer erhält eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link
  3. er/sie bestätigt über diesen Link die Anfrage
  4. WordPress erzeugt eine Liste mit den Daten des Nutzers = in Ihrer Übersicht erscheint der Nutzername sowie der Status
  5. Auf Daten per E-Mail senden klicken = der Nutzer erhält eine E-Mail mit dem Download-Link

Anschließend kann der Betreffende eine .zip-Datei herunterladen. Nachdem er sie entpackt hat, liegen ihm alle Daten als einfache .html-Datei vor.

eb Webdesign – WordPress Teil 3 : Tutorial herunterladen

Falls die Daten gelöscht werden sollen, funktioniert das nach dem gleichen Prinzip. Nur dass Sie in diesem Fall auf Daten löschen klicken.

Jedoch haben WordPress Werkzeuge diesbezüglich eine Einschränkung. Wenn es sich um einen Kommentator handelt, sind hinterher zwar seine personenbezogenen Daten verschwunden, i. d. R. aber nicht seine Kommentare. Deshalb müssten Sie diese dann manuell aus Ihrer Kommentarliste löschen.

Links zur Website der erwähnten Anbieter (keine Affiliate-/Partner-Links):

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