WordPress Benutzer und Kommentatoren | Tutorial Teil 2

Aktualisiert: 2019-06-24 (Veröffentlicht: )

In meinem Tutorial Teil 2 finden EU-Blogger / Anfänger alles über WordPress Benutzer, deren Rollen sowie über die Verwaltung von Kommentaren.

Teil 2

Tutorial Teil 2 – WordPress Benutzer

Sobald du auf der linken Seitenleiste der WordPress Startseite den Cursor über Benutzer bewegst, öffnet sich ein Untermenü. Hierüber verwaltest du die Benutzer deiner Webseite und bearbeitest z. B. auch dein eigenes Profil. Normalerweise wirst du als Betreiber der Webseite auch der Administrator sein. Jedoch kannst du beliebig vielen weiteren Personen Benutzerrollen zuweisen. Wie du diese verwaltest, beschreibe ich unter „Benutzer-Übersicht“.

Dein Profil – Persönliche Optionen

Nachdem du Dein Profil angeklickt hast, öffnet sich die Seite mit einigen persönlichen Einstellungen. Zunächst könntest du hier den Visuellen Editor und die Syntaxhervorhebung ausschalten, aber warum solltest du das tun? Anschließend hast du die Möglichkeit das Farbschema für die Oberfläche von WordPress anzupassen. Schließlich entscheidest du dich, ob du Tastaturkürzel für die Moderation von Kommentaren einblenden möchtest und ob die Werkzeugleiste für dich auf der Webseite eingeblendet wird. Letzteres ist u. U. recht hilfreich. Da die Sprache der Webseite vermutlich dieselbe wie die für WordPress sein wird, brauchst du hier nichts zu ändern.

Darunter folgt dein Benutzername, den du ja bereits zuvor festgelegt hast (s. WordPress Tutorial Teil 1). Wie du siehst, ist er aufgehellt und (eigentlich) nicht veränderbar. Was du jedoch verändern bzw. eintragen kannst, sind dein Vor- und Nachname sowie dein Spitzname, wobei nur letzterer unbedingt erforderlich ist. Entscheidender ist dein öffentlicher Name. Denn dieser ist z. B. sichtbar, wenn du bei deinen Beiträgen den Autor anzeigen lässt und auf Kommentare antwortest. Um den öffentlichen Namen festzulegen, klickst du in der Auswahl auf den gewünschten Namen. Aber wähle auf keinen Fall deinen WordPress-Benutzernamen, den du ja zum Einloggen verwendest. Dieser geht außer dir wirklich niemanden etwas an.

Falls du deinen Benutzernamen doch einmal ändern möchtest oder musst, weil du den Verdacht hast, dass deine Seite gehakt wurde, gibt es einen Trick. Jedoch ist die Methode etwas umständlich. Dazu müsstest du für dich ein neues Profil erstellen (s. WordPress Benutzer – Übersicht). Außerdem benötigst du zunächst eine andere E-Mail-Adresse, als die bei WordPress angemeldete. Dann musst du dem neuen Profil natürlich ebenfalls Administrator-Rechte verleihen. Anschließend loggst du dich aus und meldest dich mit dem neuen Profil an. Nachdem das gelungen ist, löschst du dein altes Administrator-Profil.

Kontaktinformationen

Als erstes findest du dort die E-Mail-Adresse, mit der du dich bei WordPress angemeldet hast. Zwar kannst du sie ändern, jedoch muss sie dann erneut bestätigt werden. D. h. du erhältst von WordPress eine Bestätigungs-E-Mail. Leider funktioniert das nicht immer. Deshalb würde ich sie beibehalten. Wenn du von den Besuchern deiner Webseite nicht über diese Adresse kontaktiert werden möchtest, kannst du später auf deiner Kontakt-Seite oder mittels eines entsprechenden Buttons eine andere E-Mail-Adresse angeben.

Ob du auch deine Profile in den sozialen Netzwerken einfügen möchtest, ist dir überlassen. Notwendig ist es nicht. Was jedoch sinnvoll wäre, sind einige biografische Angaben. Beschreibe in wenigen Sätzen wer du bist, was du tust und was du magst. Wenn du später unter deinen Beiträgen eine Information zum Autor einblenden möchtest, wird dieser Text dort erscheinen. Zuletzt hast du am Ende dieser Seite noch die Möglichkeit, dein WordPress-Passwort zu ändern. Außerdem kannst du dich über einen Button auf allen anderen Geräten abmelden. Das könnte nützlich sein, wenn du z. B. auf deinem PC und auf deinem Smartphone eingeloggt bist. Falls dein Smartphone abhanden kommt, kannst du so zumindest sicherstellen, dass kein anderer Zugriff auf dein WordPress-Backend hat.

WordPress Benutzer
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WordPress Benutzer – Übersicht

Unter dem Menüpunkt Alle Benutzer siehst du wahrscheinlich zunächst nur dich selbst. Um einen neuen WordPress Benutzer anzumelden, klickst du oberhalb der Liste auf Neu hinzufügen. Anschließend öffnet sich eine neue Seite, in die du das Profil (s. „Dein Profil“) des neuen Benutzers eingibst. Neben dem Benutzernamen erscheint nun der Name, den du dort angegeben hast. Außerdem die E-Mail-Adresse und die Benutzerrolle. Wenn du mit dem Cursor über den Benutzernamen fährst, siehst du zwei Optionen: Bearbeiten (öffnet die Profil-Seite) und Anschauen.

Benutzerrollen

Weil es diesbezüglich häufig zu Missverständnissen kommt, erläutere ich im Folgenden die unterschiedlichen Benutzerrollen. Wenn du einen neuen WordPress Benutzer anmeldest, solltest du dir überlegen, welche Benutzerrolle du ihm zuweist. Denn es ist nicht unbedingt sinnvoll, dass jeder alle Rechte hat. Am umfangreichsten sind natürlich die Rechte des Administrators. Denn er darf alles – auch die Webseite komplett zum Absturz bringen! Deshalb sollte es nur einen Administrator geben, der idealerweise auch weiss, was er tut.

Als Redakteur darfst du alle Beiträge und Seiten ansehen, bearbeiten, veröffentlichen und löschen. Außerdem kannst du Kategorien, Tags und Links verwalten, Kommentare moderieren sowie Dateien hochladen. Dagegen hast du als Autor deutlich eingeschränktere Rechte. So darfst du nur deine eigenen Beiträge bearbeiten, dazu Bilder hochladen, die Beiträge veröffentlichen und löschen. Jedoch hast du keinen Zugriff auf Seiten, Kommentare, etc. Falls du nur Mitarbeiter bist, darfst du deine eigenen Beiträge zwar bearbeiten, aber nur solange bis der Administrator diese veröffentlicht hat. Danach und darüber hinaus hast du keine Zugriffsrechte mehr. Gar keine redaktionellen Rechte hat ein Abonnent (Follower). Denn hierbei verhält es sich wie in den sozialen Netzwerken. Wenn du einem Blog folgst, erhältst du eine Benachrichtigung, sobald ein neuer Beitrag veröffentlich wird. Du hast aber keinerlei Einfluss auf den Blog selbst.

WordPress Benutzer verwalten

Wie bereits erwähnt, hat hast du als Administrator alle Rechte. Demzufolge kannst du nicht nur neue WordPress Benutzer deiner Webseite hinzufügen. Sondern du hast auch die Möglichkeit, deren Rolle zu ändern oder sie ganz zu löschen.

  • Haken vor dem betreffenden Benutzer setzen
  • mit dem linken Button Löschen auswählen
  • Übernehmen

    bzw. rechts
  • Rolle ändern in
  • neue Rolle auswählen
  • Wechseln

Datenschutz

Seit Mai 2019 gilt die EU-Datenschutz-Grundverordnung. Unter anderem ist darin auch geregelt, wie du mit Kundendaten umzugehen hast. Wenn auf deiner Webseite außer dir noch weitere WordPress Benutzer angemeldet sind, musst du über deren Daten Buch führen. Das bedeutet, dass du am besten eine externe Tabelle anlegst, in der du alle in deren Profil angegebenen Daten erfasst. Einerseits sollte diese Tabelle natürlich immer aktuell sein. Andererseits muss sie immer verfügbar sein. Auch dann, wenn deine Seite einmal nicht (mehr) online ist. Deshalb würde ich mich nicht nur auf die entsprechende WordPress-Funktion (s. Tutorial Teil 3) verlassen. Denn deine Benutzer haben das Recht, jederzeit Auskunft über die von dir erfassten Daten zu erhalten bzw. diese ändern oder löschen zu lassen. Dasselbe trifft auch auf die Daten von Besuchern zu, die deine Beiträge kommentieren. Darüber hinaus musst du sie in deiner Datenschutzerklärung über ihre Rechte aufklären und einen Ansprechpartner benennen.

Kommentare

Zwar ist ein Besucher, der deine Beiträge kommentiert, streng genommen kein WordPress Benutzer. Aber auch er interagiert mit deiner Webseite und du registrierst seinen Namen, seine E-Mail- und IP-Adresse sowie eventuell seine Webseiten-URL. Außerdem noch Tag und Uhrzeit seines Kommentars. Wenn deine Webseite den neusten Datenschutz-Anforderungen entspricht, könnte er die Erfassung seiner Daten ablehnen. Erfahrungsgemäß tun das jedoch die wenigsten. Deshalb ist er nicht nur in punkto Datenschutz einem WordPress Benutzer gleichzusetzen.

Darüber hinaus hast du unter Einstellungen > Diskussion die Möglichkeit, die Kommentarfunktion anzupassen. Einerseits handelt es sich um die Standard-Einstellungen, die du später auch bei jedem einzelnen Beitrag modifizieren kannst. Andererseits aber auch um solche, die die Sicherheit und den Datenschutz betreffen. Wobei einige Punkte von der Funktion der Webseite und deinen persönlichen Vorlieben abhängen. Auf jeden Fall solltest du einen Haken bei zum Kommentieren Namen und E-Mail-Adresse angeben bzw. … registriert und angemeldet sein setzen. Damit hast du eine gewisse Kontrolle, ob es sich um seriöse Kommentare handelt oder um Spammer. Außerdem ist auch ein Haken bei Opt-in-Kontrollkästchen für Kommentar-Cookies sinnvoll.

Um kontrollieren zu können, welche Kommentare auf deiner Webseite erscheinen, legst du am besten fest, dass jeder Kommentar manuell freigegeben werden muss. Sonst siehst du dich irgendwann einer Flut von nichtssagenden oder lediglich der Verbreitung von Links dienenden Kommentaren ohne einen Bezug zu deinen Beiträgen, gegenüber. Außerdem kannst du einen Filter für die maximale Anzahl der Links innerhalb eines Kommentars setzen. Auch so machst du Spammern das Leben schwerer. Und wenn du doch von einem hartnäckigen Spammer heimgesucht wirst, bleibt dir noch, dessen E-Mail- oder IP-Adresse auf deine persönliche Blacklist zu setzen.

WordPress Kommentare
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Avatare

Als Avatar werden die kleinen Bildchen bezeichnet, die z. B. neben dem Namen eines Kommentators oder WordPress Benutzers zu sehen sind. Einerseits sind sie ganz nett. Falls die betreffende Person ein Mini-Porträt von sich selbst benutzt, hast du auch eine Vorstellung davon, wer sich für deine Seite interessiert. Andererseits haben Avatare auch Nachteile. Um ein Avatar zu erstellen, leitet dich WordPress auf die Webseite von Gravatar weiter. Dort lädst du dann dein Bild hoch und dort bleibt es auch gespeichert.

Anschließend wird es von dort heruntergeladen, sobald jemand deine Webseite aufruft. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den Avatar eines deiner registrierten WordPress Benutzer oder eines externen Kommentators handelt. Dieses Verfahren kann die Ladezeit deiner Webseite beeinflussen, da der Browser mit zwei Servern kommunizieren muss. Neben echten Fotos, hast du auch die Möglichkeit, grafische Avatare automatisch generieren zu lassen. Aber auch in diesem Fall müssen zusätzliche Abbildungen geladen werden. Und jedes Bild hat u. U. einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Ladezeit deiner Webseite. Deshalb denke darüber nach, ob dir diese nette Spielerei wirklich wichtig ist.

» Login und erste Einstellungen
» Werkzeuge und Datenschutzerklärung

Im dritten Teil meines WordPress Tutorials erfährst du mehr über Werkzeuge und den Entwurf einer Datenschutzerklärung.


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